Kurz gefasst
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober springt die Zeit von 3:00 auf 2:00 Uhr zurück, die Nacht dauert 25 Stunden. Smartphones stellen sich automatisch um, viele Autouhren, Backöfen und ältere Wecker jedoch nicht.
Die EU-Regeln knüpfen die Umstellung an den letzten Sonntag im Oktober, der zwischen den 25. und den 31. Oktober fallen muss. Weil der 31. Oktober 2026 ein Samstag ist, fällt die Umstellung auf den 25. Oktober; die nächste Umstellung an einem 25. Oktober ist erst 2037 fällig.
Die Europäische Kommission schlug 2018 vor, die Zeitumstellung zu beenden, das Parlament billigte den Plan 2019. Der Rat hat keine Mehrheit für die Abschaffung, und die Umstellung soll nun mindestens bis Ende 2026 bleiben.
Eine Bundestagsstudie von 2018 bezifferte die Einsparung beim nationalen Stromverbrauch auf 0,21 %, Forschende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Universität Kassel ermittelten für Deutschland knapp 0,8 %.
- 26.10.In Deutschland und dem größten Teil Europas wurden die Uhren zurückgestellt.
- 25.10.Die Uhren werden von 3:00 auf 2:00 Uhr zurückgestellt, die Nacht dauert 25 Stunden.
- 31.10.Nächster planmäßiger Umstellungstermin.
- 25.10.Nächstes Mal, dass die Umstellung auf den 25. Oktober fallen kann.
Was sich am Sonntag ändert
In Deutschland werden in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 die Uhren zurückgestellt: Die Zeit springt von 3:00 auf 2:00 Uhr zurück, die Nacht dauert 25 Stunden. Deutschland wechselt von der mitteleuropäischen Sommerzeit auf die mitteleuropäische Standardzeit, die hierzulande Winterzeit genannt wird. Der größte Teil Europas vollzieht denselben Wechsel, während Island gar keine Zeitumstellung kennt. Auch Russland und Belarus stellen die Uhren nicht um, Russland hat die Sommerzeit 2014 abgeschafft. Auch die Türkei verzichtet auf die Umstellung und liegt damit ab Sonntag zwei Stunden vor Deutschland statt einer.
Uhren, Autos und Wildtiere
Smartphones und Laptops stellen sich über Nacht automatisch um, viele Autouhren jedoch nicht, und Backöfen, Mikrowellen und ältere Wecker zeigen am Sonntagmorgen noch die Sommerzeit. Wer früh einen Termin hat, sollte sich auf das Smartphone verlassen. ADAC und Deutscher Jagdverband warnen, dass jede Umstellung im Herbst zu mehr Wildunfällen führt, weil der abendliche Berufsverkehr in die Stunden fällt, in denen Rehe und Wildschweine am aktivsten sind. Am Montag, 26. Oktober, fahren Pendler auf dem Heimweg nach Brandenburg in der Dämmerung.
Warum der Termin so früh liegt
Die EU-Regel knüpft die Umstellung an den letzten Sonntag im Oktober, der immer zwischen den 25. und den 31. Oktober fällt. Weil der 31. Oktober 2026 ein Samstag ist, liegt der letzte Sonntag auf dem 25. Oktober – dem frühesten Datum, das die Regel zulässt. 2025 fiel die Umstellung auf den 26. Oktober, 2021 auf den 31. Oktober, und zuletzt gab es dieses frühe Datum 2020. 2027 wandert die Umstellung auf den 31. Oktober, und ein Termin am 25. Oktober kehrt erst 2037 zurück.
Warum die Umstellung nicht abgeschafft wurde
Die Europäische Kommission schlug 2018 vor, die EU-weite Zeitumstellung zu beenden und jedem Mitgliedstaat die Wahl zwischen dauerhafter Sommer- oder Winterzeit zu überlassen; das Parlament billigte den Plan 2019. Der Rat der EU, in dem die nationalen Regierungen vertreten sind, hat keine Mehrheit für die Abschaffung, und die Mitgliedstaaten können sich nicht auf eine einheitliche Zeit einigen. Deutschland kann die Sache nicht allein entscheiden, und derzeit ist geplant, die Umstellung mindestens bis Ende 2026 beizubehalten. Deutschland führte die Sommerzeit 1980 ein, einheitliche EU-Umstellungstermine gelten seit 1996.
Die Umfrage und die Energiebilanz
In der EU-Umfrage von 2018 stimmten 84 % der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger für die Abschaffung der Umstellung, doch beteiligten sich nur etwa 1 % der EU-Bevölkerung. Viele Stimmen kamen aus Deutschland, während Länder am westlichen und östlichen Rand des Bündnisses unterrepräsentiert waren. EU-weit befürworteten 56 % eine dauerhafte Sommerzeit und 36 % eine dauerhafte Winterzeit, wobei die Präferenzen zwischen den Ländern stark auseinandergehen.
- Dauerhafte Sommerzeit
- 56 %
- Dauerhafte Winterzeit
- 36 %
Daten aus dem Artikeltext
Die Energieeinsparungen sind in den zitierten Studien gering. Eine Studie des Büros für Technikfolgenabschätzung des Bundestags von 2018 ergab eine Verringerung des nationalen Stromverbrauchs um 0,21 % durch die Sommerzeit; das Modell desselben Büros kam für Deutschland auf etwa 0,2 %. Forschende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Universität Kassel ermittelten für Deutschland knapp 0,8 %, während eine Übersicht europäischer Studien desselben Büros aus dem Jahr 2016 den EU-weiten Höchstwert mit 1 % angab. Die BSW-Fraktion im sächsischen Landtag, die Partei um Sahra Wagenknecht, nennt die Umstellung einen bürokratischen Akt, der niemandem helfe, und argumentiert, das zusätzliche Heizen an kühleren Frühlings- und Herbstmorgen hebe die Einsparung nahezu vollständig auf.
Die innere Uhr umstellen
Eine Studie in Scientific Reports aus dem Jahr 2024 modellierte per Computersimulation, wie schnell sich die innere Uhr an die Herbstumstellung anpasst. Bei normaler Innenbeleuchtung dauerte die Anpassung knapp acht Tage, ein halbstündiger Abendspaziergang verkürzte sie auf unter drei Tage. Die Zahlen der Simulation lassen sich nicht eins zu eins auf jeden Menschen übertragen, die Richtung ist aber eindeutig. Licht am späten Nachmittag und frühen Abend hilft, deshalb wird empfohlen, vor der Dunkelheit nach draußen zu gehen und das Licht in Innenräumen erst kurz vor dem Schlafengehen zu dämpfen. Wer empfindlich auf die Umstellung reagiert, kann einige Tage vorher beginnen, indem er jeden Abend etwa 15 Minuten später ins Bett geht und Abendessen oder Sport nach hinten verlegt. Auch die Gene spielen eine Rolle, denn eine Variante des Gens SIK1 verlangsamt die Anpassung.