
USA und Iran stellen Feindseligkeiten ein, planen Gespräche in Katar am Dienstag nach Eskalation in der Meerenge
Nach einem Feuergefecht am Wochenende, das die brüchige 11-tägige Waffenruhe gefährdete, einigten sich die USA und Iran darauf, die kinetischen Aktivitäten einzustellen. Sie werden sich am 30. Juni in Katar treffen, um den Streit über die strategische Wasserstraße beizulegen.
Eine fragile Waffenruhe auf dem Prüfstand
Die am 17. Juni in Islamabad unterzeichnete Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran verpflichtete den Iran, die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus zu gewährleisten, und die USA, ihre Blockade iranischer Häfen im Golf aufzuheben. Doch bereits elf Tage später geriet die Waffenruhe am Wochenende massiv unter Druck, als beide Seiten nahe der Meerenge das Feuer eröffneten und sich gegenseitig Verstöße gegen die Vereinbarung vorwarfen.
Ich habe erwogen, den Krieg wieder aufzunehmen, um die Sache zu Ende zu bringen, und der Iran würde aufhören zu existieren.
Die Eskalation am Wochenende
Die jüngste Eskalation, über die am 28. Juni berichtet wurde, wurde durch unterschiedliche Auslegungen des Abkommens ausgelöst, insbesondere hinsichtlich der Kontrolle über die Meerenge. Die Gewalt veranlasste US-Präsident Donald Trump zu weiteren militärischen Drohungen und der Warnung, dass der Iran „aufhören würde zu existieren“, falls er eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten anordnen sollte.
Pause und Doha-Treffen
Am 29. Juni teilte ein hochrangiger US-Vertreter Axios mit, dass beide Seiten beschlossen hätten, „vorerst“ alle kinetischen Aktivitäten einzustellen, und dass Handelsschiffe sich wieder frei bewegen könnten. Ein zweiter US-Vertreter bestätigte die Deeskalation, und drei Quellen zufolge werden US-amerikanische und iranische Delegationen am 30. Juni in Doha, Katar, zusammentreffen, um den Streit um die Meerenge beizulegen. Nick Stewart, Leiter des US-amerikanischen Technikteams, wird voraussichtlich teilnehmen.
Wir haben beschlossen, alle kinetischen Aktivitäten einzustellen.
Die Hotline und vorherige Gespräche
Während der Verhandlungen in der Schweiz letzte Woche einigte sich US-Vizepräsident J.D. Vance mit dem Iran auf die Einrichtung einer Hotline zwischen dem US-Militär und den Revolutionsgarden zur Koordinierung des Verkehrs in der Straße. Bis Samstag war die Leitung jedoch noch nicht betriebsbereit. Die Gespräche in der Schweiz, die ursprünglich auf das iranische Atomprogramm ausgerichtet waren, wurden nach der Eskalation verlegt und auf die Straße von Hormus fokussiert.
Der weitere Weg
Ein hochrangiger Regierungsvertreter der USA erklärte, die technischen Gespräche zur Umsetzung des Abkommens seien „auf Kurs“ und nichts sei abgesagt. Die nach dem Gipfel von Luzern aktivierten Deeskalationskanäle blieben offen, doch beide Seiten haben davor gewarnt, dass erneute Verstöße die Diplomatie vollständig beenden könnten.
- Absichtserklärung zwischen USA und Iran in Islamabad unterzeichnet, in der die Bedingungen für die Wiederöffnung der Straße festgelegt werden.
- Feuergefecht nahe der Straße von Hormus, während beide Seiten sich gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vorwerfen.
- USA und Iran vereinbaren, kinetische Aktivitäten 'vorerst' einzustellen und Handelsschiffen freie Fahrt zu ermöglichen.
- US-amerikanische und iranische Delegationen treffen sich in Doha, Katar, um den Streit beizulegen und die technischen Gespräche fortzusetzen.

