
US-Botschafter wirft 5-Millionen-Dollar-Unabhängigkeitsparty in Brüssel mit Burgern, Countrymusik und C-130-Überflug
Etwa 8.850 geladene Gäste, ein C-130-Überflug, Countrymusik und Millionen an Unternehmensspenden prägten die Semiquincentennial-Feier.
Finanzierung und Umfang
Botschafter Bill White erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Abendveranstaltung mehr als 5 Millionen Dollar (rund 4,4 Millionen Euro) kosten würde, die von 220 Spendern aufgebracht wurden. Die Beiträge reichten von einem einzigen Dollar bis zu über 250.000 Dollar. Amerikanische multinationale Konzerne wie Meta, Microsoft, Nike und McDonald's standen auf der Sponsorenliste, ebenso wie belgische Namen wie Leonidas, Hafen Antwerpen-Brügge, Sabena, Van Moer Logistics und Sibelco.
Programm und Flugshow
Reden, Countrymusik der Zac Brown Band, eine Drohnenshow und ein Feuerwerk waren geplant. Ein geplanter Fallschirmsprung wurde gestrichen, nachdem Mobilitätsminister Jean-Luc Crucke eine Genehmigung verweigerte und auf übermäßige Beeinträchtigungen des Luftverkehrs während des ersten großen Ferienwochenendes der Sommerferien hinwies. Ein Überflug historischer Flugzeuge um 21:00 Uhr wurde jedoch genehmigt. Das Kabinett von Crucke teilte mit, dass die belgischen Behörden den Lufttribut als „symbolische Hommage an die historische Freundschaft zwischen Belgien und den Vereinigten Staaten und an die Rolle der amerikanischen Streitkräfte bei der Befreiung Europas“ betrachteten.
Dankzij hen zal hier straks a very big airplane voor ons alleen een luchtshow geven boven this very big square... A C-130, made in the USA.
Stimmung vor Ort
Bruce Springsteens 'Born in the USA' dröhnte, als die Gäste die Sicherheitskontrollen einer privaten Firma und von Agenten des Secret Service durchliefen. Kostenlose Hamburger, Budweiser-Dosen, ein Militärjeep, Line-Dancer und Country-Acts füllten den Park. Ein Anwohner hing am Ende der Schlange ein Banner auf, das den Vereinigten Staaten zu „250 Jahren Imperialismus“ gratulierte.
Ehrengäste
Premierminister Bart De Wever und NATO-Generalsekretär Mark Rutte gehörten zu den eingeladenen Würdenträgern. White, begleitet von seinem Ehemann Bryan Eure, dankte Gott für das gute Wetter und den Spendern, die den Abend möglich gemacht hatten.
Gemischte Resonanz
White äußerte die Hoffnung, dass die Party die Verbindung zwischen Belgien und den USA festigen würde, sagte, die Bürger beider Nationen „lieben alle Hamburger“, und wischte Medienberichte über diplomatische Auseinandersetzungen beiseite. Er selbst hatte seit seinem Amtsantritt vor acht Monaten mehrere Vorfälle ausgelöst, darunter die Aussage, Belgien „ähnele einem antisemitischen Land“. Ein Anwohnerkomitee kritisierte die „immer häufigere Privatisierung öffentlichen Raums“.


