Regierung · Madrid und Ceuta
Vox will Artikel 102 aktivieren, um Sánchez wegen Hochverrats im Zusammenhang mit der Migrantenkrise in Ceuta zu untersuchen
Der Vox-Vorsitzende Santiago Abascal kündigte am 8. August 2026 an, dass seine Partei die Aktivierung von Artikel 102 der spanischen Verfassung anstreben werde, um Ministerpräsident Pedro Sánchez und sein Kabinett wegen möglicher Verbrechen des Hochverrats und gegen die Staatssicherheit im Zusammenhang mit der massenhaften Ankunft Tausender Migranten in Ceuta aus Marokko zu untersuchen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von EL MUNDO, La Razón, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Abascal kündigte am 8. August 2026 an, dass Vox die Aktivierung von Artikel 102 der spanischen Verfassung vorantreiben werde, um Sánchez und sein Kabinett wegen möglicher Verbrechen des Hochverrats und gegen die Staatssicherheit im Zusammenhang mit der Ceuta-Krise zu untersuchen.
Das Verfahren erfordert eine Initiative von mindestens einem Viertel des Kongresses (88 Abgeordnete) und die Zustimmung mit absoluter Mehrheit. Vox hat nur 32 Sitze und hat seine Abgeordneten anderen parlamentarischen Gruppen zur Verfügung gestellt, die bereit sind, die Initiative zu unterstützen.
Vox argumentiert, dass es ausreichende Hinweise und Beweise gebe, darunter die angebliche vorherige Kenntnis der Regierung von dem Massenangriff Tausender Einwanderer aus Marokko auf Ceuta, um eine gerichtliche Untersuchung zu rechtfertigen.
Vox fordert außerdem die Freigabe der Kommunikation mit Marokko bezüglich der Ceuta-Krise und ruft alle politischen Kräfte dazu auf, dem Obersten Gerichtshof zu ermöglichen, festzustellen, ob strafrechtliche Verantwortlichkeiten bestehen.
Vox fordert Aktivierung von Artikel 102
Der Vox-Vorsitzende Santiago Abascal kündigte am Samstag, den 8. August 2026, an, dass seine Partei die Aktivierung des Mechanismus nach Artikel 102 der spanischen Verfassung vorantreiben werde, um Ministerpräsident Pedro Sánchez und Mitglieder seiner Regierung wegen möglicher Verbrechen des Hochverrats und gegen die Staatssicherheit zu untersuchen. Der Schritt erfolgt aufgrund dessen, was Vox als „äußerst schwerwiegende Tatsachen“ im Zusammenhang mit der jüngsten Krise in Ceuta bezeichnet, wo Tausende Migranten aus Marokko einen Massenangriff auf die spanische Enklave verübten. Abascal veröffentlichte die Ankündigung auf seinem X-Account und erklärte, die Partei halte die Hinweise für ausreichend, um eine gerichtliche Untersuchung zu rechtfertigen.
Die Partei argumentiert in einem Kommuniqué und in Beiträgen in sozialen Medien, dass es „Hinweise und Beweise mehr als ausreichend“ gebe, um das Verfahren zu eröffnen, und verweist dabei insbesondere auf das, was sie als Kenntnis der Sánchez-Regierung von der bevorstehenden Ankunft in Ceuta bezeichnet. Vox fordert außerdem die Freigabe der Kommunikation mit Marokko bezüglich der Krise.
„Der Verrat von Pedro Sánchez an den Spaniern muss vor Gericht gebracht werden.“
Verfassungsrechtliche Anforderungen
Artikel 102 der spanischen Verfassung weist der Strafkammer des Obersten Gerichtshofs die Zuständigkeit zu, die strafrechtliche Verantwortung des Ministerpräsidenten und der Kabinettsmitglieder zu verfolgen, wenn die Anschuldigung Verbrechen des Hochverrats oder gegen die Staatssicherheit betrifft, die in Ausübung ihrer Funktionen begangen wurden. Das Verfahren ist jedoch mit zwei Hürden verbunden. Erstens muss die Initiative von mindestens einem Viertel der Mitglieder des Abgeordnetenhauses eingebracht werden, also von 88 Abgeordneten. Zweitens muss sie dann mit absoluter Mehrheit der Kammer angenommen werden.
Vox hat nur 32 Sitze im Unterhaus und kann das Verfahren daher nicht allein einleiten. Die Partei hat angekündigt, ihre Abgeordneten „zur Verfügung“ aller parlamentarischen Gruppen zu stellen, die bereit sind, die verfassungsrechtliche Initiative zu unterstützen, und hat einen ausdrücklichen Appell an andere politische Kräfte gerichtet, das Verfahren zu eröffnen, damit der Oberste Gerichtshof feststellen kann, ob strafrechtliche Verantwortlichkeiten bestehen.
Politische Landschaft und Präzedenzfall
Die gemeinsamen Sitze von Vox und der Volkspartei (PP) unter der Führung von Alberto Núñez Feijóo könnten die Schwelle von 88 Abgeordneten für den ersten Vorschlag erreichen. Die PP hat jedoch nie die Möglichkeit einer solchen Untersuchung gegen den Ministerpräsidenten in Betracht gezogen. Selbst wenn die erste Hürde genommen würde, liegt die Anforderung einer absoluten Mehrheit im Kongress außerhalb der Kontrolle der beiden großen rechten Parteien allein.
Vox hat in der Vergangenheit bereits bei verschiedenen Krisen Strafanzeigen gegen Regierungsmitglieder eingereicht. Die Partei hatte zuvor versucht, Sánchez wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung im Zusammenhang mit der Bewältigung der DANA-Überschwemmungen sowie wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit den Waldbränden des vergangenen Sommers zu untersuchen. Der aktuelle Antrag ist das erste Mal, dass Vox versucht, den Ministerpräsidenten und sein Kabinett wegen möglicher Verbrechen des Hochverrats und gegen die Staatssicherheit zu untersuchen.
Abascal besuchte Ceuta am 2. August 2026, um die Folgen der Migrationskrise zu bewältigen, und positionierte sich auf der Plaza de África, während sich die Krise entfaltete.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- EL MUNDOVox propone investigar a Sánchez por posibles delitos de traición y contra la seguridad del Estado por la avalancha en Ceuta
- La RazónVox promoverá la activación del artículo 102 de la Constitución para investigar a Sánchez por traición
- ABC TU DIARIO EN ESPAÑOLVox pide activar el artículo 102 de la Constitución para investigar a Sánchez por posible delito contra la seguridad del Estado
- europa pressVox pide activar el artículo 102 para investigar a Sánchez por...
- Santiago Abascal
- Vorsitzender der Vox, der den Vorstoß zur Aktivierung von Artikel 102 gegen den Ministerpräsidenten im Zusammenhang mit der Ceuta-Krise ankündigte.
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident von Spanien, den Vox wegen möglicher Verbrechen des Hochverrats und gegen die Staatssicherheit untersuchen will.
- Alberto Núñez Feijóo
- Vorsitzender der PP, dessen Partei noch nie vorgeschlagen hat, diese Art von Untersuchung gegen den Ministerpräsidenten einzuleiten.
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