
Proteste und Zwischenrufe stören Sicherheitskonferenz von Roberto Vannacci in Turin
Demonstranten warfen Eier und blockierten den Verkehr im Zentrum von Turin am 18. September 2026, als der EU-Abgeordnete Roberto Vannacci an einer Gewerkschaftskonferenz der Polizei teilnahm, begleitet von Störungen im Saal und Unterstützungsbekundungen.
Street protests and traffic disruption
Eine schwere Polizeioperation riegelte am Morgen des 18. September 2026 die Straßen im Zentrum von Turin für eine Sicherheitskonferenz mit Roberto Vannacci ab. Einsatzfahrzeuge der Bereitschaftspolizei und der Carabinieri blockierten den Fahrzeugverkehr entlang des Corso Stati Uniti, Corso Vittorio Emanuele II, Corso Inghilterra und Corso Castelfidardo. Vor dem Hotel NH Torino Centro versammelte sich eine antifaschistische Demonstration, organisiert von antagonistischen Netzwerken, die mit dem am 18. Dezember geräumten Sozialzentrum Askatasuna verbunden sind, hinter Transparenten, die den Widerstand gegen Militärfiguren erklärten. Die Demonstranten zählten am frühen Morgen an den Sammelpunkten etwa 50 Personen, bevor sie sich während eines anschließenden Marsches entlang des Corso Duca degli Abruzzi auf etwa 150 Teilnehmer vergrößerten. Gruppen wie Extinction Rebellion, Spazio Neruda und Studenti Indipendenti schlossen sich dem Protest an, skandierten Bella Ciao und warfen Eier auf die Reihen der Bereitschaftspolizisten, die nicht mit Gewalt reagierten. Kleinere Gruppen versuchten, die Absperrungen zu umgehen, um den Hotelausgang zu erreichen, aber Sicherheitskräfte blockierten jeden Zugang.
- Polizeifahrzeuge und Carabinieri sperren den Verkehr entlang der zentralen Turiner Alleen rund um das NH-Hotel.
- Demonstranten versammeln sich hinter Transparenten und werfen Eier auf die Polizeiketten, ohne eine physische Reaktion auszulösen.
- Eine Zuschauerin wird nach draußen geführt, nachdem sie Roberto Vannacci mit Äußerungen zum Säkularismus unterbrochen hat.
- Vittorio Feltri wendet sich an das Publikum, um redaktionelle Unterstützung für Futuro Nazionale anzukündigen.
Hall disruption and reactions
Im Hotel wurde die Konferenz mit dem Titel 'Urbane Unsicherheit: Die Rolle von Institutionen und Unternehmern' von der Gewerkschaft Fsp Polizia di Stato und dem Verband FMPI mitveranstaltet. Die Veranstaltung begann unter Kontroversen, nachdem die Abteilung für öffentliche Sicherheit im Innenministerium ihre ursprüngliche Anerkennung als akkreditierte berufliche Fortbildung für Polizeibeamte zurückgezogen hatte, was sie zu einer öffentlichen Veranstaltung mit Live-Stream machte. Kurz nachdem Roberto Vannacci zu sprechen begann, unterbrach eine Zuschauerin seine Rede mit dem Ruf, Italien sei ein säkularer Staat. Sicherheitskräfte führten die Frau aus dem Saal, während Teile des Publikums Unterstützung für den General skandierten und 'Remigration' riefen.
Vannacci ging sofort auf die Unterbrechung ein, bevor er seine geplante Präsentation fortsetzte.
Die Dame ist unhöflich und undemokratisch.
Political positioning and editorial backing
Die Versammlung bot auch eine Plattform für eine breitere politische Koordination rund um Futuro Nazionale. Am Rande des runden Tisches traf sich Vannacci in einer Bar mit dem unabhängigen Abgeordneten Emanuele Pozzolo, um eine Regierungsplattform zu besprechen. Vannacci skizzierte Pläne für eine prägnante Liste von 10 bis 12 machbaren Punkten, die Prioritäten für die ersten 100 Tage der Regierung festlegen, konzipiert als möglicher Vorschlag für Giorgia Meloni und die Regierungskoalition. Das Innenministerium bestätigte, dass keine Verwaltungsverfahren zur Auflösung von Futuro Nazionale im Gange seien. Die Konferenz erhielt auch einen Auftritt von Vittorio Feltri, dem Chefredakteur von Il Giornale, der Vannaccis Rede unterbrach, um ihm die Hand zu schütteln und das Mikrofon zu übernehmen. Feltri kündigte an, dass er persönlich für redaktionelle Berichterstattung über Vannacci sorgen werde und distanzierte sich damit von früheren kritischen Artikeln in seiner Zeitung.
Sein Buch hat mir sehr gut gefallen. Er hat die Liga aufgefressen, aber ich glaube nicht, dass das Mittagessen hier vorbei ist.
Local party statements
Enrico Forzese, der Regionalvikar und Provinzkoordinator von Futuro Nazionale, kritisierte die städtischen Störungen, die durch den Protestperimeter verursacht wurden. Forzese erklärte, dass die Stadtverwaltung ein entschlossenes Eingreifen erfordere, sobald die Partei breitere Regierungsverantwortung übernehme, und argumentierte, dass die Anwohner durch nicht genehmigte Gegendemonstrationen langen Verkehrsverzögerungen ausgesetzt seien.
Die Einwohner Turins und die Italiener wünschen sich eine arbeitsame Ruhe, und wir müssen den Italienern und den Einwohnern Turins die Ruhe zurückgeben, die sie für ein normales Leben brauchen.


