
Belgien hält Iran nach VAR-Entscheidung gegen Taremi-Tor 0:0 in Schach
Courtois' Paraden und ein aberkanntes Tor von Taremi prägten ein torloses, angespanntes Unentschieden, während Belgien in Gruppe 7 weiter zurückfiel.
Belgien und Iran lieferten sich am Sonntagabend im zweiten Spiel der Gruppe 7 bei der Weltmeisterschaft 2026 ein vorsichtiges 0:0-Unentschieden. Das Ergebnis zwingt beide Teams vor der letzten Runde der Gruppenspiele zur Aufholjagd.
Courtois' Rettungsaktion
Belgien verdankte seinem Torhüter Thibaut Courtois, der in der 14. Minute mit einer atemberaubenden Reflexparade einen wuchtigen Volleyschuss von Kanani abwehrte. Der Real-Madrid-Schlussmann reagierte zudem früh in der zweiten Halbzeit scharf auf einen Nahschuss von Mehdi Taremi und hielt das Unentschieden aufrecht, als der Iran gefährlich wurde.
Courtois „rettete“ Belgien vor Olympiacos' Taremi und beraubte den Iran eines nahezu sicheren Tores.
VAR-Leid für den Iran
Der Iran glaubte in der 25. Minute, eine verdiente Führung erzielt zu haben, als Ehsan Hajsafi einen cleveren Freistoßpass durch die Mauer zu Taremi spielte, der cool an Courtois vorbei abschloss. Doch der Video-Assistent-Schiedsrichter griff ein und entschied, dass der Olympiacos-Stürmer um eine Haaresbreite im Abseits stand – der Spielstand blieb 0:0.
Der Ball war im Netz, aber der VAR hatte das letzte Wort und löschte aus, was Taremis erstes Tor der WM 2026 gewesen wäre.
Belgiens verpasste Chancen
Die Roten Teufel nutzten mehrere klare Gelegenheiten nicht. Youri Tielemans sah in der 22. Minute einen kräftigen Schuss von Alireza Beiranvand gut gehalten, während Maxim De Cuyper mehrfach aus kurzer Distanz abgewehrt wurde – am eklatantesten, als er in der 59. Minute nach einem Abwehrfehler aus freier Bahn vor dem leeren Tor vorbeischoss.
De Cuyper vergab eine unglaubliche Chance aus kürzester Distanz.
Rote Karte verändert das Spiel
Die Partie änderte sich in der 67. Minute, als der belgische Verteidiger Nathan Ngoy die Rote Karte sah und Roberto Martínez' Team auf zehn Mann reduzierte. Trotz der numerischen Unterlegenheit hielt Belgien stand und erspielte sich sogar späte Chancen, doch De Cuyper wurde in der 85. Minute erneut von Beiranvand gestoppt.
Gruppenausblick
Belgien hat nach einem früheren Unentschieden gegen Ägypten nun zwei Punkte aus zwei Spielen, sodass der Einzug in die K.o.-Runde der Gruppe 7 auf der Kippe steht. Der Iran hat einen Punkt und bleibt vor dem entscheidenden dritten Spieltag im Rennen. Beide Nationen brauchen Siege, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

