
Sassuolos Cristian Volpato nach zwei Geschwindigkeitskontrollen in Sydney angeblich positiv auf Kokain getestet
Der 22-jährige australische Mittelfeldspieler wurde innerhalb von zwei Stunden zweimal auf der Anzac Bridge angehalten, zunächst wegen einer Geschwindigkeit von bis zu 94 km/h, dann von 109 km/h in einer 60-km/h-Zone. Ein Drogenschnelltest am Straßenrand fiel positiv auf Kokain aus, sein Führerschein wurde für sechs Monate entzogen.
Der Vorfall
Cristian Volpato, ein 22-jähriger Mittelfeldspieler des Serie-A-Klubs Sassuolo und der australischen Nationalmannschaft, wurde in der Nacht zum 23. Juli 2026 zweimal von der Polizei von New South Wales in Sydney angehalten. Die erste Kontrolle erfolgte um 23:05 Uhr Ortszeit auf der Anzac Bridge, wo Beamte seinen BMW Coupé mit einer Geschwindigkeit zwischen 86 und 94 km/h in einer 60-km/h-Zone maßen. Ein Alkoholtest am Straßenrand fiel negativ aus, und er erhielt eine Verwarnung wegen überhöhter Geschwindigkeit. Etwa zwei Stunden später, gegen 1 Uhr, hielt die Polizei ihn erneut an, nachdem er mit 109 km/h in derselben 60-km/h-Zone gemessen worden war. Diesmal ergab ein vorläufiger Speicheltest das Vorhandensein von Kokain. Eine zweite Speichelprobe wurde zur Laboranalyse eingeschickt, und sein internationaler Führerschein wurde für sechs Monate entzogen, was bedeutet, dass er in New South Wales nicht fahren darf. Es wurden keine strafrechtlichen Anklagen erhoben.
- Erste Kontrolle: Fahren mit 86-94 km/h in 60-km/h-Zone, Alkoholtest negativ, Verwarnung ausgestellt
- Zweite Kontrolle: Fahren mit 109 km/h, vorläufiger Speicheltest positiv auf Kokain, Führerschein für sechs Monate entzogen
Dementi des Spielers und Hintergrund
Volpato, der in Sydney geboren wurde und dort seinen Urlaub nach der Weltmeisterschaft verbrachte, bestreitet Drogenkonsum. Laut italienischen Medien teilte er der Polizei mit, er habe auf einer Geburtstagsfeier eines Freundes in einem Lokal im Zentrum Sydneys teilgenommen, aber weder Alkohol noch Kokain konsumiert. Der Mittelfeldspieler zog nach Italien, nachdem er von den Jugendakademien von Sydney FC und Western Sydney Wanderers abgelehnt worden war. Er absolvierte ein Probetraining bei Roma, gab mit 18 sein Serie-A-Debüt und war einer der ersten Spieler unter der Leitung von Francesco Totti. 2023 wechselte er zu Sassuolo, wo er in der vergangenen Saison 24 Ligaspiele bestritt, als der Verein den 11. Platz belegte. Er sollte in Kürze zur Saisonvorbereitung nach Italien zurückkehren, und aktuelle Berichte brachten ihn mit einem Wechsel zur Fiorentina in Verbindung, wo der ehemalige Sassuolo-Trainer Fabio Grosso Interesse zeigt.
Weltmeisterschaft und Nationalmannschaftswechsel
Volpato spielte für Italien in den U19- und U20-Junioren, wechselte aber im Mai 2026, kurz vor der Bekanntgabe des WM-Kaders, seine internationale Zugehörigkeit zu Australien. Er bestritt drei von vier Spielen Australiens beim Turnier, bei dem die Socceroos im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen gegen Ägypten ausschieden. Der Wechsel war möglich, weil er nie für die A-Nationalmannschaft Italiens gespielt hatte, sodass er unter den FIFA-Regeln die Berufung von Trainer Tony Popovic annehmen konnte.
Mögliche Konsequenzen
Der positive Schnelltest am Straßenrand könnte, falls durch die Laboranalyse der zweiten Probe bestätigt, schwere sportrechtliche Sanktionen nach sich ziehen. Football Australia wendet strenge Anti-Doping-Regeln an: Athleten, die ohne Ausnahmegenehmigung aus therapeutischen Gründen positiv auf verbotene Substanzen getestet werden, droht eine Sperre von bis zu vier Jahren. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an, es wurden keine strafrechtlichen Anklagen erhoben. BBC Sport hat Football Australia und Sassuolo um eine Stellungnahme gebeten, aber zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte keiner der beiden geantwortet.
Wie es weitergeht
Volpatos unmittelbare Zukunft ist ungewiss. Die Laboranalyse der zweiten Speichelprobe wird entscheiden, ob das erste positive Ergebnis bestätigt wird. Wenn ja, wird die Anti-Doping-Behörde von Football Australia wahrscheinlich ein Verfahren einleiten, das zu einer langen Sperre für alle fußballbezogenen Aktivitäten führen könnte. Der Spieler sollte in den kommenden Tagen am Vorbereitungscamp von Sassuolo teilnehmen, aber seine Reisepläne könnten nun durch den Führerscheinentzug und die laufenden Ermittlungen beeinträchtigt werden.

