Regierung · Madrid
Spanisches Parlament stimmt über Aufforderung an Sánchez zur Vertrauensfrage ab – erneute Blockade des Wahlvorstoßes
Das von der Regierung und ihren Verbündeten kontrollierte Leitungsgremium des spanischen Abgeordnetenhauses hat erneut einen Antrag auf vorgezogene Neuwahlen blockiert, wird aber in der nächsten Woche eine Abstimmung über einen Antrag zulassen, der Ministerpräsident Pedro Sánchez auffordert, die Einleitung einer Vertrauensfrage in Erwägung zu ziehen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, eldiario.es, RTVE.es und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Das Leitungsgremium des Kongresses blockierte die Forderungen nach vorgezogenen Neuwahlen und dem Rücktritt der Regierung, wird aber eine Abstimmung über die Aufforderung an Sánchez zur Prüfung einer Vertrauensfrage zulassen.
Die katalanische Separatistenpartei Junts unterstützte die PP-Initiative, ermöglichte damit die Abstimmung und erhöhte den Druck auf den Ministerpräsidenten.
Der Antrag ist eine politische Erklärung ohne Rechtskraft; die Vertrauensfrage bleibt gemäß Artikel 112 der Verfassung das ausschließliche Vorrecht des Ministerpräsidenten.
Die Entschließung wird in der letzten ordentlichen Plenarsitzung vor der Sommerpause debattiert und zur Abstimmung gebracht, was möglicherweise eine parlamentarische Mehrheit gegen Sánchez offenlegt.

- 16.06.PP und Junts reichen Änderungsanträge ein, die vorgezogene Neuwahlen fordern; die Mesa blockt sie.
- 18.06.PP reicht neuen Antrag mit drei Punkten ein: Neuwahlen, Rücktritt und Vertrauensfrage.
- 19.06.Mesa lässt Antrag teilweise zu, blockiert Forderungen nach Neuwahlen und Rücktritt, erlaubt jedoch den Antrag auf Vertrauensfrage.
- 22.06.Abgeordnetenhaus soll über die unverbindliche Entschließung abstimmen, die Sánchez zur Prüfung einer Vertrauensfrage auffordert.
Der blockierte Wahlvorstoß
Anfang dieser Woche reichten die Volkspartei (PP) und die katalanische Separatistenpartei Junts gleichzeitig Änderungsanträge zu einem PP-Antrag ein, der das Abgeordnetenhaus zur Forderung vorgezogener Neuwahlen aufforderte. Die Mesa del Congreso, das Leitungsgremium der Kammer, in dem PSOE und Sumar die Mehrheit stellen, legte am Dienstag gegen diese Änderungsanträge ihr Veto ein, mit der Begründung, die Auflösung des Parlaments sei ein ausschließliches Vorrecht des Ministerpräsidenten. Daraufhin reichte die PP am Donnerstag einen neuen dreiteiligen Antrag ein, in dem das Abgeordnetenhaus aufgefordert wird, seinen Wunsch nach sofortigen Neuwahlen zu erklären, den Rücktritt der Regierung zu fordern und, falls dies scheitert, Sánchez zur Einleitung einer Vertrauensfrage aufzufordern.
Was die Mesa zuließ
Am Freitag lehnte die Mesa erneut die ersten beiden Punkte ab: den Wunsch nach vorgezogenen Neuwahlen und die Forderung nach dem Rücktritt der Regierung. Der dritte Punkt wurde jedoch zugelassen. Er lautet, dass das Abgeordnetenhaus "den Präsidenten der Regierung auffordert, die Gelegenheit zur Einleitung einer Vertrauensfrage zu prüfen, in Übereinstimmung mit dem ihm durch die Verfassung verliehenen Vorrecht, unter Berücksichtigung des politischen Charakters, ohne rechtliche Bindung". Dieser Wortlaut entspricht exakt dem Text, den Junts im Februar dieses Jahres eingereicht hatte – eine frühere Initiative, über die nie abgestimmt wurde, nachdem PSOE und Junts eine Einigung erzielt hatten.
Reaktion und der Junts-Faktor
Die PP bezeichnete das teilweise Veto der Mesa als "neue Empörung" durch ihre sozialistische Präsidentin Francina Armengol.
„Wieder einmal handelt Francina Armengol im Dienste von Pedro Sánchez, beugt sich seinen Anordnungen, anstatt die Interessen aller Vertreter des spanischen Volkes in der Kammer zu wahren.“
Was eine Vertrauensfrage bedeutet
Gemäß Artikel 112 der spanischen Verfassung darf nur der Ministerpräsident nach Beratung im Ministerrat seine Amtsfortdauer einer Vertrauensfrage im Abgeordnetenhaus unterwerfen. Der nun zugelassene Antrag ist eine politische Erklärung ohne Rechtskraft; Sánchez ist nicht verpflichtet zu handeln. Eine klare Unterstützung durch die Kammer wäre jedoch ein herber Schlag, zumal eine Reihe von Korruptionsfällen das Ansehen der Regierung geschwächt hat. Die PP will damit demonstrieren, dass die Exekutive nicht mehr über eine funktionsfähige Mehrheit verfügt.
Nächste Schritte
Die Entschließung zur Vertrauensfrage wird in der letzten ordentlichen Plenarsitzung vor der Sommerpause, in der Woche des 22. Juni, debattiert und zur Abstimmung gebracht. Auch wenn ihre praktische Wirkung gleich null ist, könnte die parlamentarische Arithmetik – mit PP, Vox und Junts, die ihre Unterstützung signalisiert haben – Sánchez' Isolierung formal unterstreichen und den Druck auf eine vorgezogene Rückkehr zu den Wahlurnen erhöhen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La RazónEl PP recibe el "sí" de Junts para cercar a Sánchez en el Congreso
- eldiario.esEl Congreso votará a propuesta del PP pedir a Sánchez que se someta a una cuestión de confianza
- La RazónAsí afectaría a Sánchez la cuestión de confianza que reclama el PP: significado, dimisión y adelanto electoral
- RTVE.esEl PP registra una nueva moción en el Congreso para que se vote instar a Sánchez a convocar una cuestión de confianza
- Pedro Sánchez
- Ministerpräsident von Spanien, Vorsitzender der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE)
- Alberto Núñez Feijóo
- Vorsitzender der Volkspartei (PP), Oppositionsführer im Abgeordnetenhaus
- Francina Armengol
- Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Mitglied der PSOE
- Orte
- Madrid
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen