
Volkswagen erhält über 30.000 Bestellungen für den elektrischen ID. Polo bei Auslieferungsstart
Volkswagen hat die ursprünglichen Verkaufsziele mit mehr als 30.000 Bestellungen für den Kleinwagen ID. Polo übertroffen, auch wenn die hohe Nachfrage die Lieferzeiten aus dem spanischen Montagewerk verlängert hat.
Bestellvolumen und Ankunft in den Ausstellungsräumen
Volkswagen hat mehr als 30.000 Kundenbestellungen für den vollelektrischen ID. Polo registriert und damit die ursprünglichen Unternehmensprognosen deutlich übertroffen, insbesondere im heimischen deutschen Markt. Die Bestellbücher für das subkompakte Elektromodell wurden erstmals Ende April geöffnet, aber die Ausstellungsfahrzeuge trafen erst Anfang September bei den Vertragshändlern ein. Die starke Kundennachfrage bei gleichzeitig langfristig geplanter Werkskapazität hat zu verlängerten Lieferzeiten für neu konfigurierte Kundenbestellungen geführt. Ein Unternehmenssprecher erklärte, Volkswagen arbeite daran, die Produktion schrittweise zu steigern, allerdings nannte der Autohersteller keine genauen Wartezeiten, da die Liefertermine von den individuellen Ausstattungspaketen abhängen. Kunden, die eine sofortige Fahrzeugübergabe wünschen, können vorkonfigurierte Fahrzeuge direkt aus dem Händlerbestand ohne Wartezeiten erwerben.
- Produktion des VW Up-Kleinstwagens endet
- Bestellungen für die höherspezifizierte ID. Polo-Variante werden geöffnet
- Bestellungen für das Basis-ID. Polo-Modell unter 25.000 Euro werden geöffnet
- ID. Polo kommt in die Showrooms, während die Modellbestellungen 30.000 überschreiten
- Geplanter Start des Einstiegsmodells ID. Every1, montiert in Portugal
Preisgestaltung der Varianten und spanische Fertigung
Die Basisversion des ID. Polo hat einen Einstiegspreis von knapp unter 25.000 Euro und ist mit einer kleineren Traktionsbatterie und einer niedrigeren PS-Zahl ausgestattet. Käufer hatten ab Juli Zugang zu dieser Einstiegsvariante, mehrere Monate nachdem der offizielle Verkauf begonnen hatte. Beim ersten Verkaufsstart Ende April bot Volkswagen nur eine höherspezifizierte Variante mit einem größeren Batteriepaket zu einem Preis von deutlich über 30.000 Euro an. Alle ID. Polo-Einheiten werden im Seat-Produktionswerk in Martorell bei Barcelona, Spanien, hergestellt. Die Konzentration der Fahrzeugmontage im spanischen Werk soll die Fertigungskosten für Volkswagens budgetorientierte kompakte Elektro-Palette optimieren.
Gemeinsame Architektur über vier Markenmodelle
Der ID. Polo ist eines von vier kleinen Elektrofahrzeugen, die gemeinsam vom Volkswagen-Konzern entwickelt wurden und insgesamt mehr als 100.000 Vorbestellungen in europäischen Märkten gesammelt haben. Zur Familie gehören auch der Volkswagen ID. Cross, der Škoda Epiq und der Cupra Raval, die alle zur Wahrung der Kosteneffizienz in Spanien produziert werden. Diese vier Schwestermodelle teilen mehr als 80 Prozent ihrer Teile und technologischen Grundlagen, während sie sich durch unterschiedliche Außendesigns, Fahrdynamiken und markenspezifische Ausstattungsmerkmale auszeichnen. Volkswagen-Markenchef Thomas Schäfer erklärte, die starke Bestellnachfrage bestätige, dass die gemeinsame Baureihe den Kundenerwartungen entspreche, und merkte an, dass das Unternehmen vier eigenständige Fahrzeuge geschaffen habe, die den einzigartigen Charakter jeder Marke bewahren, während sie die Größe des Konzerns nutzen.
- VW ID. Polo
- 30000
- Vier-Modell-Familie kombiniert
- 100000
Langfristiger Einstiegsfahrplan und Konzernauslieferungszahlen
Um das untere Marktsegment zu bedienen, beabsichtigt Volkswagen, 2027 ein noch erschwinglicheres Modell mit dem Arbeitstitel ID. Every1 zu einem Preis von etwa 20.000 Euro einzuführen. Das Fahrzeug wird der elektrische Nachfolger des VW Up-Kleinstwagens sein, der 2023 aus dem Programm genommen wurde, und in Portugal und nicht in Spanien montiert werden. Die anfängliche Nachfrage nach der kleinen Elektro-Familie gibt Auftrieb, während der gesamte Volkswagen-Konzern mit rückläufigen Verkaufszahlen in den großen globalen Märkten kämpft. Im gesamten Konzern sanken die weltweiten Auslieferungen im ersten Halbjahr um 6,3 Prozent auf rund 4,1 Millionen Fahrzeuge.


