
Vier Mopedfahrer getötet, nachdem ein überholendes Auto in Brandenburg frontal zusammenstößt
Ein Auto, das mehrere Fahrzeuge überholen wollte, stieß auf der L 200 bei Biesenthal frontal mit drei Mopeds zusammen. Vier Menschen starben, der Fahrer wurde verletzt.
Kollision auf der Landesstraße 200
Am Mittwochabend sind bei einem Frontalzusammenstoß auf der Landesstraße 200 bei Biesenthal im brandenburgischen Landkreis Barnim vier Menschen ums Leben gekommen. Die ersten Notrufe erreichten die Leitstelle gegen 19:40 Uhr und meldeten einen Zusammenstoß mehrerer Fahrzeuge auf dem Abschnitt der Rüdnitzer Chaussee zwischen Biesenthal und Wullwinkel. Die Unfallstelle liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von Berlin, etwa 40 Autominuten vom Alexanderplatz entfernt, in der Seen- und Waldlandschaft des Naturparks Barnim. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei waren vier Kleinkrafträder gemeinsam in südlicher Richtung von Biesenthal in Richtung Wullwinkel unterwegs. Ein entgegenkommender Pkw scherte aus, um mehrere vor ihm fahrende Fahrzeuge zu überholen. Das Auto geriet auf die Gegenfahrbahn und stieß frontal mit drei der vier entgegenkommenden Mopeds zusammen.
- Getötete
- 4
- Verletzte
- 1
- Unverletzt
- 1
Opfer und Fahrzeugbrand
Bei dem Zusammenstoß starben vier Menschen noch an der Unfallstelle: drei Mopedfahrer und eine Mitfahrerin auf einem der Fahrzeuge. Der Fahrer des vierten Mopeds konnte dem entgegenkommenden Auto ausweichen, entging dem Aufprall vollständig und blieb unverletzt. Der Fahrer des Pkw wurde bei dem Unfall verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus der Region gebracht. Kurz nach dem Aufprall geriet das Auto in Brand und blieb auf dem Dach liegend in einem Graben neben der zweispurigen Straße liegen. Die Feuerwehr brachte den Fahrzeugbrand unter Kontrolle; das Auto brannte nahezu vollständig aus. Stunden nach dem Unfall lag das Fahrzeug noch immer umgestürzt in dem Graben neben Feldern und Wiesen; die umliegende Vegetation wies nur geringe Brandschäden auf.
- Erste Notrufe melden den Zusammenstoß zwischen einem Auto und drei Mopeds auf der L 200
- Die Polizei bestätigt, dass die Identifizierung der Opfer an der Unfallstelle noch läuft
- Die Landesstraße 200 bleibt für Bergungsarbeiten und die technische Rekonstruktion voll gesperrt
- Die Polizei kündigt die Veröffentlichung gesicherter Angaben zur Identität der Opfer an
Rettungseinsatz und seelsorgerische Betreuung
Polizei, Rettungsdienst und örtliche Feuerwehren boten ein großes Aufgebot an Einsatzkräften auf, um den ländlichen Straßenabschnitt zu sichern. Ein Polizeisprecher sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Einsatz sei außergewöhnlich schwierig gewesen und habe für alle Beteiligten eine starke seelische Belastung bedeutet. Trauernde Angehörige der Getöteten fuhren kurz nach der Nachricht von dem Unglück zu der Landstraße. Daraufhin wurden Notfallseelsorger und spezialisierte Kriseninterventionsteams an die Unfallstelle entsandt, um die ankommenden Angehörigen ebenso wie die Einsatzkräfte psychologisch zu betreuen. Die Landesstraße 200 wurde in der Nacht zum Donnerstag voll gesperrt, um Bergungsarbeiten, die Räumung der Fahrzeuge und die systematische Spurensicherung zu ermöglichen.
Technische Ermittlungen und Identifizierung der Opfer
Ein unabhängiger technischer Sachverständiger unterstützte die Ermittler der Polizei an der Unfallstelle zwischen Biesenthal und Wullwinkel, um den genauen Ablauf des tödlichen Überholmanövers zu rekonstruieren. Die Polizeidirektion Frankfurt (Oder) machte in der Nacht zum Donnerstag keine Angaben zur Identität oder zum Alter der Opfer, da die förmliche Identifizierung noch lief. Kurz vor Mitternacht erklärte ein Polizeisprecher gegenüber Journalisten, gesicherte Angaben zu den Personen würden erst am Morgen vorliegen.
Informationen dazu gibt es erst morgen früh.
Der betroffene Streckenabschnitt blieb bis in den Donnerstagmorgen gesperrt, während Bergungskräfte das umgestürzte Wrack räumten und die Ermittler die Dokumentation der Fahrbahn abschlossen.

