
Spanien schlägt Uruguay 1:0, Muslera-Patzer wirft zweimaligen Weltmeister aus der WM-Vorrunde
Ein harmloser Schuss von Alex Baena rutschte Fernando Muslera durch die Handschuhe, bescherte Spanien einen 1:0-Sieg gegen Uruguay und warf den zweimaligen Weltmeister in der Vorrunde der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 aus dem Turnier.
Entscheidung in der Gruppe H
Spanien und Uruguay gingen am 27. Juni mit unterschiedlichen Voraussetzungen in das letzte Spiel der Gruppe H. Spanien brauchte nach einem überraschenden 0:0 gegen Debütant Kap Verde und einem 4:0-Sieg gegen Saudi-Arabien einen Punkt für den Gruppensieg. Uruguay, das vier Weltmeistersterne auf dem Trikot trug, hatte nur zwei torlose Unentschieden geholt und wusste, dass nur ein Sieg das Überleben garantieren würde. Beide Teams trafen in einer angespannten und qualitativ schwachen Begegnung in den frühen Morgenstunden aufeinander.
Musleras kostspieliger Moment
Die Partie bot bis zu den Schlussminuten der ersten Halbzeit nur wenige klare Chancen. In der 42. Minute flankte Marcos Llorente von der rechten Seite, Alex Baena nahm den Ball an, drehte sich und gab einen harmlosen Schuss aus etwa 13 Metern ab. Der Ball flog zentral aufs Tor, und der 40-jährige Torhüter Fernando Muslera bekam beide Hände dran, ließ ihn aber durch die Finger ins Netz rollen. Es war das Tor, das die Seiten trennte.
Eine seltene Auswechslung zur Halbzeit
Musleras Fehler setzte ein schwieriges Turnier für den Routinier fort, der auch schon beim Auftakt-Unentschieden Uruguays gegen Kap Verde verschuldet hatte. Cheftrainer Marcelo Bielsa reagierte entschlossen: Muslera kam in der zweiten Halbzeit nicht mehr zurück, ersetzt durch Sergio Rochet. Nur einmal zuvor in der WM-Geschichte war ein Torhüter aus nicht-verletzungsbedingten Gründen in der Pause ausgewechselt worden, als Boris Michailow aus Bulgarien 1994 nach vier Gegentoren in der ersten Hälfte den Platz verließ.
- Oyarzabals frühe Chance trifft Außennetz nach Bentancur-Ballverlust
- Unai Simón verschätzt sich bei einem Flugball, aber die Abwehr klärt
- TOR Spanien: Alex Baenas harmloser Schuss rutscht Muslera durch die Hände
- Halbzeit: Bielsa wechselt Muslera für Rochet aus
- Ferran Torres trifft aus kurzer Distanz die Latte
- Rote Karte: Canobbio nach brutalem Foul vom Platz
Kap Verdes Märchen
Während Spanien an seiner Führung festhielt, endete das Parallelspiel zwischen Kap Verde und Saudi-Arabien 0:0. Dieses Ergebnis brachte Kap Verde drei Punkte aus drei Unentschieden, während Uruguay bei zwei Punkten blieb. Spanien gewann die Gruppe mit sieben Punkten ohne Gegentor. Kap Verde, Debütant mit Torhüter Vozinha zwischen den Pfosten, zog als Zweiter ins Achtelfinale ein. Uruguay, trotz einer Vergangenheit mit 15 Copa-América-Titeln und berühmten Namen wie Federico Valverde und Darwin Núñez, verließ das Turnier ohne einen einzigen Sieg.
- Spanien
- 7 Punkte
- Kap Verde
- 3 Punkte
- Uruguay
- 2 Punkte
- Saudi-Arabien
- 1 Punkte
Spanien verwaltet das Spiel
Luis de la Fuentes Spanien verlangsamte nach der Pause bewusst das Tempo, priorisierte Ballbesitz und verwehrte Uruguay klare Torchancen. Ferran Torres kam dem Ausbau der Führung am nächsten, als er spät den Querbalken traf. Uruguays Frustration kochte tief in der Nachspielzeit über, als Agustín Canobbio ein brutales Foul startete und in der 95. Minute die Rote Karte sah. Der Schlusspfiff bestätigte Spanien als Gruppensieger, während Uruguays Kampagne in Verbitterung endete.


