Sicherheit · Härnösand und Kramfors
Schwedisches Gericht verurteilt Mann zu 4 Jahren und 5 Monaten, weil er seine Frau zur Prostitution mit 120 Männern zwang
Ein 61-jähriger Mann in Nordschweden wurde zu vier Jahren und fünf Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem ein Gericht festgestellt hatte, dass er seine Frau über einen Zeitraum von drei Jahren gezwungen hatte, mindestens 120 Männern sexuelle Dienste zu leisten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von lastampa.it, Courrier international, Le Figaro.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der Mann wurde der schweren Kuppelei, des versuchten Vergewaltigung, der Körperverletzung, der rechtswidrigen Drohung und eines Dopingvergehens für schuldig befunden und zu 4 Jahren und 5 Monaten Gefängnis verurteilt.
Das Gericht sprach ihn von acht Vergewaltigungs- und drei versuchten Vergewaltigungsvorwürfen frei und erklärte, es könne nicht nachweisen, dass die Handlungen unfreiwillig waren, oder in einem Fall nicht feststellen, was passiert sei.
Ab 2022 isolierte er seine Frau, versetzte sie in Drogenabhängigkeit, setzte Überwachungskameras ein und drohte mit Gewalt, um sie zu sexuellen Begegnungen mit mindestens 120 Männern zu zwingen.
Von den 29 angeklagten Männern wurden 28 wegen des Kaufs sexueller Dienstleistungen verurteilt; zwei erhielten Haftstrafen, die übrigen Geldstrafen oder Bewährung.
- April 2026Prozessbeginn in Härnösand; Staatsanwalt schildert das Missbrauchsmuster.
- Mai 2026Anhörung endet Ende Mai.
- 16.06.Gericht verurteilt ihn wegen mehrerer Anklagepunkte, spricht ihn von Vergewaltigungsvorwürfen frei.
Der Prozess
Ein Bezirksgericht in Härnösand an der schwedischen Ostküste verkündete das Urteil am Dienstag nach einem 19-tägigen Prozess. Der Angeklagte, von der Zeitung Expressen als Tomas Runsten identifiziert, ein 61-jähriges ehemaliges Mitglied des Hells Angels Motorradclubs, befand sich seit Oktober 2025 in Untersuchungshaft, als seine Frau von ihrem abgelegenen Bauernhof floh und ihn bei der Polizei anzeigte.
Das Gericht verurteilte ihn wegen schwerer Kuppelei (erschwerter Zuhälterei), eines versuchten Vergewaltigungsdelikts, zweier Körperverletzungsdelikte, sechsfacher rechtswidriger Drohung und eines geringfügigen Dopingvergehens. Es ordnete außerdem an, dass er seiner Frau Schadensersatz in Höhe von 200.000 Kronen (21.300 US-Dollar) zahlen muss.
„Der Mann beeinflusste und zwang seine Frau, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen, diese online zu übertragen, zusätzliche Sexkäufer zu empfangen und zu versuchen, Nachbarn und Kunden zu überreden, mit ihr Sex zu haben. In vielen Fällen geschah dies auch durch anhaltendes Nörgeln und die Verwendung unangenehmer und herablassender Sprache.“
Die Freisprüche
Die Staatsanwaltschaft hatte eine zehnjährige Haftstrafe gefordert und ihn wegen achtfacher Vergewaltigung und dreifachen versuchten Vergewaltigung angeklagt, doch das Gericht wies diese Anklagepunkte ab. In sieben Fällen konnte es nicht nachweisen, dass die Teilnahme der Frau unfreiwillig war; im achten Fall waren die spezifischen sexuellen Handlungen unklar.
Der Missbrauch
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft begann der Mann 2022, seine Frau zur bezahlten Sexarbeit zu zwingen. Die Käufer reisten aus dem ganzen Land zum abgelegenen Haus des Paares in Kramfors. Er machte sie von Drogen und Alkohol abhängig, setzte Überwachungskameras ein, um sie zu kontrollieren, und drohte, sie zu töten, Benzin über sie zu gießen und ihr die Finger abzuschneiden. Die Frau kannte einen toten Winkel in der Kamerakonfiguration und nutzte ihn zur Flucht, bevor sie die Polizei rief. Der Mann soll mit dem System mehr als 500.000 Kronen (46.000 Euro) verdient haben.
„Er drohte ihr, dass, wenn sie ihn verärgere, 'das Monster freigelassen würde'.“
Die Käufer
29 Männer wurden wegen des Kaufs sexueller Dienstleistungen angeklagt; 28 wurden wegen insgesamt 56 Anklagepunkten verurteilt. Zwei von ihnen erhielten Haftstrafen, während die übrigen mit Geldstrafen oder Bewährung davonkamen. In Schweden ist der Kauf von Sex illegal, der Verkauf jedoch nicht, wobei Sexarbeiterinnen als ausgebeutete Opfer behandelt werden.
Internationale Parallelen
Der Fall hat Parallelen zu dem von Dominique Pelicot in Frankreich gezogen, der verurteilt wurde, seine Frau Gisèle unter Drogen gesetzt und anderen Männern erlaubt zu haben, sie über neun Jahre hinweg zu vergewaltigen. Der Vergleich hat in Schweden eine Debatte über die Behandlung sexueller Nötigung und die Angemessenheit von Strafen ausgelöst.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- lastampa.itUn caso Pelicot in Svezia: costringe la moglie a rapporti con 120 uomini, marito condannato a 4 anni
- Courrier internationalLa Suède et son "affaire Pélicot" : le verdict montre qu'il y a "encore beaucoup à faire
- Le Figaro.frSuède : 4 ans et 5 mois de prison pour avoir prostitué son épouse auprès de plus d'une centaine d'hommes
- AP NEWSSwedish court imprisons man convicted of selling sex with his wife
- Tomas Runsten
- 61-jähriges ehemaliges Hells-Angels-Mitglied, verurteilt wegen Zwangsprostitution seiner Frau
- Johan Ahlberg
- Vorsitzender Richter am Bezirksgericht Härnösand
- Ida Annerstedt
- Staatsanwältin in dem Fall
- Dominique Pelicot
- Franzose, in einem ähnlichen Nötigungsfall verurteilt, der mit dem schwedischen Verfahren verglichen wurde
- Gisèle Pelicot
- Opfer im Pelicot-Fall in Frankreich, der als Parallele angeführt wurde
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