Die Vereinten Nationen erklären, dass die derzeitige globale Klimapolitik den Planeten bis zum Ende des Jahrhunderts auf einen Kurs von 2,8 Grad Celsius Erwärmung über dem vorindustriellen Niveau bringt. Das ist keine Verbesserung gegenüber der vorherigen Bewertung, und die Projektion auf Basis der angekündigten Maßnahmen ist von bis zu 2,5 Grad im vergangenen Jahr auf nunmehr 2,6 Grad gestiegen. Würden alle Länder die von ihnen angekündigten Klimamaßnahmen umsetzen, würde die Erwärmung nach Berechnung der UN bis 2100 2,6 Grad erreichen. Selbst das optimistischste Szenario, in dem alle Länder ihre Klimapläne erfüllen und ihre erklärten Klimaneutralitätsziele erreichen, ergibt bis 2100 noch 2,1 Grad.
Daten aus dem Artikeltext
Als Hauptfaktor wird der Rückzug der Vereinigten Staaten genannt, die unter Präsident Donald Trump ihre früheren Klimapläne vollständig aufgegeben haben. Da die USA nach China der zweitgrößte Emittent von Treibhausgasen sind, schlagen politische Veränderungen dort unmittelbar auf die globalen Schätzungen durch, erläutern die Autorinnen und Autoren. Der Bericht führt zudem an, dass Daten zu früheren Treibhausgasemissionen nach oben korrigiert wurden, was die Projektionen erhöhte. Die Zahl von 2,8 Grad spiegelt die aktuelle Politik wider, während die 2,6 Grad davon ausgehen, dass angekündigte Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden.
Inger Andersen, Exekutivdirektorin des UN-Umweltprogramms mit Sitz in Nairobi, warnte, dass jedes Zehntelgrad über 1,5 das Risiko tödlicher Überschwemmungen, Hitzewellen und Waldbrände erhöht, wie sie viele Länder in diesem Jahr erlebt haben. Die 1,5-Grad-Grenze gilt noch nicht offiziell als überschritten, weil dafür eine langfristige Überschreitung nötig wäre. Der EU-Klimadienst Copernicus meldet jedoch, dass die durchschnittliche Erwärmung über einen Dreijahreszeitraum von 2023 bis 2025 erstmals 1,5 Grad überstieg. UN-Generalsekretär António Guterres beschrieb die Lage als ein Überschießen, das keine Kapitulation sei, und argumentierte, die Temperaturen ließen sich weiterhin so niedrig und so kurz wie möglich halten und bis zum Ende des Jahrhunderts wieder unter 1,5 Grad bringen.
Um bis zum Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad oder darunter zurückzukehren, müssten die globalen Treibhausgasemissionen bis 2030 um 18 %, bis 2035 um 45 % und bis 2040 um 69 % gegenüber dem Niveau von 2025 sinken. Unter der aktuellen Politik zeigen die UN-Berechnungen einen Rückgang der Emissionen um bis zu 8 % bis 2030 und um bis zu 15 % bis 2035 – eine Lücke, die weit vom erforderlichen Pfad entfernt ist. Zudem müssten große Mengen Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernt werden, was Klimaforscher für unverzichtbar halten, das aber vor großen technologischen Hürden steht und überproportional teuer ist. Andersen forderte alle Länder auf, alle Register zu ziehen, um den Höhepunkt der Erwärmung so niedrig wie möglich zu halten und bis zum Ende des Jahrhunderts zu 1,5 Grad zurückzukehren; das sei möglich.
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Pollar unterstützenKlima · Nairobi
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen erklärt, die derzeitige globale Klimapolitik deute auf eine Erwärmung von 2,8 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau bis 2100 hin. Die Autorinnen und Autoren des Berichts nennen den vollständigen Rückzug der Vereinigten Staaten aus ihren früheren Klimaplänen als Hauptgrund dafür, dass sich die Prognose verschlechtert hat.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Neue Zürcher Zeitung, Der Tagesspiegel, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht .