
USA erteilen eingeschränkte UN-Visa für iranischen Präsidenten und Außenminister trotz anhaltendem Krieg
Das Außenministerium genehmigte am Donnerstag Einreisevisa für den iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian und Außenminister Abbas Araghchi zur Teilnahme an der UN-Generalversammlung in New York unter strengen Bewegungs- und Einkaufsauflagen.
Diplomatischer Zugang unter Kriegsbedingungen
Das US-Außenministerium gab am Donnerstag, den 17. September 2026, bekannt, dass es einer Kerndelegation iranischer Beamter die Einreise nach New York zur High-Level-Woche der UN-Generalversammlung in der nächsten Woche gestatten werde. Nach Angaben von US-Vertretern, die aufgrund der Visumsdatenschutzbestimmungen anonym bleiben wollten, wurden Einreisevisa für den iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian, Außenminister Abbas Araghchi und wichtige Unterstützungskräfte ausgestellt. Die Entscheidung folgt den rechtlichen Verpflichtungen der USA als Gastgeberland des UN-Hauptquartiers. Das Außenministerium bestätigte, dass die genehmigte Gruppe kleiner ist als die Delegation, die im Vorjahr an der Versammlung teilnahm. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte die diplomatische Genehmigung.
In Übereinstimmung mit unseren Verpflichtungen als Gastgeberland wird die Kerndelegation des iranischen Regimes an der High-Level-Woche der UN-Generalversammlung teilnehmen können.
Strenge Reise- und Einkaufsbeschränkungen
Iranische Beamte, die New York City besuchen, werden während ihres Aufenthalts strengen Beschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit und ihrer kommerziellen Aktivitäten ausgesetzt sein. Das Außenministerium bestätigte, dass die besuchenden Diplomaten nach den geltenden Verwaltungsvorschriften strenge Verbote beim Kauf von Luxusgütern und anderen Handelswaren beachten müssen. Ähnliche Protokolle galten bei früheren UN-Zusammenkünften und regelten streng, wie weit sich iranische Diplomaten von ihrer Mission in Manhattan entfernen durften. Diese früheren Maßnahmen untersagten iranischen Mitarbeitern ausdrücklich den Einkauf bei Großhandelsmärkten wie Costco und Sam's Club. Washington hält an der offiziellen Einstufung Irans als staatlicher Unterstützer des Terrorismus fest und verhängt umfassende Wirtschaftssanktionen sowie jüngste Initiativen zur Unterbrechung der finanziellen Lebensadern des Landes.
Die Delegation wird Reisebeschränkungen unterliegen und darf unseren Richtlinien zufolge keine Luxusgüter und andere Waren kaufen. Die Delegation ist kleiner als im letzten Jahr.
Konfliktverlauf und regionale Pattsituation
Die Visumerteilungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem der militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran in den siebten Monat geht, nachdem der Krieg am 28. Februar 2026 ausgebrochen war. Die bilateralen Feindseligkeiten hatten sich nach gemeinsamen US- und israelischen Luftangriffen auf iranische Atomanlagen im Juni 2025 verschärft. Die derzeitige Konfrontation ist seit über sechs Monaten militärisch festgefahren, ohne dass unmittelbare Anzeichen für diplomatische Fortschritte bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus oder der Wiederaufnahme der Gespräche über das iranische Atomprogramm erkennbar sind. Gleichzeitig haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen ihre Angriffe auf saudische Infrastruktur und die Handelsschifffahrt im Roten Meer verstärkt. Diese Unterbrechungen entlang kritischer Seewege haben zu zusätzlichen logistischen Verzögerungen geführt und die globalen Rohölpreise in die Höhe getrieben.
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Verpflichtungen des Gastgeberlandes und diplomatischer Kontrast
Nach dem Gründungsvertrag für das UN-Hauptquartier in New York unterliegt das Gastgeberland strengen rechtlichen Grenzen, ausländische Staatschefs von der Teilnahme an offiziellen Sitzungen der Generalversammlung auszuschließen. Dennoch hat Washington in bestimmten historischen Fällen Visumanträge abgelehnt oder von der Teilnahme abgeraten, wenn es sich um ausländische Führungspersönlichkeiten handelte, die sich in aktiven militärischen Konflikten mit US-Streitkräften befanden. Die Genehmigung für die iranische Führung steht im Gegensatz zu Entscheidungen, die nur einen Tag zuvor in Bezug auf andere nahöstliche Delegationen getroffen wurden. Am Mittwoch, dem 16. September 2026, verweigerte das Außenministerium dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas und seiner Delegation die Einreisevisa. Präsident Pezeshkian und Außenminister Araghchi sollen nächste Woche zusammen mit anderen Staats- und Regierungschefs an den hochrangigen Sitzungen teilnehmen.

