Urszula Tauer, Kurierin der Heimatarmee und Warschauer Aufständische, stirbt mit 105 Jahren
Oberst Urszula Tauer, eine Kurierin der polnischen Heimatarmee, die am Warschauer Aufstand teilnahm und Missionen ins Dritte Reich unternahm, ist im Alter von 105 Jahren gestorben.
Kriegsdienst
Urszula Tauer, bekannt unter ihrem Decknamen „Ala“, starb am 5. Juli 2026, wie das Museum des Warschauer Aufstands mitteilte. Sie wurde 105 Jahre alt. Während der deutschen Besetzung Polens arbeitete sie im Untergrund als Verbindungsfrau und Kurierin für den Bund der Bewaffneten Kämpfe und später für die Heimatarmee. Ihre fließenden Deutschkenntnisse ermöglichten es ihr, Kurierdienste im Dritten Reich bis nach Berlin durchzuführen. Sie kämpfte auch im Warschauer Aufstand als Offizierin des Hauptquartiers der Heimatarmee.
Staatliche Auszeichnungen und letzte Beförderung
Für ihre Verdienste erhielt Tauer die Goldmedaille „Für Verdienste um die Landesverteidigung“ und das Ritterkreuz des Ordens Polonia Restituta (5. Klasse). Im April 2026 feierte sie ihren 105. Geburtstag und wurde vom Verteidigungsminister zum Oberst befördert.
Vermächtnis und Gedenken
Der Weltverband der Soldaten der Heimatarmee, Bezirk Bydgoszcz, dem Tauer als Mitglied des Pommerschen Kreises angehörte, gab eine Erklärung heraus, in der an ihre Hingabe zur Bewahrung der Erinnerung an den polnischen Untergrundstaat erinnert wurde.
Mit ihrem Leben legte sie Zeugnis ab von Patriotismus, Mut und Treue zu den höchsten Werten. Eine der letzten Vertreterinnen der Generation der Columbuse, die sich im Zweiten Weltkrieg für ein freies und unabhängiges Polen erhob, ist von uns gegangen. Sie wird in unserer Erinnerung als Mensch von großem Herzen, Bescheidenheit und unerschütterlichem Geist bleiben.
- Teilnahme am Warschauer Aufstand als Kurierin der Heimatarmee.
- Feierte den 105. Geburtstag und wurde vom Verteidigungsminister zum Oberst befördert.
- Todestag, bekannt gegeben vom Museum des Warschauer Aufstands.


