Konflikte · New York
UN-Kommission: Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind Kriegsverbrechen
Ein am Montag, 26. Oktober, der UN-Generalversammlung vorgelegter Bericht einer UN-Kommission kommt zu dem Schluss, dass russische Angriffe auf Heizkraftwerke und Stromleitungen seit Herbst 2022 Kriegsverbrechen darstellen. Der Bericht erhebt zudem den Vorwurf des Menschenhandels im Zusammenhang mit der Anwerbung ausländischer Kämpfer.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, Nasz Dziennik, RTBF und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die russischen Behörden Kriegsverbrechen durch vorsätzliche Angriffe auf zivile Objekte begangen haben, und legte den Bericht am Montag, 26. Oktober, der UN-Generalversammlung vor.
Im strengen Winter 2025-2026 fielen die Temperaturen auf minus 21 Grad Celsius, und Millionen Menschen in der Ukraine waren längere Zeit ohne Heizung, Strom, Wasser und Gas.
Die Kommission beschuldigte Moskau des Menschenhandels und verwies auf Männer aus 29 Staaten, die mit falschen Angeboten ziviler Arbeit geködert wurden; nach ukrainischen Regierungsangaben unterzeichneten mehr als 28.000 Ausländer aus über 130 Ländern russische Verträge.
Russland und die Ukraine setzen ihre täglichen Angriffe aufeinander fort, und Erik Mose, der Vorsitzende der Kommission, sagte, die Angriffe hätten mit nahender kalter Jahreszeit erneut zugenommen.
- Winter 2025-2026Die Temperaturen erreichen minus 21 Grad Celsius, während Millionen Menschen ohne Heizung, Strom, Wasser und Gas sind
- September 2026Amnesty International erhebt ähnliche Vorwürfe des Menschenhandels mit ausländischen Rekruten
- 26.10.Der Bericht der Kommission über die Angriffe wird der UN-Generalversammlung vorgelegt
Was die Kommission feststellt
Die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission zur Ukraine hat ihren Bericht am Montag, 26. Oktober, der UN-Generalversammlung vorgelegt. Die Kommission, die unter dem UN-Menschenrechtsrat arbeitet und aus unabhängigen Menschenrechtsexperten besteht, kam zu dem Schluss, dass russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine Kriegsverbrechen sind. Zu ihren Erkenntnissen zählen auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Kommission untersuchte die Auswirkungen großflächiger Angriffe auf Heizkraftwerke, Stromleitungen, Gasanlagen und andere Infrastruktur seit Herbst 2022 auf die Zivilbevölkerung sowie deren kumulative Wirkung. Angriffswellen umfassen inzwischen Hunderte Drohnen und Raketen auf einmal, und nach Angaben der Kommission sind Häufigkeit, Intensität und geografische Reichweite über die Jahre gewachsen. Der Bericht verweist zudem auf offizielle russische Erklärungen zu weiteren Angriffen und auf einen Plan zu deren Umsetzung.
Winterangriffe und Schäden für die Zivilbevölkerung
Der Bericht konzentriert sich auf den strengen Winter 2025-2026, als die Temperaturen auf minus 21 Grad Celsius (-5,8 Grad Fahrenheit) fielen. Millionen Menschen in der Ukraine waren längere Zeit ohne Heizung, Strom, Wasser und Gas, und die Kommission erklärte, sie seien gezwungen gewesen, unerträgliche Lebensbedingungen zu ertragen. Tausende Haushalte mussten in jenem Winter ohne Heizung auskommen. Die Kommission bewertete, dass die russischen Befehlshaber, die die Angriffe anordneten, wussten, dass die angegriffenen Heizanlagen für die Zivilbevölkerung unverzichtbar waren. Der Bericht stellt zudem fest, dass die Kälte die körperliche und psychische Gesundheit der ukrainischen Bevölkerung schädigt. Erik Mose, der die Kommission leitet, sagte, die kalte Jahreszeit stehe bevor und die Angriffe hätten wieder zugenommen:
„Die Angriffe haben erneut an Intensität zugenommen, was ernste Besorgnis über die Gefahren für Leben und Gesundheit der Zivilbevölkerung auslöst“
Zwangsrekrutierung und Menschenhandel
Über die Energieangriffe hinaus beschuldigte die Kommission Moskau des Menschenhandels im Zusammenhang mit der Anwerbung ausländischer Kämpfer. Es gebe überzeugende Beweise dafür, dass Männer aus 29 Staaten mit falschen Angeboten ziviler Arbeit geködert worden seien. Amnesty International hatte im September ähnliche Vorwürfe erhoben. Dem Bericht zufolge sind die meisten der angeworbenen Soldaten getötet worden, werden vermisst, wurden verwundet oder gerieten in Gefangenschaft, wobei die Kommission keine Zahl der Betroffenen nannte. Nach Angaben der ukrainischen Regierung haben seit dem Einmarsch im Februar 2022 mehr als 28.000 Ausländer aus über 130 Ländern Verträge mit den russischen Streitkräften unterzeichnet.
Aussichten auf einen Waffenstillstand
Russland und die Ukraine setzen ihre täglichen Angriffe aufeinander fort, während der Winter naht, und es gibt kaum Anzeichen für einen Waffenstillstand. Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Russland seine Angriffe auf zivile Ziele verstärkt hat. Moskau hat seit dem groß angelegten Einmarsch im Februar 2022 jedes Jahr versucht, der ukrainischen Bevölkerung Leid zuzufügen. Die Angriffe scheinen darauf abzuzielen, den Willen und die Fähigkeit der Ukraine zu erschöpfen, ihr Territorium weiter zu verteidigen. Die Feststellungen der Kommission sind nach ihren eigenen Worten die ersten in dem Bericht, die diese Angriffe mit konkreten rechtlichen Schlussfolgerungen verbinden, und der Bericht selbst legt die offiziellen russischen Erklärungen dar, auf denen seine Feststellung beruht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Al Jazeera OnlineRussische Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine sind ein Kriegsverbrechen: UNRussian attacks on Ukraine's energy infrastructure a war crime: UN · Original auf Englisch
- Nasz DziennikUN beschuldigen Russland der Verbrechen gegen die MenschlichkeitONZ oskarża Rosję o zbrodnie przeciw ludzkości · Original auf Polnisch
- RTBFUN beschuldigen Russland der Kriegsverbrechen durch Kälte in der UkraineL'ONU accuse la Russie de crimes de guerre par le froid en Ukraine - RTBF Actus · Original auf Französisch
- N-tvUN-Bericht wirft Russland Kriegsverbrechen und Menschenhandel in der Ukraine vor
- Erik Mose
- Vorsitzender der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission zur Ukraine, der über die erneuten Angriffe auf die Zivilbevölkerung sprach
- Orte
- New York City
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