
Baptiste Veistroffer sorgt mit 144 km langer Solo-Flucht für Furore bei der 5. Etappe der Tour de France
Der französische Debütant Baptiste Veistroffer griff ab Kilometer null an und verbrachte 144 km allein an der Spitze der 5. Etappe, bevor er 14 km vor dem Ziel in Pau eingeholt wurde.
Der Ausreißer
Die 5. Etappe der Tour de France 2026 von Lannemezan nach Pau war als Tag für die Sprinter angekündigt. Baptiste Veistroffer hatte andere Pläne. Der 26-jährige Bretone, der seine erste Tour fährt, setzte sich sofort ab, als Rennleiter Christian Prudhomme die Flagge senkte. Er sollte keinen anderen Fahrer mehr sehen, bis ihn das Peloton 14 km vor dem Ziel schluckte – das Ende eines 144 km langen Solos.
Ich habe mich den ganzen Tag sehr glücklich gefühlt. Dass mein Team mir das erlaubt hat, ist wirklich eine Chance als Franzose. Ich hatte enormen Spaß, ich hatte den ganzen Tag ein Lächeln im Gesicht. Die Ermutigungen, die Zuschauer, das ist wirklich etwas, das wir ehren müssen. Und es liegt in meinem Stil, also hatte ich vorne einen Riesenspaß.
- Veistroffer greift allein an, sobald die Flagge fällt.
- Fährt an der Spitze, angefeuert von französischen Zuschauern.
- Peloton holt ihn ein; Ausreißer endet.
- Etappe von den Sprintern gewonnen.
Ein Fahrer für lange Fluchten
Veistroffer ist es nicht fremd, stundenlang im Wind zu verbringen. Er führt das Peloton in dieser Saison mit 2.096 km in Ausreißern an, darunter 400 km bei der Katalonien-Rundfahrt im März. Sein Team Lotto-Intermarché gab ihm die Freiheit, die Etappe zu beleben, nachdem ihr Kapitän Arnaud de Lie die Rundfahrt krankheitsbedingt auf der 3. Etappe aufgegeben hatte.
Ich möchte unbedingt einen Sieg bei dieser Tour holen.
Vom Triathlon zur Tour
Der gebürtige Finistère-Bewohner nahm einen unkonventionellen Weg zum Profiradsport. Bevor er sich auf zwei Räder konzentrierte, startete er im Triathlon und versuchte sich auch im Boxen und Golf. Diese Ausdauerbasis, sagt er, habe seine Liebe zu langen Soloeinsätzen geprägt. Sein erster Tour-Auftritt hat ihn bereits zum Publikumsliebling gemacht, die Fans am Straßenrand feuerten ihn den ganzen Tag an.
Was als Nächstes kommt
Veistroffer machte klar, dass seine Ambitionen nicht mit einem langen Ausreißer erfüllt sind. Er strebt einen Etappensieg an, bevor die Rasse Paris erreicht, idealerweise auf einem flachen oder welligen Tag, der seinem Dieselmotor entgegenkommt. Da de Lie ausgeschieden ist, hat der Franzose nun eine freie Rolle, um nach Chancen zu jagen.

