Konflikte · Washington, Teheran und Bandar Abbas
Trump setzt Iran-Angriffe für Gespräche aus, Pakistan warnt vor Bodenoffensive
Nach 13 Tagen US-Luftangriffen ordnete Präsident Trump am Freitag, den 24. Juli, eine Pause an, um der Diplomatie um die Straße von Hormus eine Chance zu geben. Der Iran bestreitet, dass Gespräche stattfinden, während der pakistanische Geheimdienst eine wachsende Wahrscheinlichkeit einer begrenzten US-Bodenoffensive sieht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Handelsblatt, N-tv, SRF News und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Am Freitag, den 24. Juli, stoppte Präsident Trump 13 Tage andauernde US-Luftangriffe auf den Iran und erklärte, er befinde sich in 'sehr tiefgreifenden Verhandlungen', vermittelt durch Pakistan und Katar, warnte aber vor erneuter Gewalt, falls die Gespräche scheitern.
Außenamtssprecher Esmaeil Bakaei erklärte am 27. Juli, dass keine Verhandlungen stattfinden, und bezeichnete Berichte über ein iranisches Ersuchen um ein Treffen als 'Erfindungen'.
Der pakistanische Geheimdienst geht nach Sicherheitskreisen davon aus, dass Trump militärische Warnungen ignorieren und eine begrenzte Küsteninvasion starten könnte, basierend auf militärischen Beobachtungen.
Brent-Rohöl fiel um fast 8 % auf 89,12 Dollar/Barrel, und WTI gab um fast 7 % auf 83,21 Dollar nach am 27. Juli, als die Märkte auf die Einstellung der Feindseligkeiten reagierten.
17 Schiffe zur Umkehr gezwungen, zwei geentert und zwei außer Gefecht gesetzt seit der Eskalation; sowohl der Iran als auch die USA halten Blockaden aufrecht und würgen eine wichtige Öltransitroute ab.
Vizepräsident Vance und General Caine warnten vor schwindenden Patriot-Raketenbeständen und möglichen zivilen Opfern, aber Trump bestand darauf, dass die Munition reichlich vorhanden sei.

- 24.07.Trump setzt US-Luftangriffe auf den Iran aus, nach Anraten der Vermittler Katar und Pakistan
- 27.07.Ölpreise fallen stark; Iran bestreitet laufende Verhandlungen, sagt, die Straße von Hormus bleibe geschlossen
Eine ausgehandelte Pause
Nach 13 Tagen Luftangriffen stoppte Präsident Donald Trump am Freitag, den 24. Juli, die US-Militäroperationen gegen den Iran und gewährte der Vermittlung ein schmales Zeitfenster. Gegenüber Axios sagte er, die beiden Seiten befänden sich in „sehr tiefgreifenden Verhandlungen“, warnte aber, er werde ihnen „nicht viel Zeit“ für einen Erfolg lassen. Die Entscheidung sei auf Anraten Katars und Pakistans gefallen.
„Wir befinden uns in sehr tiefgreifenden Verhandlungen mit dem Iran. Wenn sie nicht einlenken, werden wir wieder sehr starke militärische Gewalt anwenden.“
Am Montag widersprach der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, Trumps Darstellung rundheraus. Er sagte, Vermittler könnten Botschaften über regionale Entwicklungen übermitteln, betonte jedoch, dass keine Gespräche stattfänden. Bakaei wies die Behauptung, der Iran habe um ein Treffen gebeten, als „Erfindungen, die die andere Seite von Zeit zu Zeit verbreitet“, zurück.
„Derzeit stehen wir jedoch in keinerlei Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten.“
Iranische Streitkräfte erklärten, auch sie hätten ihre „Vergeltungs“-Angriffe über das Wochenende eingestellt, doch Bakaei bestand darauf, dass die separaten bilateralen Gespräche mit Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus nicht Washington betreffen und die Wasserstraße weiterhin „geschlossen“ sei.
