Wirtschaft · Mailand und Frankfurt
UniCredit hebt Commerzbank-Anteil auf 42,5 % nach erstem Angebot, eröffnet zusätzliche Annahmefrist bis zum 3. Juli
Die italienische Bank sicherte sich 12,51 % der Commerzbank-Aktien in ihrem öffentlichen Umtauschangebot und bringt damit die gesamten direkten und potenziellen Beteiligungen über die 30-%-Schwelle. Eine zweiwöchige zusätzliche Annahmefrist beginnt am 20. Juni, die endgültigen Zahlen werden am 8. Juli erwartet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, SAPO, lastampa.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
UniCredits Umtauschangebot wurde bis zum 16. Juni für 12,51 % der Commerzbank-Aktien angenommen, wodurch der direkte Anteil auf 39,28 % steigt.
Unter Einbeziehung von 3,22 % in Wandelinstrumenten steigt der potenzielle Anteil auf 42,5 % und könnte auf 43,33 % steigen, sobald die Commerzbank eigene Aktien einzieht.
Eine zweiwöchige zusätzliche Annahmefrist läuft bis zum 3. Juli, die endgültigen Ergebnisse werden am 8. Juli erwartet. Nach deutschem Übernahmerecht sind keine Erhöhungen des Angebots zulässig.
Der Vorstand der Bank bekräftigt seine Ablehnung, der Betriebsrat erstattet Strafanzeige wegen des Verdachts auf Marktmanipulation, und die BaFin wurde informiert.
- 20.06.Zusätzliche Annahmefrist beginnt
- 3.07.Zusätzliche Annahmefrist endet
- 8.07.Endgültige Ergebnisse werden veröffentlicht
Erstes Angebot schließt über Zielmarke
Die erste Annahmefrist von UniCredit für ihr Commerzbank-Angebot endete am 16. Juni, wobei 12,51 % der Aktien der deutschen Bank eingereicht wurden, wie endgültige Daten am Freitag ergaben. Der vorläufige Wert hatte bei 12,41 % gelegen. Zusammen mit den bereits gehaltenen 26,77 % erreicht UniCredit einen direkten Anteil von 39,28 %. Weitere 3,22 %, die über Wandelinstrumente gehalten werden, erhöhen die potenzielle Gesamtbeteiligung auf 42,5 %. Das italienische Kreditinstitut hatte als Mindestziel das Überschreiten der 30-%-Schwelle gesetzt, die nun deutlich übertroffen ist. Das Umtauschverhältnis beträgt 0,485 UniCredit-Aktien für jede Commerzbank-Aktie.
Zusätzliche Annahmefrist
Die deutschen Übernahmeregeln erlauben eine zweiwöchige Verlängerung für Aktionäre, die das ursprüngliche Angebot nicht angenommen haben. Dieser Zeitraum läuft vom 20. Juni bis zum 3. Juli. UniCredit darf das Angebot in diesem Fenster nicht verbessern. Die endgültigen Ergebnisse werden am 8. Juli veröffentlicht, ohne zwischenzeitliche Aktualisierungen. Die Verlängerung gibt beiden Seiten eine letzte Chance, das wahre Interesse an Orcels Ambition zu ermitteln, einen europäischen Bankenriesen mit einer aggregierten Marktkapitalisierung von über 160 Milliarden Euro zu schaffen.
Commerzbank leistet Widerstand, nennt unzureichende Prämie und verdächtige Aktivitäten
Die in Frankfurt ansässige Bank wiederholte ihre Empfehlung, das Angebot abzulehnen, und bezeichnete es als "unverändert ohne angemessene Prämie". Sie erklärte, die überwältigende Mehrheit der Aktionäre vertraue auf die eigenständige Momentum-2030-Strategie und behauptete, die meisten eingereichten Aktien stammten von "befreundeten Gegenparteien in Mailand". Der Betriebsrat erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts auf Marktmanipulation, und das Management leitete die Angelegenheit an die BaFin weiter.
„Die Mehrheit unserer Aktionäre vertraut auf das Potenzial unserer eigenständigen Momentum-2030-Strategie.“
UniCredit wies die Vorwürfe als Ablenkung von der wirtschaftlichen Logik der Fusion zurück und argumentierte, dass die Zusammenlegung der Commerzbank mit ihrer bestehenden deutschen Tochter HypoVereinsbank Milliarden an Kosteneinsparungen bringen würde, wenn auch mit Tausenden von Stellenstreichungen.
„Sollte UniCredit auf der Hauptversammlung ausreichende Aktionärsunterstützung erhalten, könnte sie alle Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat wählen, der wiederum für die Ernennung des Vorstands zuständig ist.“
- Direkte Aktien (Bestand + angedient)
- 39.28 %
- Potenzial mit Wandelinstrumenten
- 42.5 %
Daten aus dem Artikeltext
Deutsche Regierung bleibt standhaft
Der deutsche Staat, dessen Verkauf eines 12%igen Anteils im September 2024 den ersten Einstiegspunkt für UniCredit schuf, bekräftigte kürzlich, dass er seinen verbleibenden Anteil nicht verkaufen werde. Beamte bezeichneten den Übernahmeversuch als "aggressiv" und ohne angemessene Prämie und verwiesen auf die Rolle der Commerzbank bei der Finanzierung des deutschen Mittelstands und als bedeutender Arbeitgeber.
Was als Nächstes kommt
Da der Angebotspreis nun leicht über dem aktuellen Handelskurs der Commerzbank liegt (rund 38,69 € bis 39,13 € pro Aktie), hat sich der finanzielle Anreiz geringfügig zugunsten der Annahme verschoben. Es wird mit einer Prüfung durch die Europäische Zentralbank gerechnet, da der Anteil die faktische Kontrollschwelle überschreitet, was möglicherweise höhere Kapitalanforderungen auslöst. Die nächsten zwei Wochen werden zeigen, ob die Nachfrist genügend neue Andienungen bringt, um den Commerzbank-Vorstand an den Verhandlungstisch zu zwingen, oder ob das feindliche Übernahmeangebot in regulatorischen und rechtlichen Auseinandersetzungen stecken bleibt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- N-tvFast 40 Prozent: Unicredit kauft mehr Commerzbank-Anteile als erwartet - und schneller
- SAPOUniCredit reporta aceitação de 12,51% na OPA sobre o Commerzbank e eleva participação total para 42,5%
- lastampa.itLa morsa di UniCredit su Commerzbank: quota al 42,5%, ma Francoforte alza il muro
- Süddeutsche ZeitungUnicredit kommt seinem Ziel bei der Commerzbank immer näher
- Andrea Orcel
- UniCredit-CEO, der das Commerzbank-Übernahmeangebot leitet
- Bettina Orlopp
- Commerzbank-CEO, die die eigenständige Strategie verteidigt
- Orte
- Mailand, Frankfurt am Main
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