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Heutiger Brief

Hormus dicht, Frankreich backt wieder

Iran schließt Hormus, Katastrophen überfordern Regierungen und Trump nimmt Reporter daheim ins Visier

Das schärfste Marktrisiko kam aus der Straße von Hormus, wo Iran die Wasserstraße nach einem beschädigten Containerschiff und einer weiteren Runde von US-Schlägen für geschlossen erklärte. Hitze, Feuer und Fluten zwangen Regierungen von Paris bis Peking derweil, zwischen öffentlicher Sicherheit und normalem Leben zu wählen.

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Welt · Aktualisiert vor 5 Std.

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Fußball·vor 2 Std.

Argentinien zieht weiter – VAR schickt Embolo nach neuer Identitätsregel vom Platz, Schweiz empört

Ein umstrittener VAR-Eingriff, der Breel Embolo wegen Simulation vom Platz stellte, ließ die Schweiz kochen – Argentinien gewann 3:1 nach Verlängerung und erreichte das WM-Halbfinale.

Argentinien bezwingt zehn Schweizer, VAR-Drama dominiert

Argentinien sicherte sich mit einem 3:1-Sieg nach Verlängerung gegen die Schweiz im Arrowhead Stadium in Kansas City den Einzug ins WM-Halbfinale, doch das Spiel wurde von einer VAR-Entscheidung überschattet, die Schweizer Stürmer Breel Embolo in der 69. Minute vom Platz stellte. Bei 1:1 zeigte Schiedsrichter João Pinheiro nach VAR-Überprüfung Argentiniens Leandro Paredes die Gelbe Karte an und verwarnte stattdessen Embolo wegen Simulation – seine zweite Gelbe des Abends. Die Schweiz spielte fortan in Unterzahl und kassierte in der Verlängerung zwei Gegentreffer, was das Aus bedeutete.

Der Vorfall

Die Schweiz war durch Dan Ndyes Ausgleich in der 67. Minute zurückgekommen. Zwei Minuten später ging Embolo nach Kontakt mit Paredes im Strafraum zu Boden, und Pinheiro entschied zunächst auf Foul, zeigte dem argentinischen Mittelfeldspieler Gelb. Der VAR berief sich auf das Protokoll der „falschen Identität“ und rief den Schiedsrichter zum Monitor. Nach Ansicht der Bilder hob Pinheiro die Entscheidung auf, strich die Verwarnung gegen Paredes und zeigte Embolo wegen Schauspielerei Gelb. Da Embolo bereits verwarnt war, flog er automatisch vom Platz.

Wir wurden durch eine völlig unverständliche Regel bestraft. Wir haben dominiert, das Spiel kontrolliert. Die Entscheidung hat unser Spiel zerstört. Es tut so weh, so auszuscheiden. Wir haben das nicht verdient.

— Murat Yakin

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Die Regel, die das Spiel veränderte

Die IFAB (International Football Association Board) hatte die Regel zur „falschen Identität“ kurz vor dem Turnier angepasst. Bislang durfte der VAR eine Verwarnung nur korrigieren, wenn der Schiedsrichter die Karte dem falschen Spieler derselben Mannschaft gezeigt hatte. Der neue Wortlaut erweitert dies auf Fälle, in denen die Karte einem Gegenspieler hätte gegeben werden müssen. In diesem Fall wurde Paredes zunächst für ein vermeintliches Foul bestraft, doch die Bilder zeigten, dass Embolo simuliert hatte. Der VAR-Eingriff folgte also dem Protokoll, auch wenn Kritiker argumentieren, dass es sich gar nicht um einen Fall von „falscher Identität“ handelte, sondern um einen einfachen Fehler des Unparteiischen, der traditionell außerhalb des VAR-Zuständigkeitsbereichs liegt. Ein ähnlicher Eingriff hatte sich bereits in der Gruppenphase im Spiel USA gegen Paraguay ereignet.

Schweizer Wut und Tränen

Schweizer Spieler und Trainer waren außer sich. Kapitän und Verteidiger Manuel Akanji sagte, er habe „noch nie ein so ungleiches Spiel erlebt“ und dass „keine ihrer Schauspieleinlagen bestraft wurde“. Mittelfeldspieler Remo Freuler konnte nicht verstehen, „wie der VAR in so einer Situation und in so einem Spiel eingreifen kann“. Embolo, der Toptorjäger des Teams, brach in Tränen aus, als er vom Platz trottete, getröstet von seinen Teamkollegen. Er ist erst der vierte Spieler in 60 Jahren WM-Geschichte, der eine zweite Gelbe Karte wegen Simulation erhielt, nach Luis Pérez (2006), Asamoah Gyan (2006) und Francesco Totti (2002).

Ich beschwere mich normalerweise nicht über Schiedsrichter, aber heute lief alles nach ihrem Willen. Ich habe noch nie ein so ungleiches Spiel erlebt. Keine ihrer Schauspieleinlagen wurde bestraft.

— Manuel Akanji

Nachspiel

Argentinien erzielte in der Verlängerung zwei weitere Tore und gewann 3:1. Nun trifft das Team im Halbfinale auf England. Die Kontroverse wird die Debatte über die wachsende Rolle des VAR und die neu ausgelegte Regel verschärfen, während das Turnier in seine entscheidende Phase geht.

Argentinien gegen Schweiz: Schlüsselmomente
  1. 67. MinuteDan Ndoye gleicht für die Schweiz zum 1:1 aus
  2. 69. MinuteBreel Embolo nach VAR-Überprüfung wegen Simulation vom Platz gestellt
  3. VerlängerungArgentinien trifft zweimal zum 3:1-Sieg und zieht weiter
Kansas City
Breel EmboloMurat YakinManuel AkanjiRemo FreulerJoão PinheiroLeandro ParedesDan Ndoye
MilanLeandro Paredes

4 Quellen

  • Argentina-Svizzera 3-1, caos e polemiche per l'espulsione di Embolo: perché il Var è intervenuto
    Adnkronos·vor 3 Std.
  • Suiza se suma a la indignación de los rivales de Argentina: "Es difícil cuando el árbitro también está en tu contra"
    ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL·vor 3 Std.
  • El llanto desconsolado de Embolo tras ser expulsado contra Argentina: ve la tarjeta roja por simular una falta y rompe a llorar
    20 minutos·vor 4 Std.
  • Argentina aiutata dal VAR contro la Svizzera grazie alla regola modificata appena prima dei Mondiali
    Fanpage·vor 5 Std.

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