Konflikte · Breslau und Warschau

Tusk verurteilt anti-ukrainische Gewalt nach Angriff in Breslau und fordert Präsident Nawrocki auf, sein Schweigen zu brechen

Premierminister Donald Tusk hat einen gewalttätigen Angriff auf ein ukrainisches Paar in Breslau verurteilt und Präsident Karol Nawrocki aufgefordert, sein Schweigen zu beenden, während Hassverbrechen gegen Ukrainer in Polen angesichts sich verschlechternder bilateraler Spannungen stark zunehmen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von G4Media.ro, Ziare.com, Adnkronos und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Breslau, Warschau · Polen
Wie es dazu kam
  1. Juni 2026Präsident Nawrocki entzieht Präsident Selenskyj die höchste staatliche Auszeichnung Polens im Zuge des historischen Streits
  2. Anfang Juli 2026Zwei rechtsextreme Männer betreten ein Rechtshilfebüro für Ukrainer in Posen; einer ist ein ehemaliger Soldat, der wegen Spionageverdachts ermittelt wird
  3. 26. Juli 2026Drei Männer greifen ein ukrainisches Paar in Breslau nach einem Streit in einem Geschäft an; Frau mit Schlagring getroffen, Mann am Boden getreten
  4. 28. Juli 2026Premierminister Tusk verurteilt die Gewalt, fordert Präsident Nawrocki auf, sein Schweigen zu brechen, und Kaczyński, nicht länger Milizen zu fordern

Der Angriff in Breslau

Am 26. Juli wurde ein junges ukrainisches Paar in der südwestpolnischen Stadt Breslau von drei Männern angegriffen. Der Vorfall begann mit einem Streit in einem Geschäft; nachdem das Paar das Geschäft verlassen hatte, folgten ihm die Männer und griffen es an. In sozialen Medien verbreitetes Videomaterial zeigt, wie die Angreifer den Mann traten, während er am Boden lag, und die Frau mit einem Schlagring am Kopf trafen, was zu Ohrverletzungen führte. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest, beide mit Vorstrafen, und sucht nach einem Dritten. Ein Polizeisprecher erklärte, das Motiv sei "nationalistisch motivierte Aggression" gewesen.

Tusks Verurteilung und politischer Appell

Zwei Tage später nutzte Premierminister Donald Tusk eine Regierungssitzung, um eine scharfe Rüge auszusprechen. Er sagte, die Gewalt werde immer dreister, weil radikale Gruppen das Gefühl hätten, politische Rückendeckung zu haben.

„Jeder, der solche abscheulichen Taten begeht, handelt direkt gegen die Interessen Polens. Ihr handelt gegen Polen, zugunsten Russlands und zugunsten des polnischen und ukrainischen Nationalismus.“

Donald Tusk, Premierminister von Polen

Tusk wandte sich direkt an Präsident Karol Nawrocki und forderte ihn auf, "sein Schweigen in diesem Fall zu brechen" und auf die Aktivitäten radikaler Gruppen zu achten. Er rief auch Jarosław Kaczyński, den Vorsitzenden der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit, dazu auf, nicht länger die Bildung von Milizen zu fordern, weil er mit der Polizei unzufrieden sei. Der Premierminister warnte, dass der internationale Ruf, den sich Polen durch die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge erworben habe, zerstört werde, "wenn wir zulassen, dass Banditen, Schläger und gewöhnliche Kriminelle ungestraft Menschen schlagen und demütigen, nur weil sie mit einem etwas anderen Akzent sprechen."

Zunehmende Hassverbrechen gegen Ukrainer

Die polnische Polizei verzeichnete in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 180 Hassverbrechensanzeigen gegen Ukrainer, ein Anstieg von mehr als 30% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Tageszeitung Rzeczpospolita berichtet. Rund 1,5 Millionen ukrainische Staatsbürger leben derzeit in Polen, darunter über 900.000, die nach der russischen Invasion 2022 kamen. Die anfängliche Welle der Solidarität ist einer wachsenden Abneigung gewichen, und mehrere andere Vorfälle haben in den letzten Wochen mediale Aufmerksamkeit erregt. In Posen wurde ein 60-jähriger Pole an einer Straßenbahnhaltestelle verprügelt, nachdem er eingegriffen hatte, um einen ukrainischen Jungen zu verteidigen, der von drei Männern verbal beleidigt wurde. In Bielitz-Biala wurde ein 54-jähriger Mann gefilmt, wie er zwei 11-jährige ukrainische Mädchen aufgrund ihrer Nationalität beschimpfte. In Liegnitz wurde eine 26-jährige Frau angeklagt, zwei 13-jährige ukrainische Kinder angegriffen zu haben. Anfang Juli betraten zwei Männer, die mit rechtsextremen Gruppen in Verbindung stehen, die Büros einer Organisation, die Ukrainern in Posen Rechtshilfe leistet; einer von ihnen, ein ehemaliger Soldat, wird wegen Spionageverdachts ermittelt.

Historische Ressentiments schüren Spannungen

Der Anstieg der Feindseligkeit fällt mit einer starken Verschlechterung der polnisch-ukrainischen Beziehungen zusammen. Auslöser war die Entscheidung der Ukraine, eine Militäreinheit nach der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) zu benennen, einer nationalistischen Formation aus dem Zweiten Weltkrieg, die die Ukraine für den Kampf gegen Nazi-Deutschland und die Sowjetunion ehrt, die Polen aber mit den Massakern an polnischen Zivilisten in Wolhynien verbindet. Im Juni reagierte Präsident Nawrocki, indem er Präsident Wolodymyr Selenskyj den Orden des Weißen Adlers, Polens höchste staatliche Auszeichnung, entzog. Der Schritt wurde weithin als Schürung anti-ukrainischer Stimmungen, insbesondere im rechten Lager, angesehen.

Ukraine fordert Maßnahmen

Die ukrainische Regierung reagierte umgehend. Außenminister Andrii Sybiha schrieb auf X, dass die Ukraine eine unparteiische und objektive Untersuchung erwarte, und rief "bestimmte polnische Politiker" auf, die Feindseligkeit nicht weiter zu schüren. Der ukrainische Generalkonsul in Breslau forderte eine prompte Reaktion der polnischen Behörden. Auch Botschafter Vasyl Bodnar äußerte sich und warnte, dass solche Vorfälle immer häufiger würden. Tusk seinerseits forderte die einfachen Polen auf, nicht passiv zu bleiben. "Seid nicht gleichgültig. Wir wissen, dass Gleichgültigkeit die Wurzel des Verbrechens ist. Sie ist das ideale Umfeld für das Wachstum von Schlägern, Gewaltverbrechern und dem Bösen", sagte er.

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