Pakistan warnt vor Bodenoffensive
Pakistanische Geheimdienste gehen davon aus, dass eine begrenzte US-Bodenoffensive gegen iranische Küstengebiete zunehmend wahrscheinlich wird, sagten Sicherheitskreise in Islamabad der dpa. Die Einschätzung, die auf militärischen Beobachtungen beruht, deutet darauf hin, dass Trump die Warnungen seines eigenen Militärs ignorieren und eine Bodeninvasion anordnen könnte. Pakistan hat zusammen mit Katar neue Vorschläge zwischen den Gegnern übermittelt, wobei der Iran einen dauerhaften Waffenstillstand fordert und eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe ablehnt.
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Amir Akraminia, sagte, das Militär sei für jeden Bodenangriff bereit. Experten halten eine Invasion für äußerst gefährlich: US-Soldaten wären Raketen- und Drohnenangriffen ausgesetzt, ohne den Schutz von Stützpunkten in den Golfstaaten. Die Denkfabrik IISS schätzt, dass der Iran etwa 610.000 aktive Soldaten und Paramilitärs sowie 350.000 Reservisten hat.
Straße von Hormus und Ölmärkte
Die Wasserstraße, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, bleibt weitgehend lahmgelegt. Das US-Militärkommando CENTCOM berichtete, dass seit der jüngsten Eskalation 17 Schiffe zur Umkehr gezwungen, zwei geentert und zwei weitere außer Gefecht gesetzt wurden. Der Iran hat Schiffe gestoppt, und die USA verhängten eine eigene Blockade.
Die Nachricht von der Pause ließ die Rohölpreise am Montag einbrechen: Brent fiel um fast 8 % auf 89,12 Dollar pro Barrel, während West Texas Intermediate um fast 7 % auf 83,21 Dollar nachgab und damit auf den stärksten Tagesrückgang seit mehr als zwei Monaten zusteuerte, so Reuters. Analysten warnten, dass Versorgungsunterbrechungen die Preise wahrscheinlich hoch halten würden.
Interne US-Bedenken
CNN berichtete, dass Vizepräsident JD Vance und General Dan Caine, der ranghöchste US-Militär, Alarm wegen Eskalationsrisiken schlugen. Caine verwies auf schwindende Bestände an Patriot-Luftabwehrraketen, unter anderem weil die Regierung des ehemaligen Präsidenten Joe Biden sie in die Ukraine geschickt hatte. Trump entgegnete, die USA hätten reichlich Munition und die Produktion werde hochgefahren.
„Wir haben eine Menge Munition, verschiedene Typen – mehr, als wir jemals verbrauchen könnten.“
In dem Treffen wurde auch die Gefahr ziviler Opfer thematisiert, nachdem Trump zuvor gedroht hatte, Brücken, Straßen und Kraftwerke im Iran anzugreifen.
Regionale Auswirkungen
Die Spannungen strahlen über den Golf hinaus aus. Saudi-Arabien erklärte, es habe aus dem Irak abgefeuerte Drohnen abgefangen, und Israel schoss am Wochenende zwei Drohnen nahe seiner Grenze zu Jordanien ab, was die durch den US-Iran-Konflikt ausgelöste größere Instabilität unterstreicht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- HandelsblattIran-Krieg: Trump: Angriffspause im Iran für Verhandlungen
- N-tvTrotz Warnung durch Militär: Trump erwägt offenbar US-Bodenoffensive im Iran
- SRF NewsKrieg im Nahen Osten - Bericht: Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive im Iran
- Bayerischer RundfunkNahost-Ticker: Pakistan vermutet US-Bodenoffensive im Iran
- Donald Trump
- US-Präsident, der die Luftangriffe auf den Iran aussetzte und behauptete, es fänden tiefgreifende Verhandlungen statt.
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der Bedenken hinsichtlich Eskalation und Munitionsknappheit äußerte.
- Dan Caine
- Höchster US-Militär, der vor schwindenden Patriot-Raketenbeständen warnte.
- Joe Biden
- Ehemaliger US-Präsident, dessen Regierung Patriot-Raketen in die Ukraine schickte, was zur Belastung der Bestände beitrug.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen