Die Demonstrationen am Samstag, 17. Oktober, gegen steigende Lebenshaltungskosten und schwächere öffentliche Dienste breiteten sich über ganz Frankreich aus und wurden in mehreren Städten gewaltsam. Aus Paris, Lyon, Marseille und Lille sowie aus weiteren Städten wurden Plünderungen gemeldet, während vermummte Gruppen Autos, Fahrräder und Roller in Brand setzten, Polizisten angriffen und in öffentliche Gebäude eindrangen. Premierminister Sébastien Lecornu bezeichnete die Gewalt als von extremer Intensität. Zu den Schülerinnen und Schülern, die seit September protestierten, gesellten sich an diesem Tag Aktivisten der Gelbwesten und Gewerkschafter. Innenminister Laurent Nuñez räumte ein, dass die Behörden in Teilen einiger Städte die Kontrolle verloren hätten. Catherine Spindler, Präsidentin von Sephora in Europa, gab zu, dass mehrere Filialen des Unternehmens geplündert wurden.
Die offiziellen Zahlen weichen je nach Quelle voneinander ab, und die Zahl der Festnahmen ist das deutlichste Beispiel. Aus dem französischen Innenministerium zitierte Zahlen nennen fast 2.400 Festgenommene und fast 1.000 verletzte Einsatzkräfte, während andere Berichte von mindestens 1.200 Festnahmen sprechen. Alain Di Crescenzo, Chef der Industrie- und Handelskammern, sagte gegenüber RTL, mehr als 2.000 Unternehmen seien direkt betroffen und die Verluste gingen in die Hunderte Millionen Euro. Die Behörden beziffern die Zahl der beschädigten Geschäfte auf mehr als 3.000. In Paris waren die Luxusgeschäfte an der Place Vendôme geschlossen und wurden von Sicherheitskräften bewacht; unter den beschädigten Läden waren auch Filialen von Dior, Rolex, Louis Vuitton und Ralph Lauren. Olympique de Marseille teilte mit, der offizielle Fanshop an der zentralen historischen Avenue der Stadt sei geplündert worden.
Screenshots von Angeboten, die offenbar gestohlene Waren enthielten, kursierten ab Sonntag, 18. Oktober, in den sozialen Netzwerken. Verkäufer boten Tüten mit Sephora-Kosmetik mit noch angebrachten Etiketten, Sneaker und Louis-Vuitton-Artikel an, und in einigen Angeboten hieß es ausdrücklich, die Waren seien in Paris gestohlen worden. Andere Angebote verwiesen auf das Datum 17. Oktober, und franceinfo berichtete, einige Verkäufer hätten Käufer auf Snapchat verwiesen, außerhalb der Moderation von Vinted. Viele dieser Angebote waren bis Montag, 19. Oktober, verschwunden, doch es ist unklar, ob die Plattformen oder die Verkäufer sie entfernt haben.
Vinted erklärte, unverzüglich Maßnahmen ergriffen zu haben, um Angebote im Zusammenhang mit den Plünderungen zu identifizieren und zu entfernen, und beschrieb sein Vorgehen in einer Stellungnahme.
„Seit diesem Wochenende haben unsere Teams sofort gehandelt, um Angebote zu identifizieren und zu entfernen, die möglicherweise gestohlene Waren betreffen, und wir haben die Überwachung verdächtiger Angebote verstärkt.“
Das Unternehmen erklärt, es verfolge eine Null-Toleranz-Politik gegenüber gestohlenen Waren und Verstöße könnten zur dauerhaften Sperrung von Konten führen. Zudem kooperiere man mit den französischen Behörden und der Polizei und passe die eigenen Prozesse an, um neue Risiken zu erkennen. eBay erklärte, man habe keinen Anstieg von Angeboten festgestellt, die mit den Diebstählen am Wochenende in Verbindung gebracht werden könnten, setze aber proaktive technologische Instrumente ein, um den Verkauf gestohlener Waren aufzuspüren, und arbeite mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen.
Digitalministerin Anne Le Hénanff forderte die Wiederverkaufsplattformen auf, die Angebote unverzüglich zu entfernen, und warnte, solches Verhalten werde nicht ungestraft bleiben. Sie und Handelsminister Serge Papin beriefen gemeinsam mit Vertretern von Justiz und Innenministerium sechs Plattformen ein, darunter Vinted, Amazon, eBay, Leboncoin, Meta und TikTok, um den Verkauf zu unterbinden und die Verkäufer zur Rechenschaft zu ziehen. Die Regierung hat den Plattformen eine Liste von Warnsignalen übermittelt: ungewöhnlich niedrige Preise, Posten neuer Ware, Diebstahlschutz-Etiketten oder ein ausdrücklicher Hinweis auf einen Diebstahl. Hehlerei wird in Frankreich mit bis zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 375.000 Euro geahndet, und laut BFM Business könnten auch Käufer, die wissentlich gestohlene Waren erwerben, mit Sanktionen rechnen. Die Verbraucherschutzbehörde DGCCRF arbeitet mit dem Zoll zusammen und kann die Entfernung von Angeboten sowie im Zuge von Ermittlungen Verkäuferdaten verlangen. Le Hénanff erklärte in einem Beitrag auf X, die Plattformen müssten eng mit den staatlichen Behörden zusammenarbeiten, damit diejenigen, die gestohlene Waren weiterverkaufen, strafrechtlich verfolgt werden können.
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Pollar unterstützenSicherheit · Paris, Lyon und Marseille
Wiederverkaufsplattformen geraten unter Druck der Regierung, nachdem bei den Unruhen am 17. Oktober in Paris, Lyon und anderen Städten geplündertes Gut zum Verkauf angeboten wurde. Vinted erklärt, gestohlene Artikel zu verbieten, und kooperiert mit den französischen Behörden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Xataka, Rzeczpospolita, TheJournal.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht .