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Klima·vor 2 Std.

Von Flamingos bis Seeadler: Wo man seltene Vögel in Nordrhein-Westfalen beobachten kann

Naturbegeisterte können in mehreren Schutzgebieten Nordrhein-Westfalens wilde Flamingos, Seeadler und andere seltene Vogelarten beobachten, wie örtliche Biologische Stationen mitteilen.

Vogelbeobachter in Deutschland müssen nicht in die Everglades reisen, um wilde Flamingos zu sehen. Ein Ausflug ins westliche Münsterland bietet die Gelegenheit, diese rosa Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten, zusammen mit anderen seltenen Arten in ganz Nordrhein-Westfalen.

Zwillbrocker Venn bei Vreden

Dutzende Flamingos brüten zusammen mit Tausenden Lachmöwen auf einer Insel im Zwillbrocker Venn. Drei Arten können während der Paarungs- und Brutzeit beobachtet werden, die mit ihren Schnäbeln kleine Organismen aus dem Wasser filtern. Die Herkunft dieser Kolonie, die seit 1983 regelmäßig brütet, bleibt ungewiss.

Woher sie letztendlich kommen, ist teilweise unbekannt.

Experten gehen davon aus, dass die Vögel aus Zoos oder Privatsammlungen entkommen sind. Der örtliche Beobachter Erik Ottema, der seit 2017 detaillierte Aufzeichnungen führt, glaubt jedoch, dass die Flamingos selbstständig große Entfernungen zurücklegen können. Im Herbst und Winter ziehen die Flamingos meist ins Rheindelta in die Niederlande.

Bislicher Insel bei Xanten

Seeadler sind die Hauptattraktion auf dieser ehemaligen Insel. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern leben die Greifvögel hier ganzjährig. Derzeit verlangen zwei Küken viel Futter, was die Eltern auf Trab hält. Die jungen Adler haben ihre ersten Übungsflüge begonnen und werden voraussichtlich bald das Nest verlassen, kehren aber zum Schlafen zurück.

Den Horst kann man nicht übersehen.

Er sitzt auf einer toten Pappel ohne Blätter. Besucher können auch eine Löfflerkolonie entdecken, mit Vögeln, die etwas kleiner sind als Graureiher und charakteristische löffelförmige Schnäbel haben.

Krickenbecker Seen bei Nettetal

Ein kleiner mediterraner Singvogel, der Seidensänger, begrüßt die Besucher manchmal bei der Ankunft mit lautem Gesang. Das erste Männchen kam vermutlich 2022 aus dem Westen, so der Leiter der Biologischen Station. Weitere Arten sind der Teichrohrsänger und der Haubentaucher, der schwimmende Nester baut und relativ spät brütet, im Mai und Juni, sobald sich der Seerosengürtel ausgebreitet hat.

Weitere bemerkenswerte Gebiete

Weitere Gebiete, die für ihre Vogelvielfalt bekannt sind, sind die Rieselfelder Münster, das Versmolder Bruch, die Rietberger Emsniederung, das Enger Bruch, das Hetter-Millinger Bruch, das Große Torfmoor und die Dreiborner Hochfläche. Biologische Stationen bieten Routen und Beobachtungshütten an, um Besuchern zu helfen, diese Naturwunder verantwortungsvoll zu erleben.

Vreden · Xanten · Nettetal

3 Quellen

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