
18-jähriger Fahrer mit Lernführerschein stirbt nach Baumunfall in Cutro, Italien
Der 18-jährige Salvatore Lukanov fuhr einen Volkswagen Golf mit lediglich einem Lernführerschein, als das Auto in den frühen Morgenstunden des 28. Juni von der Straße abkam, einen Baum rammte und sich überschlug. Zwei junge Mitfahrer wurden schwer verletzt.
Der Unfall
Gegen 2:40 bis 3:00 Uhr in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni wich ein Volkswagen Golf mit drei jungen Insassen vom Corso Nazionale im Zentrum von Cutro in der Provinz Crotone, Kalabrien, ab. Der Wagen traf einen Baum auf dem Gehweg, entwurzelte und knickte ihn, überschlug sich dann und blieb als verbeultes Wrack mitten auf der Straße liegen. Der Fahrer, Salvatore Lukanov, starb noch an der Unfallstelle. Die beiden Mitfahrer, ein 17-jähriger Junge aus Cutro und eine junge Frau aus Petilia Policastro, wurden mit mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Eine Quelle gab das Alter der weiblichen Mitfahrerin mit 16 Jahren an, während andere von 20 Jahren berichteten.
Fahrer und Mitfahrer
Lukanov war einen Monat zuvor 18 geworden. Er wurde in Crotone als Sohn einer Mutter aus Cutro und eines bulgarischen Vaters geboren. Polizeikontrollen ergaben, dass er noch keinen vollständigen Führerschein besaß und nur mit einem Lernführerschein (Foglio Rosa) fuhr. Der Golf gehörte dem Partner seiner Mutter. Die Ermittler prüfen die Möglichkeit, dass Lukanov die Schlüssel nahm, während der Besitzer schlief. Bei den beiden Mitfahrern handelte es sich um einen 17-jährigen Jungen aus Cutro und eine junge Frau aus Petilia Policastro. Beide kamen im Krankenhaus San Giovanni di Dio in Crotone im Schockzustand mit Brüchen an mehreren Körperteilen an. Die weibliche Mitfahrerin wurde auf die Intensivstation eingeliefert; der 17-Jährige bleibt unter ärztlicher Beobachtung.
Notfallmaßnahmen und Ermittlungen
Carabinieri der örtlichen Wache und des Provinzkommandos trafen am Unfallort ein, um Vermessungen durchzuführen und den Bereich abzusichern. Feuerwehrleute des Provinzkommandos Crotone befreiten Lukanovs Leiche mit Scheren und Spreizern aus dem zerdrückten Fahrzeug. Die Bergungsarbeiten endeten in den frühen Morgenstunden. Rettungssanitäter des Notdienstes 118 konnten nur noch den Tod des Fahrers feststellen, bevor sie die verletzten Mitfahrer ins Krankenhaus brachten. Erste Rekonstruktionen deuten auf überhöhte Geschwindigkeit als wahrscheinlichen Faktor für den Kontrollverlust hin, die genaue Ursache wird jedoch noch untersucht.


