Ungarn und die Ukraine einigten sich auf die Ausweitung der sprachlichen, bildungspolitischen, kulturellen und politischen Rechte für die 100.000–150.000-köpfige ungarische Minderheit in Transkarpatien.
Der neue Ministerpräsident Peter Magyar sagte, seine Regierung habe in drei Wochen erreicht, was Viktor Orbáns Administration in zehn Jahren nicht geschafft habe.
Ungarn wird die Eröffnung des ersten Clusters der EU-Beitrittskapitel der Ukraine unterstützen, wenn Kiew die vereinbarten Maßnahmen umsetzt; Gespräche könnten am 15. Juni beginnen.
Budapest lehnt weiterhin einen beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine ab und wird ein verbindliches Referendum abhalten, wenn Kiew alle 33 Kapitel in 10 bis 15 Jahren abschließt.
Die Beziehungen verschlechterten sich nach dem ukrainischen Bildungsgesetz von 2017, das Ukrainisch zur Hauptsprache des Sekundarschulwesens machte, gefolgt von einem Gesetz von 2019, das den offiziellen Gebrauch des Ungarischen einschränkte.
Der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar gab am Mittwoch, dem 3. Juni 2026, bekannt, dass Budapest und Kiew eine von ihm als „historisch“ bezeichnete Einigung über die Rechte der in der Ukraine lebenden ungarischen Minderheit erzielt hätten. Das Abkommen umfasst die Ausweitung der sprachlichen, bildungspolitischen, kulturellen und politischen Rechte für die Gemeinschaft, die rund 100.000 bis 150.000 Menschen zählt, vor allem in der westlichen Region Transkarpatien.
„Wir haben mit der Ukraine eine vollständige Einigung über die Ausweitung der sprachlichen, bildungspolitischen, kulturellen und politischen Rechte der ungarischen Minderheit erzielt.“
Magyar sagte, das Abkommen sei das Ergebnis mehrerer Wochen intensiver Verhandlungen auf Expertenebene gewesen, an denen ungarische und ukrainische Beamte sowie politische Organisationen und Kirchen, die die ethnischen Ungarn in Transkarpatien vertreten, beteiligt waren. Er wies darauf hin, dass die Ankündigung einen Tag vor dem ungarischen Nationalen Zusammenhaltstag erfolgte.
Das Abkommen markiert eine deutliche Abkehr vom Kurs von Magyars Vorgänger Viktor Orbán, dessen 16-jährige Amtszeit die Beziehungen zu Kiew erheblich verschlechtert hatte. Magyar, der erst vor einem Monat nach seinem Sieg über Orbán sein Amt antrat, bezeichnete die Einigung als raschen diplomatischen Erfolg.
„In nur drei Wochen haben wir geschafft, was Viktor Orbáns Team in zehn Jahren nicht erreicht hat.“
Die Spannungen zwischen den beiden Nachbarn eskalierten 2017, als die Ukraine ein Gesetz verabschiedete, das Ukrainisch zur Hauptsprache des Sekundarschulwesens machte. Ein weiteres Gesetz von 2019 schränkte den offiziellen Gebrauch des Ungarischen ein. Budapest hatte lange argumentiert, dass diese Maßnahmen Zehntausenden ethnischen Ungarn ihre Rechte entzogen hätten.
Der Durchbruch hat unmittelbare Konsequenzen für das Bestreben der Ukraine, der Europäischen Union beizutreten. Magyar bestätigte, dass die Zusagen der Ukraine in ihren EU-Aktionsplan aufgenommen werden. Wenn Kiew diese umsetzt, wird Ungarn die Eröffnung des ersten Clusters von Beitrittsverhandlungskapiteln unterstützen.
Die offiziellen Beitrittsverhandlungen für die Ukraine und Moldawien könnten bereits am 15. Juni auf einer für Luxemburg geplanten Regierungskonferenz beginnen. Magyar stellte jedoch klar, dass Ungarn weiterhin keine beschleunigten EU-Beitrittsgespräche für die Ukraine unterstütze.
„Sollte die Ukraine alle 33 Beitrittskapitel innerhalb von 10 oder 15 Jahren abschließen, wird unser Land zu dieser Frage ein verbindliches Referendum mit rechtsverbindlicher Wirkung abhalten.“
Die ukrainische Regierung hat sich verpflichtet, die ausgehandelten Maßnahmen in naher Zukunft in ihr Rechtssystem zu überführen. Laut Magyar wird dies den ethnischen Ungarn in Transkarpatien deutlich umfassendere Rechte als zuvor in den Bereichen Bildung, Kultur, Sprachgebrauch und politische Teilhabe verschaffen. Die Region gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Königreich Ungarn.
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Pollar unterstützenDiplomatie · Budapest, Kiew und Uschhorod
Der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar gab am Mittwoch eine Einigung mit Kiew über die Ausweitung der Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine bekannt. Damit räumt er ein zentrales Hindernis für die EU-Beitrittsgespräche aus dem Weg, betont jedoch, dass Budapest einen beschleunigten Beitritt nicht unterstützen werde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Libertatea, RTBF, Ziare.com und weiteren Medien. Veröffentlicht .