
Bielsa übernimmt Verantwortung für Verletzungen bei Uruguay nach Flugverspätung vor WM-Auftakt
Verletzungen wichtiger Spieler und eine flugbedingte Verzögerung aufgrund von bürokratischen Problemen erschweren Uruguays Vorbereitung auf das WM-Auftaktspiel am Montag gegen Saudi-Arabien in Miami. Trainer Marcelo Bielsa betont, dass alle medizinischen Protokolle eingehalten wurden, während sein saudi-arabischer Kollege Georgios Donis eine aggressive Spielweise ankündigt.
Verletzungssorgen und Bielsas Reaktion
Vor dem Auftaktspiel der Gruppe H am Montag gegen Saudi-Arabien im Hard Rock Stadium hat Uruguay mit einer Reihe von Verletzungen zu kämpfen. Verteidiger Ronald Araujo erlitt im Training einen Muskelriss und reiht sich damit in die Liste der Verletzten ein, auf der bereits Jose Maria Gimenez (Knöchel) und Giorgian de Arrascaeta (Wade) stehen. Trainer Marcelo Bielsa, der sich am Sonntagabend vor der Presse äußerte, verteidigte die Arbeit seines medizinischen Teams, übernahm jedoch die Verantwortung.
Ein Muskelriss während der Erholung und Vorbereitung muss zwangsläufig als Fehler interpretiert werden. Was die Frage betrifft, ob wir nicht alle notwendigen Maßnahmen zur Vorbeugung ergriffen haben: Wir haben absolut alle notwendigen Maßnahmen ergriffen.
Bielsa verglich die Genesungsprozesse von Gimenez und Arrascaeta und betonte, dass alle Entscheidungen unter Einbeziehung der Spieler und ihrer Vereinsärzte getroffen wurden. Er bestätigte, dass Uruguay trotz der Rückschläge an seinem charakteristischen offensiven und ballbesitzorientierten Stil festhalten werde.
Reiseunterbrechung
Die Reise Uruguays vom Trainingslager in Cancún nach Miami wurde am Sonntag laut FIFA durch einen Fehler bei der Flugerlaubnis verzögert. Die Mannschaft musste mehrere Stunden warten. Bielsa tat die Bedenken ab: „Der Flug hat keine Probleme verursacht.“
Verteidiger Gimenez erklärte, das Team habe die Verzögerung zur Erholung genutzt. Die Unterbrechung erzwang die Absage einer geplanten Pressekonferenz, doch Bielsa und Gimenez sprachen schließlich im Hard Rock Stadium.
- Uruguay absolviert letztes Training in Cancún
- Flug von Cancún nach Miami aufgrund eines Fehlers bei der Flugerlaubnis verspätet
- Bielsa und Gimenez halten nachgeholte Pressekonferenz im Hard Rock Stadium
- Saudi-Arabiens Trainer Donis äußert sich vor der Presse in Miami
- Auftaktspiel der Gruppe H: Uruguay gegen Saudi-Arabien beginnt um Mitternacht
Saudi-Arabiens Ambitionen
Saudi-Arabiens Trainer Georgios Donis betonte, dass sein Team nicht passiv auftreten werde. Er unterstrich die Bereitschaft, den Gegner unter Druck zu setzen, zu kontern und Chancen zu kreieren, wobei er sich auf den berühmten Sieg Saudi-Arabiens gegen Argentinien im Jahr 2022 berief. Donis merkte an, dass die Konfrontation mit Weltstars wie Cristiano Ronaldo und Karim Benzema in der Saudi Pro League jegliche Einschüchterung beseitigt habe.
Wir bereiten eine Mannschaft vor, die mit Selbstvertrauen spielen wird. Wir sind bereit, unseren Gegner unter Druck zu setzen. Wir sind bereit, eine organisierte Defensive zu spielen. Wir sind bereit, zu kontern.
Er räumte ein, dass das siebenwöchige Vorbereitungsfenster seit seiner Ernennung kurz gewesen sei, sagte aber, dass sein Kader seine Philosophie schnell verinnerlicht habe.
Uruguays Umbruch
Uruguay geht ohne die zurückgetretenen Stürmer Luis Suárez und Edinson Cavani in das Turnier. Die Last im Angriff liegt nun auf Darwin Nunez von Liverpool (13 Tore in 36 Länderspielen) und dem Mittelfeldspieler von Real Madrid, Federico Valverde, der das Team antreiben soll. Zum ersten Mal spielen alle 26 Kaderspieler bei Vereinen außerhalb Uruguays. Voraussichtliche Aufstellungen deuten auf ein 4-3-3 mit Valverde, Ugarte und Bentancur im Mittelfeld hin.
Das Spiel beginnt um Mitternacht Ortszeit in Miami, während die Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada fortgesetzt wird. Zur Gruppe H gehören außerdem Spanien und Kap Verde.


