Konflikte · Teheran, Bandar Abbas und Manama
USA und Iran liefern sich zweite Nacht mit Angriffen, Teheran erklärt Straße von Hormus für geschlossen
Die Vereinigten Staaten und der Iran haben eine zweite Nacht mit wechselseitigen Angriffen gestartet. Washington griff Luftabwehrsysteme an, Teheran reagierte mit Schlägen auf Stützpunkte in den Golfstaaten und Jordanien und erklärte die Straße von Hormus für geschlossen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bayerischer Rundfunk, The Independent, ZEIT ONLINE und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
US-Streitkräfte führten Selbstverteidigungsangriffe gegen Aufklärungs-, Kommunikations- und Luftabwehrstellungen im Iran durch und schlossen die Operation etwa vier Stunden nach ihrem Beginn ab.
Die IRGC erklärte, sie habe 18 US-Militärziele in Kuwait, Bahrain und Jordanien angegriffen, darunter Patriot-Systeme und das Hauptquartier der 5. Flotte.
Das iranische Militärkommando gab bekannt, die Meerenge sei mit sofortiger Wirkung für alle Schiffe gesperrt – eine Behauptung, die das US-Militär bestreitet und erklärt, Handelsschiffe passierten weiterhin.
Indische Beamte bestätigten den Tod von drei Seeleuten, nachdem US-Streitkräfte auf den unter palauischer Flagge fahrenden Tanker Settebello geschossen hatten, dem vorgeworfen wurde, die Blockade des Iran verletzt zu haben.
Brent-Rohöl stieg um 2,47 Prozent auf 95,40 USD pro Barrel, WTI legte um 2,89 Prozent auf 92,63 USD zu, da Händler auf die erneuten Feindseligkeiten und die Ankündigung der Schließung der Meerenge reagierten.
- 10.06.USA beginnen zweite Angriffswelle gegen iranische Aufklärungs-, Kommunikations- und Luftabwehrsysteme.
- 11.06.Centcom erklärt US-Angriffe für beendet. Iran erklärt die Straße von Hormus für geschlossen.
- 11.06.Iran startet Gegenangriffe auf 18 US-Ziele in Kuwait, Bahrain und Jordanien.
Eine zweite Nacht der Angriffe
Die Vereinigten Staaten und der Iran haben in der Nacht zum Donnerstag eine neue Welle von Angriffen ausgetauscht. Es war die zweite Nacht in Folge mit direkten militärischen Aktionen, die eine seit April geltende Waffenruhe weiter belasten. Das US Central Command erklärte, seine Streitkräfte hätten um 22:15 Uhr MEZ (21:15 GMT) mit sogenannten „Selbstverteidigungsangriffen“ gegen mehrere Ziele im Iran begonnen. Die Operation, die nach Angaben des Central Command etwa vier Stunden nach ihrem Beginn abgeschlossen war, richtete sich gegen militärische Aufklärungsfähigkeiten, Kommunikationssysteme und Luftabwehrstellungen.
Präsident Donald Trump sagte dem Fox-News-Reporter Trey Yingst, die US-Angriffe würden bald enden, warnte aber, er werde schwere Bombardierungen wieder aufnehmen, wenn die iranische Führung nicht sofort ein Abkommen mit den USA unterzeichne. In einem separaten Interview mit Fox News sagte Trump, die USA hätten den Iran mit 49 Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk angegriffen; einige Ziele befänden sich etwa 60 Kilometer von Teheran entfernt. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen in mehreren Städten, darunter Karadsch nahe der Hauptstadt sowie Sirik, Kargan, Bandar Abbas und Minab an der Südküste.
„Wenn wir mit Bomben verhandeln müssen, verhandeln wir mit Bomben. Und wir sind sehr gut darin.“
Irans Vergeltungsschläge im gesamten Golfgebiet
Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) des Iran erklärten, sie hätten Gegenangriffe auf 18 US-Militärziele gestartet, darunter die Luftwaffenstützpunkte Ali Al Salem und Ahmad al-Jaber in Kuwait, den Luftwaffenstützpunkt Shaikh Isa in Bahrain sowie das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain. Nach Angaben der IRGC führten ihre Luft- und Seestreitkräfte zwei Angriffswellen durch, die sich gegen Patriot-Luftabwehrsysteme, Kommunikations- und Radaranlagen richteten. Iranische Staatsmedien berichteten zudem von einem schweren Raketenangriff auf den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti (al-Azraq) in Jordanien in der zweiten Nacht in Folge; dabei seien 12 ballistische Raketen auf die Einrichtung abgefeuert worden.
Die kuwaitische Armee teilte mit, ihre Luftabwehr bekämpfe feindliche Luftziele; die zivile Luftfahrtbehörde des Landes schloss den Luftraum für mehrere Stunden und leitete Flüge zu alternativen Flughäfen um. In Bahrain teilte das Innenministerium mit, ein elfjähriges Mädchen sei verletzt worden, Autos und Häuser seien durch herabfallende Trümmer von Abwehrangriffen beschädigt worden. Jordanien bestätigte den Angriff offiziell nicht, allerdings gab die US-Botschaft in Amman eine entsprechende Warnung heraus.
