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Diplomatie·vor 2 Std.

USA und Iran nehmen Gespräche in den Schweizer Alpen auf – Vance spricht von historischem Moment und fordert Atomverzicht

Vizepräsident J.D. Vance eröffnete am Sonntag „historische“ Verhandlungen mit dem Iran in einem luxuriösen Alpenresort. Er sagte, die Gespräche könnten die Beziehungen transformieren, wenn Teheran auf nukleare Ambitionen und regionale Destabilisierung verzichtet.

Warum jetzt

Vier Tage nach der Unterzeichnung eines fragilen Protokolls in Versailles (persönlich von Donald Trump, Iran nahm per Fernschaltung teil) trafen die US-amerikanische und die iranische Delegation erstmals im Bürgenstock Resort oberhalb des Vierwaldstättersees zusammen. Das Protokoll sollte die Feindseligkeiten im gesamten Nahen Osten beenden, doch die Waffenruhe wurde durch erneute Kämpfe im Libanon auf die Probe gestellt, bei denen letzte Woche mindestens 28 Menschen getötet wurden.

Wer am Tisch sitzt

Die US-Delegation wird von Vizepräsident J.D. Vance angeführt, begleitet von Sondergesandtem Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Der Iran entsandte Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf, Außenminister Abbas Araghchi sowie Zentralbankgouverneur Abdolnaser Hemmati. Katarische und pakistanische Vermittler nehmen an den Gesprächen teil, während die iranische Seite bei ihrer Ankunft keine öffentliche Erklärung abgab.

Der Präsident hat uns gebeten, ein neues Kapitel aufzuschlagen, um unsere Beziehung zum iranischen Volk zu verändern und auf die Iraner zuzugehen.

Vances Bedingungen

Vance stellte die Gespräche als binäre Wahl dar. Falls die iranischen Führer „bereit sind, jede Ambition zur Beschaffung von Atomwaffen dauerhaft aufzugeben“, würden die Vereinigten Staaten „ihre Beziehung zu diesem Land grundlegend verändern“. Falls nicht, bleibe eine „Rückkehr zu alten Methoden“ eine reale Möglichkeit. Er meldete „große Fortschritte in den letzten Stunden“ und erwartete weitere über Nacht, obwohl die Verhandlungen kurzzeitig unterbrochen wurden, nachdem Donald Trumps frühere Äußerungen Teheran verärgert hatten.

Es ist ein historisches Treffen. Ich erwarte, dass wir in den kommenden Stunden weitere Fortschritte erzielen werden.

Die fragile Waffenruhe im Libanon

Die Kämpfe hielten am Freitag und Samstag an und untergruben das Versailler Protokoll. Dennoch sagte Vance, er sei „eigentlich sehr zufrieden mit der Lage im Libanon“ und behauptete, es seien „erhebliche Fortschritte“ erzielt worden, um die Waffenruhe zu stabilisieren. US-amerikanische und katarisch-pakistanische Vermittler arbeiten Berichten zufolge die ganze Nacht daran, den Prozess am Leben zu erhalten.

Schlüsseldaten der US-iranischen Verhandlungen
  1. Protokollvereinbarung in Versailles von Trump und Iran per Fernschaltung unterzeichnet
  2. Erneute Kämpfe im Libanon fordern mindestens 28 Todesopfer
  3. USA und Iran beginnen direkte Gespräche im Bürgenstock Resort, Schweiz

Was als Nächstes passiert

Washington erwartet, dass die Gespräche die Nacht hindurch fortgesetzt werden. Ein Datum für eine endgültige Einigung wurde nicht festgelegt. Der Ausgang hängt davon ab, ob der Iran die Bedingung des Atomverzichts akzeptiert und ob die Waffenruhe im Libanon lange genug stabilisiert werden kann, um detaillierte Bedingungen auszuarbeiten.

Luzern

5 Quellen

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