Diplomatie · Obbürgen (Bürgenstock)
Vance sagt Iran-Gipfel auf dem Bürgenstock ab – Gespräche vertagt, während 60-Tage-Atomfrist näher rückt
Geplante Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran im Schweizer Bürgenstock-Resort wurden am Freitag abrupt verschoben, nachdem US-Vizepräsident J. D. Vance seine Teilnahme zurückzog und Teheran seine Delegation abberief, wie das Schweizer Außenministerium bestätigte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Soir, Blick.ch, Deutsche Welle und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
US-Vizepräsident Vance und die iranische Delegation sagten über Nacht ab und zwangen die Schweiz, die für Freitag geplanten Gespräche im Bürgenstock-Resort abzusagen.
Trump und Peseschkian unterzeichneten am 17. Juni ein Memorandum, das eine 60-Tage-Frist für die Ausarbeitung eines verbindlichen Abkommens mit Schwerpunkt auf Irans Atomprogramm setzt.
Auf einer G7-Pressekonferenz sagte der US-Präsident, Iran werde bombardiert, falls keine endgültige Einigung erzielt werde, während Frankreich Marineunterstützung in der Straße von Hormus anbot.
Eine von den USA und Katar vermittelte Waffenruhe begann am Freitag um 16 Uhr, wobei Iran künftige Gespräche an die vollständige Umsetzung an allen Fronten knüpfte.
Die Schweiz erklärt, dass sie weiterhin bereit sei, die Gespräche auszurichten; Hotelpersonal bleibt über das Wochenende in Bereitschaft, während die Vorbereitungen fortgesetzt werden.
- 19.06.Gespräche offiziell verschoben; das Schweizer EDA erklärt, die Vorbereitungen liefen weiter und der Charakter des Treffens verlagere sich auf die Definition des Verhandlungsprozesses.
- 19.06.Die von den USA und Katar vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah tritt in Kraft.
- 20.06.Hotelpersonal in Bereitschaft, Catering für Samstag bestellt, während Spekulationen aufkommen, dass die Gespräche innerhalb weniger Tage wieder aufgenommen werden könnten.
Gipfel in letzter Minute abgesagt
Mehr als 2.000 Schweizer Soldaten waren mobilisiert, Straßen abgeriegelt und das Bürgenstock-Resort oberhalb des Vierwaldstättersees für eine entscheidende Runde der US-iranischen Verhandlungen abgesperrt worden. Am Freitagmorgen war das Treffen abgesagt. Über Nacht hatte Vance seine Teilnahme zurückgezogen und Irans Team seine Reise gestrichen, was den Gastgeber Schweiz zwang, eine unbestimmte Verschiebung bekanntzugeben. Das Schweizer Außenministerium betonte, dass das Land weiterhin bereit sei, die Gespräche zu unterstützen, während die Vorbereitungen vor Ort fortgesetzt wurden und zusätzliches Hotelpersonal angewiesen wurde, mindestens bis Montag zu bleiben.
Von der Unterzeichnung zur Sackgasse
Die Gespräche sollten ein Rahmenabkommen konkretisieren, das erst zwei Tage zuvor in Paris von Präsident Donald Trump und seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian unterzeichnet worden war. Das Memorandum gibt beiden Seiten 60 Tage Zeit, eine Absichtserklärung in einen bindenden Vertrag umzuwandeln, wobei die Zukunft des iranischen Atomprogramms ganz oben auf der Tagesordnung steht. Auf einer G7-Pressekonferenz am Mittwoch gab sich Trump siegessicher und sagte, der Deal habe einen „Atom-Holocaust“ verhindert und Iran werde „in Grund und Boden bombardiert“, falls keine endgültige Einigung erzielt werde.
„Sie wollen nicht bombardiert werden.“
Der französische Präsident Emmanuel Macron nannte das Rahmenabkommen „einen klugen Schachzug“ und bot an, eine französisch-britische Flotte in die Straße von Hormus zu entsenden, um die Umsetzung zu unterstützen.
Eine Waffenruhe, die Teheran Zeit verschafft
Stunden nach der Verschiebung des Bürgenstock-Gipfels trat am Freitag um 16 Uhr Ortszeit eine separate Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft, wie US-amerikanische und regionale Quellen berichteten. Der von den USA und Katar vermittelte Waffenstillstand, dem ein hochrangiger US-Vertreter zufolge auch iranische Hilfe zugrunde lag, gab Teheran einen Vorwand: Der Schweizer Diplomat Thomas Greminger erklärte gegenüber SRF, Iran wolle zunächst die Waffenruhe an allen Fronten einhalten sehen, bevor es an den Verhandlungstisch zurückkehre.
„Wenn man gute Dienste anbietet, muss man flexibel sein – solche Verschiebungen gehören zum Prozess.“
Gleichzeitig kündigte Teheran an, dass Schiffe, die die Straße von Hormus durchqueren, sich bei einer neu geschaffenen Behörde registrieren lassen müssten – ein Schritt, den Beobachter als Vorbereitung auf die Erhebung von Gebühren auf der Wasserstraße werteten.
Schweizer Gelassenheit angesichts der Verwirrung
An Kontrollpunkten in Obbürgen, nahe dem Resort, harrten südkoreanische, arabische und US-amerikanische Fernsehteams aus, nachdem sie zu einem Gipfel gereist waren, der nicht stattfand. „Es ist ein bisschen ärgerlich, dass wir wahrscheinlich umsonst hierhergekommen sind“, sagte ein Reporter, fügte aber hinzu, die Alpenkulisse sei ein gewisser Ausgleich. Chauffeure, die Hotelpersonal beförderten, berichteten, dass das Catering für Samstag bestellt worden sei und dass bis Sonntag zusätzliche Schichten eingeplant seien, was Spekulationen nährte, dass Delegationen innerhalb weniger Tage eintreffen könnten. Anwohner beklagten sich derweil über nächtlichen Lärm von der Polizei- und Armeezentrale. Das Schweizer Außenministerium erklärte lediglich, die Art des Treffens habe sich von einer Unterzeichnungszeremonie zur Definition des Verhandlungsprozesses verlagert, und die guten Dienste des Landes stünden weiterhin zur Verfügung.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, unterzeichnete das Rahmenabkommen mit Iran und drohte mit militärischen Maßnahmen, falls kein bindender Vertrag zustande kommt.
- Masoud Pezeshkian
- Präsident des Iran, Mitunterzeichner des 60-Tage-Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges.
- J. D. Vance
- Vizepräsident der Vereinigten Staaten, dessen Rückzug in letzter Minute zur Verschiebung der Bürgenstock-Gespräche führte.
- Thomas Greminger
- Schweizer Diplomat und Direktor des Genfer Zentrums für Sicherheitspolitik, bewertete die Verschiebung als normalen Teil des Verhandlungsprozesses.
- Emmanuel Macron
- Präsident von Frankreich, lobte das US-iranische Rahmenabkommen und bot eine französisch-britische Marineflotte für die Straße von Hormus an.
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