
Zelensky sichert in Paris 16 Rafale-Kampfjets und 10-Nationen-Antiballistik-Koalition, während 37 Verbündete vor der Parade zum Bastille-Tag zusammentreffen
Frankreich hat den Verkauf von 16 Rafale-Kampfflugzeugen an die Ukraine und die Bildung einer 10-Nationen-Antiballistikraketen-Koalition während eines Gipfeltreffens von 37 verbündeten Ländern in Paris angekündigt, während grenzüberschreitende Drohnenangriffe zehn Menschen töteten.
Der Pariser Gipfel
Vertreter von 37 Ländern versammelten sich am Montag im Hôtel des Invalides in Paris zu einem Gipfel der »Koalition der Willigen« zur Unterstützung der Ukraine, am 1.600. Tag des Konflikts. Emmanuel Macron sagte, das Treffen zeige Frankreichs »strategisches Erwachen«. Der Kreml wies die Koalition durch seinen Sprecher Dmitri Peskov als eine Gruppe von »Kriegstreibern und Verrückten« zurück, die eine »tiefe Illusion über die Möglichkeit hegen, unserem Land eine strategische Niederlage zuzufügen«.
Es ist eine Koalition von Verrückten und Kriegstreibern, die sich selbst über die Möglichkeit einer strategischen Niederlage unseres Landes täuschen.
Militärausrüstung und Finanzierung
Zum Abschluss des Gipfels kündigte Macron an, dass die Ukraine 16 Rafale-Kampfjets erhalten wird, mit Flügen im ukrainischen Luftraum für 2028 und 2029, sowie SAMP/T NG-Flugabwehrbatterien. Das Vereinigte Königreich wird sich an einem von der Europäischen Union für die Ukraine bereitgestellten Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro beteiligen. Eine europäische Abschreckungstruppe wird in den kommenden Monaten in Nachbarländern Übungen durchführen, um Glaubwürdigkeit »zu Lande, in der Luft und auf See« zu demonstrieren, so Macron.
Antiballistische Raketenkoalition
Zehn Nationen starteten eine rein defensive Koalition gegen ballistische Raketen: Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden, die Ukraine und das Vereinigte Königreich. Der Élysée-Palast erklärte, die Aktion richte sich »gegen kein Volk, sondern zur Verteidigung unseres eigenen«. Zelensky sagte, die Ukraine arbeite bereits mit acht europäischen Ländern an einem eigenen Antiballistik-Projekt und, falls die Tests erfolgreich seien, könne ein neues System bereits 2026 einsatzbereit sein; es sei billiger als die amerikanischen Patriots.
Russland hat Raketen, die jede europäische Stadt treffen können. Deshalb muss Europa eine eigene antiballistische Verteidigung haben. Sie wird billiger sein als die Patriots und muss ähnlich sein.
Zelensky zum Schlachtfeld
In einem exklusiven Interview mit BFMTV vor seiner Abreise nach Paris erklärte Präsident Zelensky, die russischen Streitkräfte hätten »die Initiative auf dem Schlachtfeld verloren«, aber den Krieg noch nicht verloren. Moskau habe seit Jahresbeginn 150.000 Soldaten verloren, während es rund 50 Kilometer vorgerückt sei. Er bezeichnete die ukrainische Armee als »eine der mächtigsten der Welt« und wies darauf hin, dass das Land inzwischen eigene Drohnen, Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge und 155-mm-Haubitzen produziere.
Wir haben jetzt die stärkste Armee, oder eine der mächtigsten der Welt, aber sie steht unter den härtesten Bedingungen.
Grenzüberschreitende Opfer
Nächtliche Drohnenangriffe töteten vier Menschen in Russland und sechs in der Ukraine. In der russischen Region Moskau starben drei Menschen und drei wurden verwundet, nachdem im Dorf Pionerski eine Drohne abgestürzt war, während zwei weitere in Solnetschnogorsk verletzt wurden, wo eine Drohne ein Wohngebäude getroffen hatte. Gouverneur Andrei Vorobiov erklärte, in der Nacht seien 81 Drohnen über der Region Moskau abgeschossen worden. In der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod wurde eine Frau getötet und zwei Männer wurden verletzt. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die Kohlenwasserstoff-Infrastruktur verstärkt, um Moskaus Fähigkeit zur Finanzierung seiner Kriegsanstrengungen zu schwächen.
In der Todeszone
Ein Bericht von der Saporischschja-Front beschrieb Soldaten des 225. Sturmregiments der Ukraine, die Verwundete durch eine mit FPV- und Glasfaser-Drohnen gesättigte »Todeszone« evakuierten. Ein Kommandeur, Tatar, band den Soldaten Armbänder mit dem Erzengel Michael um die Handgelenke und nannte es »unsere elektronische Kriegsführung, um sie vor Drohnen zu schützen«. Das Team rückte unter feindlichem Beschuss mehrere Kilometer zu Fuß zu einem Schützengraben vor, in dem es wochenlang verbleiben sollte.
Symbolik des Bastille-Tages
Etwa 500 Soldaten aus den Koalitionsmitgliedstaaten, darunter 25 ukrainische Kämpfer, werden am Dienstag die jährliche Militärparade zum Bastille-Tag auf den Champs-Élysées eröffnen. Zelensky nannte die Einladung »ein sehr gutes Signal« der europäischen Einheit und sagte, die Teilnahme seiner Armee sei »eine Ehre«. Er fügte hinzu: »Ich denke, wir haben keine schlechte Arbeit geleistet, denn am Dienstag wird unsere Armee an Ihrer Parade teilnehmen.«
- Rafale-Kampfjets
- 16
- EU-Darlehen (Mrd. Euro)
- 90
- Ukrainische Soldaten in der Parade
- 25
- Koalitionssoldaten in der Parade
- 500
- Nationen in der Antiballistik-Koalition
- 10


