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Gericht in Rom erklärt Francis Kaufmann für verhandlungsfähig im Fall des Doppelmordes an seiner Partnerin und seiner kleinen Tochter

Der Prozess gegen den 46-jährigen Kalifornier, der beschuldigt wird, seine Partnerin und seine elf Monate alte Tochter in der Villa Pamphili getötet zu haben, wird fortgesetzt, nachdem eine psychiatrische Untersuchung eine Remission einer akuten psychotischen Störung ergab.

Die Tat

Am 7. Juni 2025 wurden die Leichen von Anastasia Trofimova, 29, und ihrer elf Monate alten Tochter Andromeda in der Villa Pamphili in Rom gefunden. Francis Kaufmann, auch bekannt als Rexal Ford, ein 46-jähriger Amerikaner, wurde festgenommen und des zweifachen Mordes mit besonderer Schwere angeklagt. Die Staatsanwälte Giuseppe Cascini und Antonio Verdi behaupten, die Taten seien aus nichtigen und verwerflichen Motiven begangen worden, und erheben zudem Anklage wegen Verbergens der Leichen, Ausnutzung der verminderten Verteidigungsfähigkeit des Opfers, der Liebesbeziehung zur Partnerin und der Abstammung in Bezug auf die Tochter.

Aussetzung und Zwangsbehandlung

Im April 2026 beantragte Kaufmanns Verteidigung unter Anwalt Paolo Foti eine psychiatrische Begutachtung. Der gerichtlich bestellte Sachverständige empfahl eine durchgehende 30-tägige medikamentöse Therapie, und das Verfahren wurde ausgesetzt. Das Schwurgericht in Rom ordnete seine Verlegung aus dem Gefängnis in eine psychiatrische Einrichtung an, wo er unter 24-Stunden-Überwachung medikamentös behandelt werden sollte. Kaufmann weigerte sich jedoch konsequent, das verordnete Medikamentenschema einzuhalten.

Wichtige Daten im Mordfall Villa Pamphili
  1. Leichen von Anastasia Trofimova und der elf Monate alten Andromeda in der Villa Pamphili in Rom entdeckt.
  2. Verteidigung beantragt psychiatrisches Gutachten; Sachverständiger empfiehlt 30-tägige medikamentöse Therapie; Verfahren ausgesetzt und Kaufmann in eine psychiatrische Einrichtung verlegt.
  3. Psychiatrisches Gutachten berichtet von deutlicher Remission der akuten psychotischen Störung.
  4. Gericht erklärt Kaufmann für verhandlungsfähig und haftfähig; Verfahren wird fortgesetzt.
  5. Nächste Verhandlung angesetzt.

Gutachten und Entscheidung des Gerichts

Am 14. Juni 2026 wurde das psychiatrische Gutachten vorgelegt, das zu dem Schluss kam: „Ford weist eine deutliche Remission der zuvor diagnostizierten akuten und vorübergehenden psychotischen Störung auf.“ Das Schwurgericht in Rom prüfte die Ergebnisse und entschied am 16. Juni, dass „der aktuelle psychophysische Zustand des Angeklagten mit der Untersuchungshaft vereinbar ist, vorbehaltlich der Notwendigkeit, eine angemessene klinische Überwachung zu gewährleisten, wie dies bereits zuvor erfolgte und erneut angemahnt wird.“ Das Gericht hob daraufhin die Aussetzung auf und ordnete die Rückführung Kaufmanns in das Gefängnis an.

Nächste Schritte

Der Prozess wird nun fortgesetzt. Die nächste Verhandlung ist für den 6. Juli 2026 anberaumt. Das Gericht wird das Verfahren mit Kaufmann wieder in Haft fortsetzen. Verteidigung und Staatsanwaltschaft haben sich zu der neuen Entwicklung noch nicht geäußert.

Rom

4 Quellen

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