
Tunesien entlässt Trainer Sabri Lamouchi nach 1:5-WM-Debakel gegen Schweden
Eine 1:5-Niederlage gegen Schweden in Monterrey wurde Sabri Lamouchi zum Verhängnis; er wurde nur wenige Stunden nach Tunesiens Auftaktspiel in der Gruppe F entlassen. Der in Frankreich geborene Trainer war nur fünf Monate im Amt.
Die Entlassung
Nach der 1:5-Niederlage gegen Schweden in Monterrey reagierte der Tunesische Fußballverband schnell und gab die Vertragsauflösung mit Sabri Lamouchi bekannt. Der Verband bestätigte die Entscheidung auf Instagram und erklärte, dass eine „offizielle Einigung zur Entlassung von Trainer Sabri Lamouchi erzielt wurde“. Mondher Kebaier übernimmt die Leitung für die verbleibenden Gruppenspiele gegen Japan und die Niederlande.
Lamouchis kurze Amtszeit
Lamouchi, ehemaliger französischer Nationalspieler, wurde Mitte Januar nach dem Achtelfinal-Aus Tunesiens beim Afrika-Cup verpflichtet. In seinen fünf Spielen als Trainer gelang der Mannschaft nur ein Sieg (1:0 gegen Haiti), ein Unentschieden und drei Niederlagen. Die hohe Testspielniederlage gegen Belgien (5:0 oder 5:1, je nach Bericht) ließ bereits die defensiven Schwächen erahnen, die von Schweden schonungslos aufgedeckt wurden. Lamouchi selbst erkannte die Probleme an und sagte gegenüber Reportern:
Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Gegen Weltklasse-Spieler wie die beiden schwedischen Stürmer kann man sich davon nicht mehr erholen.
- Siege
- 1
- Unentschieden
- 1
- Niederlagen
- 3
Auf dem Platz
Die Niederlage war die höchste in der tunesischen WM-Geschichte bei einem Auftaktspiel. Schweden dominierte, und das Spiel war praktisch schon zur Halbzeit entschieden. Lamouchi verwies auf „individuelle Fehler und taktische Instabilität“. Die defensiven Aussetzer des Teams setzten sich nach der Pause fort und erstickten jede Hoffnung auf ein Comeback im Keim. Die Leistung hinterließ bei Verteidiger Montassar Talbi sichtbare Frustration.
Wir sind enttäuscht, es ist eine Schande. Wir waren nicht gut genug, uns hat es an vielem gefehlt: Charakter, Persönlichkeit. Aber noch ist nichts vorbei; wir haben noch zwei Spiele und sechs Punkte zu holen.
Ausblick auf Gruppe F
Japan und die Niederlande spielten in ihrem ersten Spiel unentschieden, womit Tunesien am Tabellenende steht. Das Team trifft am 21. Juni auf Japan und am 26. Juni auf die Niederlande – beides Spiele, die gewonnen werden müssen, wenn man weiterkommen will. Interimstrainer Kebaier muss die defensiven Probleme, die Lamouchi nicht in den Griff bekam, schnell beheben.
Wichtige Termine
- Lamouchi nach dem Aus beim Afrika-Cup zum Cheftrainer ernannt
- Tunesien verliert 1:5 gegen Schweden im WM-Auftaktspiel
- Tunesischer Fußballverband gibt Entlassung von Lamouchi bekannt
- Gruppenspiel F gegen Japan
- Gruppenspiel F gegen Niederlande


