
Chega-Chef André Ventura meldet Durchsuchung seines Parlamentsbüros; Dokumente und USB-Sticks fehlen, PJ ermittelt
Das Büro des Chega-Vorsitzenden André Ventura in der portugiesischen Versammlung der Republik wurde am Morgen des 28. Juli 2026 verwüstet aufgefunden. Dokumente zu einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss und zum Büro des Premierministers werden vermisst. Die Justizpolizei (PJ) ermittelt über ihre Nationale Antiterroreinheit.
Entdeckung und erste Reaktion
Ein Reinigungskraft entdeckte das Durcheinander am Morgen des Dienstag, 28. Juli, und alarmierte die Nationalgarde (GNR). Der parlamentarische Sicherheitsdienst sperrte den Bereich ab und benachrichtigte die Justizpolizei, die ihre Nationale Antiterroreinheit zur Durchführung von Ermittlungen vor Ort entsandte. Parlamentspräsident José Pedro Aguiar-Branco erklärte, er verfolge den Fall in Abstimmung mit den Parlamentsdiensten und die Ermittlungen seien an die PJ übergeben worden.
Jemand ist ins Büro eingedrungen, hat das Büro selbst verwüstet und einige Sachen mitgenommen.
Vermisste Gegenstände und Dokumente
André Ventura sagte Journalisten, dass persönliche Gegenstände, zwei USB-Sticks und zwei Dokumentensätze verschwunden seien. Ein Satz betrifft den Untersuchungsausschuss zu Luís Neves, dem ehemaligen PJ-Direktor, den Chega einrichten will. Der zweite Satz enthält politische Informationen zum Büro des Premierministers, die vor mehr als einem Jahr gesammelt wurden. Ventura brachte den Vorfall auch mit Äußerungen in Verbindung, die er am vorherigen Freitag gemacht hatte, in denen er von „relevanten Dokumenten“ zum amtierenden Innenminister sprach.
Ich kann nicht umhin, einen Zusammenhang zwischen den beiden Dingen herzustellen. Jetzt muss die Ermittlung den Rest erledigen und zu einem Ergebnis kommen.
Sicherheitsverfahren und Überwachung
Nächtliche Kontrollgänge der Sicherheitskräfte prüfen, ob die Büros geschlossen sind, doch von Venturas Büro wurde keine Störung gemeldet. Die Bürotür wurde laut Correio da Manhã nicht aufgebrochen, und eine Chega-Quelle bestätigte, dass die Tür offen gelassen worden sei – was, so die Quelle, üblich sei. Im Parlamentsgebäude gibt es keine Überwachungskameras; Aufnahmen der externen Videoüberwachung werden von den Behörden ausgewertet.
Vorzeitiges Eintreffen eines Abgeordneten unter Beobachtung
Überwachungsaufnahmen zeigen den Chega-Abgeordneten Francisco Gomes, der gegen 7:00 Uhr das Parlamentsgebäude betritt, kurz nach dem Reinigungspersonal. Gomes sagte den Ermittlern, er sei auf dem Weg in ein anderes Büro gewesen, um ein TikTok-Video aufzunehmen, und habe an Venturas Büro vorbeigehen müssen, wo die Behörden bereits anwesend waren. Abgeordnete anderer Parteien, zitiert von SIC Notícias, hinterfragten, warum Gomes während der Parlamentspause so früh kam und warum er direkt zum Büro des Parteivorsitzenden ging.
Politische Reaktionen
José Luís Carneiro, Generalsekretär der Sozialistischen Partei, forderte die Justizbehörden auf, die Ermittlungen so schnell wie möglich durchzuführen, und betonte, dass solche Vorfälle „nicht passieren dürfen, unabhängig von Ursache, Herkunft oder Verantwortung“. Er fügte hinzu, dass er sein eigenes Büro bei Abwesenheit stets abschließe. Mariana Leitão, Vorsitzende der Liberalen Initiative, bezeichnete die Situation als besorgniserregend und sagte, etwaige Sicherheitsmängel müssten identifiziert und behoben werden.
Die Versammlung der Republik ist ein Raum, in dem politische Kräfte arbeiten, in dem viele Menschen arbeiten, und in dem es offensichtlich Vertrauen in die Unverletzlichkeit dieser Räume geben muss.
Ventura wies jeden Verdacht zurück, der Vorfall sei inszeniert gewesen, und bezeichnete ihn als „einen Einschüchterungsakt und einen Akt der Beeinflussung“. Chega dementierte auch einen Bericht von SIC Notícias, wonach die Partei der PJ das Fehlen des USB-Sticks nicht gemeldet habe, und erklärte, dass „alles, was verschwunden ist“, den Behörden detailliert gemeldet worden sei.
- André Ventura verlässt die Versammlung der Republik.
- Chega-Abgeordneter Francisco Gomes betritt das Parlament; Reinigungspersonal bereits anwesend.
- Reinigungskraft entdeckt verwüstetes Büro und alarmiert die GNR.
- Parlamentarischer Sicherheitsdienst sperrt Bereich ab und benachrichtigt die PJ.
- Nationale Antiterroreinheit der PJ beginnt mit Ermittlungen vor Ort.
- Ventura veröffentlicht Video des verwüsteten Büros in sozialen Medien.
- PS-Generalsekretär Carneiro und IL-Vorsitzende Leitão fordern zügige Ermittlungen.

