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Konflikte·gestern

USA und Iran liefern sich Angriffe in der Straße von Hormuz – Waffenruhe auf dem Prüfstand, Kuwait in den Konflikt hineingezogen

Die Vereinigten Staaten und der Iran haben sich gegenseitig beschuldigt, eine monatelange Waffenruhe gebrochen zu haben, nachdem es in der Nacht zu einer Serie von Vergeltungsschlägen nahe der Straße von Hormuz kam. Iranische Raketen trafen Kuwait, die Ölpreise stiegen sprunghaft an.

Eine Nacht der Eskalation

Über Nacht brachen Feindseligkeiten aus, als US-Streitkräfte eine iranische Drohnenkontrollstation in der südlichen Hafenstadt Bandar Abbas angriffen – ein Schritt, den Washington als defensive Maßnahme zum Schutz von Handels- und Militärschiffen bezeichnete. Das US-Militär gab an, vier iranische Angriffsdrohnen abgeschossen und den Start einer fünften und später einer sechsten Drohne von der Bodenstation aus verhindert zu haben. Die Angriffe erfolgen Stunden, nachdem Präsident Donald Trump Berichte über einen Kompromiss mit Teheran zur Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße zurückgewiesen hatte.

Irans Vergeltung und Kuwaits Verwicklung

Als Reaktion darauf gab die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) bekannt, sie habe den US-Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen, von dem der Angriff auf Bandar Abbas gestartet worden war, ohne zunächst dessen Standort zu nennen. Der mit den USA verbündete Golfstaat Kuwait, der eine bedeutende US-Militärpräsenz beherbergt, meldete daraufhin, dass seine Luftabwehr auf eingehende Raketen- und Drohnenangriffe reagiere. Das US-Zentralkommando bestätigte, dass kuwaitische Streitkräfte erfolgreich eine iranische ballistische Rakete abgefangen hätten, und bezeichnete den Angriff als „eklatanten Bruch der Waffenruhe."

Der Raketenangriff war ein eklatanter Bruch der Waffenruhe.

U.S. Central Command

Widersprüchliche Darstellungen der Waffenruhe

Der Schlagabtausch markierte den schwerwiegendsten Verstoß gegen die seit Anfang April geltende Waffenruhe, die nach dem Ausbruch des Krieges am 28. Februar mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran in Kraft getreten war. Beide Seiten stellten ihr Handeln als defensiv dar. Ein US-Vertreter, der anonym bleiben wollte, bestand darauf, dass die Angriffe „maßvoll, rein defensiv und auf die Aufrechterhaltung der Waffenruhe ausgerichtet" seien. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, konterte, indem er die US-Angriffe als wiederholte „Verstöße" gegen die Waffenruhe bezeichnete und das Recht Irans auf Selbstverteidigung bekräftigte.

Die Islamische Republik wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ihre nationale Souveränität zu verteidigen.

Diplomatische Bemühungen in Gefahr

Die Gewalt belastet die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts zusätzlich. Diese werden durch Meinungsverschiedenheiten über Irans Atomprogramm, Sanktionserleichterungen und die Kontrolle der Straße von Hormuz erschwert. Trump äußerte bei einer Kabinettssitzung seine Zuversicht, dass er nicht unter Druck stehe, einen Deal abzuschließen, während ein von Handelsblatt zitierter Insider einschätzte, ein erneuter Krieg sei aufgrund fehlender Kompromissbereitschaft „unvermeidlich." Regionale Vermittler, darunter Pakistan, haben versucht, einen dauerhaften Frieden auszuhandeln.

Zeitleiste der Eskalation vom 28. Mai
  1. Iran startet nach Angaben US-amerikanischer Vertreter vier Angriffsdrohnen in Richtung US-amerikanischer und ziviler Schiffe in der Straße von Hormuz.
  2. US-Kampfjets schießen die vier Drohnen ab und greifen eine Bodenkontrollstation in Bandar Abbas an, wodurch ein fünfter Start verhindert wird.
  3. In der Nähe von Bandar Abbas werden Explosionen gemeldet; die iranische Luftabwehr wird aktiviert.
  4. Irans IRGC revanchiert sich durch Angriffe auf einen US-Luftwaffenstützpunkt, der sich später als in Kuwait befindlich herausstellt.
  5. Kuwaitische Luftabwehr fängt eine iranische ballistische Rakete ab; US-Centcom verurteilt den Angriff.

Wirtschaftliche und regionale Folgen

Die Ölpreise erholten sich stark: US-Rohöl-Futures legten um mehr als 3 Prozent zu, nachdem sie am Vortag um 5 Prozent gefallen waren, da die Eskalation die globalen Energieversorgung bedroht. Der Konflikt hat auch in der Region Wellen geschlagen; Israel meldete feindliche Luftaktivitäten im Norden im Zuge der anhaltenden Kämpfe mit der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon, und iranische Streitkräfte gaben Warnschüsse auf vier Schiffe ab, die versuchten, die Straße von Hormuz ohne Genehmigung zu passieren.

Wir machen das seit ein paar Monaten. Vietnam dauerte 19 Jahre. Korea dauerte acht.

Bandar Abbas · Kuwait-Stadt · Washington, D.C.

8 Quellen

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