
US-Verkehrsminister kritisiert Ford wegen chinesischer Technologieverbindungen und verzögerter Inlandsproduktion
Verkehrsminister Sean Duffy sandte einen formellen Brief an Ford-CEO Jim Farley wegen der Abhängigkeit des Unternehmens von Batterielizenzen von CATL und der gemeinsamen Produktion mit Geely.
Prüfung durch das Verkehrsministerium
Der US-Verkehrsminister Sean Duffy veröffentlichte am 8. September 2026 einen offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden der Ford Motor Company, Jim Farley, in dem er den Autobauer dafür verurteilte, sich auf chinesische Technologie zu stützen. In dem Brief erklärte Duffy, dass die jüngsten operativen Entscheidungen von Ford einen besorgniserregenden Trend für einen heimischen Hersteller darstellten, indem sie seine kommerziellen Aktivitäten mit staatlich gestützten Unternehmen in China verknüpften. Duffy argumentierte, dass die Abhängigkeit von ausländischen Komponenten und Fertigung im Ausland die Beschäftigungsaussichten für qualifizierte amerikanische Arbeiter beeinträchtige.
Duffy erklärte, dass die Vertiefung der Verbindungen zu ausländischen strategischen Wettbewerbern den bundesstaatlichen Zielen in Bezug auf Lieferkettenautarkie und wirtschaftliche Sicherheit zuwiderlaufe.
Wenn ein Unternehmen bewusst seine operativen Abhängigkeiten von strategischen Wettbewerbern vertieft, hört es auf, der verlässliche Partner zu sein, den die amerikanische Öffentlichkeit und das Verkehrsministerium benötigen.
Batterielizenzierung und Auslandspartnerschaften
Der Brief des Verkehrsministeriums konzentrierte sich auf mehrere spezifische kommerzielle Beziehungen zwischen Ford und chinesischen Automobilfirmen. Ein Hauptstreitpunkt ist Fords Nutzung lizenzierter Batterietechnologie von CATL in seiner BlueOval Battery Park-Anlage in Marshall, Michigan. Duffy verwies auch auf Fords Joint Venture mit Geely Auto im Werk Almussafes in Valencia, Spanien, bei dem Geely im Juli 2026 einen Anteil von 34 % erwarb, um bis zu fünf Fahrzeugmodelle zu montieren.
Die bundesstaatliche Bewertung vermerkte auch breitere kommerzielle Verbindungen zum chinesischen Autobauer BYD sowie Fords Entscheidung, die Rückverlagerung der Montage von Lincoln-Modellen aus chinesischen Fabriken in die Vereinigten Staaten auf 2030 zu verschieben. Duffy erklärte, dass von amerikanischen Automobilherstellern erwartet werde, technologische Autarkie anzustreben, anstatt sich auf Partnerschaften mit ausländischen Wettbewerbern zu verlassen.
- Ford vereinbart strategische Allianz mit Geely für einen 34%igen Anteil am Werk Almussafes in Spanien
- Das Weiße Haus lobt Ford für eine Investition von 3 Milliarden US-Dollar, die 1.700 Arbeitsplätze im Inland schafft
- Verkehrsminister Sean Duffy veröffentlicht einen Brief, in dem er Fords Verbindungen zu chinesischen Unternehmen kritisiert
- Zieljahr für die Rückverlagerung der Produktion von Lincoln-Modellen aus China in die Vereinigten Staaten
Ford verteidigt Inlandsgeschäfte
Ford wies die Behauptungen des Verkehrsministeriums zurück und bezeichnete die Kritik als unzutreffende Charakterisierung seines Geschäftsmodells. Der Autobauer erklärte, der Brief enthalte sachliche Fehler bezüglich seiner Produktionsvereinbarungen, und wies die öffentliche Veröffentlichung als Versuch zurück, Medienaufmerksamkeit zu erzeugen. Ford bekräftigte, dass es nach Stückzahl weiterhin der führende Automobilmontagebetrieb in den Vereinigten Staaten sei.
Mit Bezug auf die Batterieanlage in Michigan stellte Ford klar, dass seine Beziehung zu CATL strikt als begrenzte Technologie- und Dienstleistungslizenzvereinbarung strukturiert sei. Das Unternehmen betonte, dass ausländische Unternehmen keine Anteile an dem Standort in Marshall hielten, Ford das vollständige Eigentum behalte, die täglichen Fertigungsabläufe verwalte und die gesamte lokale Belegschaft beschäftige.
Wenn der Minister uns kontaktiert hätte, bevor er den Brief an die Medien herausgab, wären wir gerne bereit gewesen, weitere Einzelheiten zu Fords Engagement für die Vereinigten Staaten zu liefern.
Regulatorischer Hintergrund und Inlandsinvestitionen
Die Reibung folgt auf eine breitere bundesstaatliche Prüfung chinesischer Automobiltechnologie unter der Regierung von Donald Trump, einschließlich früherer regulatorischer Maßnahmen, die den Verkauf von Elektrofahrzeugen des zu Geely gehörenden Polestar in den Vereinigten Staaten blockierten. Bundesbeamte haben den Druck auf heimische Autobauer aufrechterhalten, die technologische Integration mit chinesischen Zulieferern im gesamten Elektromobilitätssektor einzuschränken.
In seiner Verteidigung verwies Ford auf kürzliche Inlandsfertigungsverpflichtungen, die von Bundesbeamten anerkannt wurden. Im August 2026 lobte das Weiße Haus das Unternehmen für eine Fertigungsinvestition von 3 Milliarden US-Dollar, die voraussichtlich 1.700 Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten schaffen werde. Ford argumentierte, dass diese Expansion seine Übereinstimmung mit den inländischen Industriezielen zeige, trotz der bundesstaatlichen Kritik an seinen internationalen Lizenzvereinbarungen.


