Sicherheit · Strépy-Bracquenies
Die Verurteilung von Paolo Falzone wegen des Anschlags beim Karneval von Strépy ist nach der Ablehnung der Kassationsbeschwerde rechtskräftig
Der belgische Kassationshof hat am Mittwoch, 21. Oktober, die Beschwerde von Paolo Falzone gegen seine 27-jährige Haftstrafe wegen des Anschlags beim Karneval von Strépy im März 2022 abgewiesen, bei dem sieben Menschen starben.
Kurz gefasst
Der Kassationshof wies die Beschwerde von Paolo Falzone am Mittwoch, 21. Oktober, zurück; seine 27-jährige Haftstrafe wegen sieben Tötungen und 79 versuchter Morde ist damit endgültig.
Nach der Entscheidung des Kassationshofs wird Falzone wegen der Ereignisse vom 20. März 2022 in Strépy-Bracquenies nicht erneut vor Gericht gestellt.
Falzone und sein Anwalt Frank Discepoli übernehmen die Verantwortung für die Todesfälle, bestreiten aber die Einordnung der Taten als Totschlag mit Tötungsabsicht.
- 20.03.Vorfall beim Karneval in Strépy-Bracquenies
- 12.06.Schwurgericht von Hennegau erlässt eines von zwei Urteilen
- 17.06.Schwurgericht von Hennegau verurteilt Falzone zu 27 Jahren Haft
- 21.10.Kassationshof weist die Beschwerde Falzones zurück
Die Beschwerde
Der belgische Kassationshof hat am Mittwoch, 21. Oktober, die Beschwerde verworfen, die Paolo Falzone gegen zwei Urteile des Schwurgerichts von Hennegau vom 12. und 17. Juni eingelegt hatte. Wegen der Ereignisse vom 20. März 2022 in Strépy-Bracquenies wird er nicht erneut vor Gericht gestellt. Seine 27-jährige Haftstrafe wegen der Tötung von sieben Menschen und des versuchten Mordes an 79 weiteren ist damit rechtskräftig.
Der Anschlag
Das Schwurgericht stellte fest, dass es sich bei dem Vorfall beim Karneval in Strépy-Bracquegnies nicht um einen Verkehrsunfall handelte, sondern um sieben Fälle von Totschlag und 79 versuchte Morde. Den Berichten zufolge fuhr Falzone während des Karnevals mit hoher Geschwindigkeit von hinten in eine Menschenmenge. Das Schwurgericht von Hennegau urteilte am 17. Juni, dem für die 27-jährige Haftstrafe genannten Datum.
Der juristische Streit
Falzone und sein Anwalt bestreiten die Verantwortung für den Tod der sieben Karnevalsbesucher nicht. Sie stellen jedoch die rechtliche Einordnung der Taten als Totschlag mit Tötungsabsicht infrage. Anwalt Frank Discepoli zog den Fall vor den Kassationshof, der die Beschwerde zurückwies.
Die Zivilparteien
Ein als de Béco identifizierter Anwalt sagte, das Urteil sei eine große Erleichterung für die Mandanten. Der Anwalt merkte an, dies sei wohl das erste Mal gewesen, dass Zivilparteien an einer Verhandlung vor dem Kassationshof teilgenommen hätten, wo die Debatten hochgradig technisch seien. Die Anwesenheit der Opfer zeige, wie sehr sie der Fall belaste, so der Anwalt.
Quellen und Kontext
- 7sur7Paolo Falzone endgültig verurteilt: Der Kassationshof weist seine Revision zurückPaolo Falzone définitivement condamné: la Cour de cassation rejette son pourvoi · Original auf Französisch
- vrtnws.beUrteil nicht aufgehoben: Paolo Falzone endgültig verurteilt wegen siebenfachen Totschlags beim Karnevalsdrama in StrépyArrest niet verbroken: Paolo Falzone definitief veroordeeld voor 7-voudige doodslag bij carnavalsdrama in Strépy | VRT NWS Nieuws · Original auf Niederländisch