Widersprüchliche Behauptungen zur Straße von Hormus
Das Oberste Gemeinsame Militärkommando des Iran, das Khatam al-Anbiya-Hauptquartier, gab am frühen Donnerstag bekannt, dass die Straße von Hormus mit sofortiger Wirkung für alle Schiffe gesperrt sei, und warnte, dass jedes Schiff, das eine Durchfahrt versuche, beschossen werde. Iranische Medien berichteten, zwei US-Schiffe seien in der Nähe der Wasserstraße angegriffen worden. Das US Central Command wies beide Behauptungen zurück und erklärte, es seien keine US-Kriegsschiffe getroffen worden, und Handelsschiffe passierten die Meerenge weiterhin trotz der iranischen Drohungen.
Präsident Trump enthüllte im Oval Office eine seiner Beschreibung nach verdeckte Operation, bei der mehr als 200 Tanker Millionen Barrel Rohöl unbemerkt vom Iran durch die Straße transportiert hätten – ohne Licht fahrend und von der US-Marine gesichert. Die Straße, durch die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert wird, ist durch die iranische Blockade seit Monaten weitgehend geschlossen, was die Ölpreise hoch hält.
Ölmärkte und die Zahl der zivilen Opfer
Brent-Rohöl-Futures stiegen um 2,30 USD oder 2,47 Prozent auf 95,40 USD pro Barrel, während US West Texas Intermediate um 2,60 USD oder 2,89 Prozent auf 92,63 USD zulegte. Die Preise waren nach Trumps Eskalationsdrohung um fast 3 USD gestiegen und weiteten die Gewinne im frühen asiatischen Handel am Donnerstag aus. Die US-Rohölvorräte fielen in der Woche bis zum 5. Juni um 7,2 Millionen Barrel auf 426,5 Millionen Barrel, so die Energy Information Administration – ein stärkerer Rückgang als die von Analysten erwarteten 4 Millionen Barrel. Seit Beginn des Krieges am 28. Februar sind die US-Rohölvorräte einschließlich der strategischen Reserven um 79 Millionen Barrel gefallen, da der größte Produzent der Welt ein sprang, um Versorgungslücken zu schließen.
In einem separaten Vorfall gab der indische Minister Sarbananda Sonowal bekannt, dass drei indische Seeleute an Bord des unter palauischer Flagge fahrenden Tankers Settebello getötet worden seien. Das US-Militär, so das Central Command, habe die Blockade verletzt, indem es versucht habe, Öl aus dem Iran zu transportieren. US-Streitkräfte feuerten in den Maschinenraum des Schiffes, um es zu stoppen. Zwei Leichen wurden geborgen, der Aufenthaltsort des dritten war unklar.
„Traurigerweise sind drei zunächst als vermisst gemeldete indische Seeleute nun bestätigt tot, nachdem zwei Leichen geborgen wurden.“
Diplomatie in der Sackgasse
Die Eskalation begann früher in der Woche mit dem Abschuss eines US-Apache-Hubschraubers nahe der Straße von Hormus, der eine Reihe von Vergeltungsschlägen auslöste. Die ersten Angriffe fanden zwischen dem Iran und Israel in der Nacht von Sonntag auf Montag statt, gefolgt von zwei Gefechtsrunden zwischen den USA und Teheran. Trump ist zunehmend frustriert über die mangelnde Bereitschaft des Iran, seine Bedingungen für ein Abkommen zu erfüllen, das die Waffenruhe vom April um 60 Tage verlängern, die Straße öffnen und Irans Atomprogramm adressieren soll.
Am Dienstag sagte Trump, die beiden Länder befänden sich „in den letzten Zügen“ eines Abkommens, das innerhalb von zwei oder drei Tagen unterzeichnet werden könne. Iranische Staatsmedien zitierten einen hochrangigen Beamten, der Trumps Behauptung eines direkten Kontakts mit der Führung in Teheran als „falsche Behauptung“ zurückwies, die als Deckmantel diene, um einen Krieg zu vermeiden. Beide Länder scheinen einen Ausweg aus dem Konflikt zu suchen, auch wenn jedes Abkommen daheim als Sieg dargestellt werden muss.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Bayerischer RundfunkUSA-Iran-Krieg eskaliert: Gegenseitige Angriffe in der Nacht
- The Independent3 Indians were killed on tanker shot by US military, Indian official says
- ZEIT ONLINEIran-Überblick: Iran sperrt nach US-Angriffen Meerenge komplett, US-Militär dementiert
- The Irish TimesUS and Iran exchange fresh wave of strikes as ceasefire appears close to collapse
- Donald Trump
- US-Präsident, der mit weiteren Angriffen drohte und den Iran aufforderte, sofort ein Friedensabkommen zu unterzeichnen.
- Pete Hegseth
- US-Verteidigungsminister, der die Angriffe als Zwangsdiplomatie beschrieb.
- Trey Yingst
- Fox-News-Reporter, der Trumps Drohung einer Wiederaufnahme der Bombardierungen übermittelte.
- Sarbananda Sonowal
- Indischer Minister, der den Tod von drei indischen Seeleuten an Bord des Tankers Settebello bekannt gab.
- Orte
- Teheran, Bandar Abbas, Manama, Kuwait-Stadt, Kuwait
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