
US-Streitkräfte greifen IRGC-Ziele im Süden des Iran nach Angriffen in der Straße von Hormus an
Das US-Zentralkommando hat am 1. September 2026 Angriffe auf Stellungen der Revolutionsgarden nahe der Straße von Hormus durchgeführt, nach iranischen Attacken auf die Handelsschifffahrt und regionale US-Streitkräfte.
Centcom startet Angriffe auf Stellungen der Revolutionsgarden
Das US-Militär begann am Dienstag, dem 1. September 2026, neue Angriffe auf Ziele im Iran, nachdem die regionalen Feindseligkeiten nach einer vierwöchigen Ruhepause wieder aufgenommen wurden. Das US-Zentralkommando gab die Militäraktion in einer auf dem sozialen Netzwerk X veröffentlichten Erklärung um 12:00 Uhr Eastern Time bekannt, was 18:00 Uhr in Westeuropa entspricht. Die Operation am Dienstag folgte auf Angriffe am Vortag und stellte den zweiten aufeinanderfolgenden Tag amerikanischer Bombardierungen auf Stellungen der Revolutionsgarden dar. Centcom erklärte, die Operation sei als direkte Reaktion auf jüngste Aktionen der Revolutionsgarden gegen Handelsschiffe in der Straße von Hormus sowie auf anhaltende Bedrohungen gegen in der Region stationierte US-Soldaten durchgeführt worden.
Heute um 12:00 Uhr begannen US-Streitkräfte mit Angriffen auf Ziele der Islamischen Revolutionsgarden im Iran als Reaktion auf jüngste Angriffe der Revolutionsgarden auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und auf in der Region stationierte US-Soldaten.
Explosionen in südlichen Küstenregionen des Iran gemeldet
Wenige Minuten nach der Centcom-Ankündigung bestätigte das iranische Staatsfernsehen, dass es im gesamten Süden des Landes zu mehreren Explosionen kam. Berichte der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr deuteten darauf hin, dass Detonationen östlich der Hafenstadt Bandar Abbas sowie in der Nähe der Insel Qeschm nahe der Straße von Hormus zu hören waren. Weiter östlich entlang der Küste des Golfs von Oman bestätigten lokale Behörden Einschläge in der Provinz Sistan und Belutschistan. Der stellvertretende Gouverneur der Provinz gab bekannt, dass vier Geschosse in den Küstenstädten Tschahbahar und Konarak eingeschlagen seien, und bestätigte damit physische Einschläge entlang der südlichen Meeresgrenze des Iran.
- Der Nahostkonflikt beginnt und verursacht einen Rückgang des Handelsverkehrs durch die Straße von Hormus.
- US-Streitkräfte bombardieren Abschussvorrichtungen auf einer iranischen Insel und beenden damit eine einmonatige Angriffspause.
- Der Iran feuert Raketen und Drohnen auf US-Militärstützpunkte in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
- Centcom beginnt Angriffe auf Stellungen der Revolutionsgarden im Süden des Iran.
Eskalationsverlauf und diplomatischer Austausch
Die Militäraktion am Dienstag folgte auf eine Reihe von Vergeltungsschlägen zwischen Washington und Teheran, die eine vierwöchige Pause der direkten Angriffe beendeten. Am Sonntag, dem 30. August, führten US-Streitkräfte Luftangriffe auf Abschussvorrichtungen auf einer iranischen Insel durch, die ersten US-Angriffe auf iranisches Territorium seit einem Monat. Der Iran reagierte auf die Angriffe auf die Insel mit dem Abfeuern von Raketen und unbemannten Drohnen auf US-Militärstützpunkte in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach diesem Vergeltungsschlag erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian, seine Regierung strebe keine Fortsetzung des Krieges an, obwohl iranische Streitkräfte Angriffe auf US-Einrichtungen in der Region ausführten.
Strategischer Kontext und wirtschaftliche Maßnahmen
US-Präsident Donald Trump reagierte auf Teherans Raketen- und Drohnenangriffe mit der Ankündigung von Vergeltungsmaßnahmen gegen iranische Interessen, was direkt zu der neuen Bombardierungsrunde führte. Die US-Regierung schloss jedoch vorerst die Wiederaufnahme einer massiven Militäroperation gegen iranisches Territorium aus. Neben gezielten kinetischen Aktionen gegen die Infrastruktur der Revolutionsgarden kündigte Washington Pläne für eine wirtschaftliche Druckkampagne mit dem Ziel der finanziellen Erdrosselung des Iran an, wobei spezifische sektorale Ziele und Durchsetzungsdetails noch zu definieren sind. Die Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus, einen essenziellen Transitkorridor für den internationalen Erdölhandel, ist seit dem Ausbruch der regionalen Kriegshandlungen am 28. Februar 2026 stark zurückgegangen.


