
Polizei zerschlägt ‚Vatikan-Bande‘, die mit Verkleidungen Juwelierraube im Wert von 3 Millionen Euro in Madrid verübte
Die spanische Polizei hat zehn oder elf Mitglieder einer peruanischen Bande festgenommen, die mit Verkleidungen – darunter Priester- und Nonnengewänder – fünf Juweliergeschäfte und eine Bank in Madrid ausraubte und dabei über 3 Millionen Euro erbeutete.
Die Ermittlungen beginnen
Am 27. März versuchten drei Männer, eine BBVA-Filiale in San Blas-Canillejas zu überfallen, einer als Frau verkleidet, ein anderer als Lieferfahrer. Sie flohen ohne Beute, aber der Mietwagen hinterließ eine Spur.
Wir haben herausgefunden, wer das Fahrzeug gemietet hatte, und das ermöglichte uns, die Ermittlungen zu beginnen.
Die Gruppe hatte zuvor in ganz Spanien Ablenkungsdiebstähle gegen ältere Menschen verübt, aber der gescheiterte Banküberfall markierte einen Wandel hin zu gewalttätigeren, lukrativeren Zielen.
Eskalation zu Juweliergeschäften
Nach dem Bankversuch wandte sich die Bande Juweliergeschäften zu. Am 13. April schlugen sie in Tetuán zu, würgten einen Angestellten und erbeuteten 500.000 Euro. Am 30. April traf es Usera, wo drei Angestellte mit einer Waffe bedroht wurden und die Täter mit 600.000 Euro entkamen. Am 15. Mai, während der San-Isidro-Feierlichkeiten, raubten sie ein Geschäft in Torrejón de Ardoz aus und erbeuteten 1,5 Millionen Euro, nachdem sie einen misstrauischen Angestellten mit vorgehaltener Waffe bedroht hatten.
- Gescheiterter Bankraub bei BBVA in San Blas-Canillejas; drei Männer fliehen ohne Beute.
- Juweliergeschäft in Tetuán überfallen; Angestellter gewürgt, 500.000 € erbeutet.
- Juweliergeschäft in Usera überfallen; drei Angestellte mit Waffe bedroht, 600.000 € erbeutet.
- Juweliergeschäft in Torrejón de Ardoz überfallen; Angestellter mit vorgehaltener Waffe bedroht, 1,5 Mio. € erbeutet.
- Zwei Mitglieder in Ciudad Lineal festgenommen, als Priester und Nonne verkleidet; Bande zerschlagen.
Verkleidungen und Rekrutierung
Die Bande, überwiegend Peruaner im Alter von 20 bis 50 Jahren, lebte in einem besetzten Haus in Puente de Vallecas. Sie rekrutierten schutzbedürftige Landsleute in Parks und Einkaufszentren und zahlten 50 bis 200 Euro für die Überwachung. Die Verkleidungen reichten von Bauarbeitern bis hin zu Priester und Nonne, die bei ihrem letzten Überfall am 10. Juni in Ciudad Lineal zum Einsatz kamen.
Es gab Leute, die damit beauftragt waren, die Juweliergeschäfte auszukundschaften und ihre Sicherheitsvorkehrungen zu prüfen.
Die finale Festnahme
Am 10. Juni beobachtete die Polizei zwei als Priester und Nonne verkleidete Mitglieder beim Ausspähen von Geschäften. Sie wurden auf frischer Tat festgenommen. Insgesamt wurden zehn oder elf Personen festgesetzt (Quellenangaben variieren), fünf befinden sich in Untersuchungshaft. Die Beute von über 3 Millionen Euro wurde nicht sichergestellt.


