
US-Geheimdienst untersucht mögliche russische Rolle bei iranischen Drohnenangriffen auf CIA-Standorte am Golf
Mindestens zwei CIA-Einrichtungen in Saudi-Arabien und im Irak wurden im März von iranischen Drohnen getroffen. US-Geheimdienste untersuchen nun, ob Russland Zieldaten und das Navigationssystem Kometa-M bereitgestellt hat, das die Genauigkeit der Angriffe erhöhte.
Angriffe auf CIA-Posten
Im März 2026 gerieten mindestens zwei CIA-Stationen unter iranischen Drohnenbeschuss. Eine, die sich in der US-Botschaft in Riad, Saudi-Arabien, befand, wurde von zwei russisch aufgerüsteten Shahed-136-Drohnen getroffen. Die erste Drohne durchschlug einen verwundbaren Teil der Außenhülle der Botschaft und schuf eine Öffnung, die zweite flog hindurch und explodierte im Inneren der Einrichtung, die die CIA-Station beherbergte. Ein zweiter CIA-Standort im Irak wurde ebenfalls getroffen, und westliche Beamte sagten später, dass weitere Infrastruktur der Behörde beschädigt wurde, wobei die Anzahl der betroffenen Einrichtungen auf „mehr als eine und weniger als zehn“ beziffert wurde. Offiziell wurden bei diesen Angriffen keine Opfer gemeldet. Die Angriffe waren Teil einer breiteren iranischen Vergeltungsaktion, die nach dem 28. Februar begann, als Israel und die USA eine Reihe von Angriffen auf den Iran starteten, so La Libre. Einige Analysten haben seither eingeräumt, dass die Botschaft selbst das beabsichtigte Ziel gewesen sein könnte und die Geheimdiensteinrichtung nur versehentlich getroffen wurde.
Technische Hilfe aus Moskau
US-Analysten vermuten, dass Russland das Satellitennavigationssystem Kometa-M geliefert hat, eine Einheit, die schwerer zu stören und weitaus präziser ist als Irans selbst entwickelte Alternative. Moskau habe zudem hochauflösende Satellitenbilder bereitgestellt, die die Qualität der eigenen Aufklärungssatelliten Irans übertrafen, sagten zwei westliche Beamte mit Sitz am Golf. Die verbesserte Genauigkeit zeigte sich bei der Operation in Riad, bei der die aufgerüsteten Drohnen ein Tandem-Manöver aus Durchbruch und Detonation durchführten. China hat dem Iran separat Zugang zum Emposat-Satelliten und seinen eigenen hochauflösenden Bildern gewährt, wie Sicherheitsquellen gegenüber Focus zitiert wurden, wodurch sich das Spektrum der externen Zielunterstützung für Teheran erweitert hat.
- Mindestens zwei CIA-Standorte in Saudi-Arabien und im Irak getroffen; US-Botschaft in Riad mit zwei russisch aufgerüsteten Shahed-Drohnen angegriffen.
- Iranischer Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien tötet zwei amerikanische Soldaten und schürt Verdacht.
- Reuters berichtet, dass der US-Geheimdienst eine mögliche russische Hilfe für den Iran bei den Angriffen auf CIA-Einrichtungen untersucht, und beruft sich dabei auf vier mit der Sache vertraute Quellen.
Geheimdienstuntersuchung und Motiv
Vier mit dem US-Geheimdienst vertraute Personen sagten Reuters, dass Analysten untersuchen, ob Moskau dem Iran direkt Zielkoordinaten für die Angriffe auf die CIA-Einrichtungen übermittelt hat. Ein westliches Geheimdienstmemorandum bewertete eine „wahrscheinliche“ russische Rolle, und Eingeweihte betonten, dass kaum ein anderer Staat sowohl die Mittel als auch das Interesse habe, dem Iran derart sensible Aufklärungsdaten für den Einsatz gegen die USA zu übergeben. Der Sicherheitsexperte Prof. Dr. Joachim Krause aus Deutschland deutete an, dass die Unterstützung eine Vergeltungsaktion sein könnte: Die CIA hatte kürzlich Daten über die russische Militärinfrastruktur und Raffinerien mit der Ukraine geteilt, Geheimdiensterkenntnisse, die Kiew dann für Angriffe tief im russischen Territorium nutzte. Diese Verbindung, so argumentierte er, habe Moskau einen direkten Anreiz gegeben, dem Iran bei der Zielerfassung seiner Auslandsstationen zu helfen.
Eskalation und US-Reaktion
Die Besorgnis nahm zu, nachdem ein iranischer Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien am 17. Juli zwei amerikanische Soldaten getötet hatte, ein Ereignis, das den Fokus darauf schärfte, ob sich die russische Zielhilfe von Geheimdienststandorten auf Militäreinrichtungen ausgeweitet hat. Russland hat die Vorwürfe durchweg bestritten; der Kreml wies frühere Berichte über die Lieferung von Kometa-M als „Fake“ zurück. Das Wall Street Journal hatte die Lieferung des Systems erstmals im März gemeldet, und der Sondergesandte Steve Witkoff hatte kurz vor Erscheinen dieses Berichts eine breitere russische technische Unterstützung für den Iran eingeräumt. Präsident Donald Trump hat Geheimdiensterkenntnisse über russische Militärhilfe für den Iran bislang heruntergespielt, da er weiterhin auf einen Deal mit Wladimir Putin hofft, so Focus. Es bleibt unklar, wie Washington reagieren würde, wenn die Verbindung zwischen Russland und dem CIA-Angriff bestätigt würde.

