Kurz gefasst
- 21.10.RO-Alert-Warnung an den nordöstlichen Kreis Tulcea gesendet
- 21.10.Luftalarm endet
Nächtliche Warnung im Nordosten des Kreises Tulcea
Die rumänischen Behörden haben am Mittwoch, dem 21. Oktober, eine RO-Alert-Warnung an die Bewohner des nordöstlichen Teils des Kreises Tulcea geschickt und dabei vor einem möglichen Drohneneinritt gewarnt. Die Nachricht forderte die Menschen auf, Schutz zu suchen. Das Inspectoratul pentru Situații de Urgență Tulcea (ISU Tulcea) übermittelte die Schutzanweisungen an die Öffentlichkeit; der Wortlaut der Hinweise lautete wie folgt.
„Bewahren Sie Ruhe! Suchen Sie Schutz in Kellern oder Zivilschutzräumen. Wenn kein Schutzraum verfügbar ist, bleiben Sie im Haus, fern von Fenstern und Außenwänden.“
Die Inspektion berichtete, dass nach Auslösung des Alarms keine Anrufe beim Notruf 112 eingegangen seien. Einige Medien gaben als Sendezeit etwa 03:30 Uhr an, während der Zeitplan des Ministeriums 03:34 Uhr nennt. Der Alarm war als Warnung vor einem möglichen Einritt formuliert, nicht als Meldung eines bestätigten Einritts.
Radarerkennung und die Position des Ministeriums
Das Verteidigungsministerium (MApN) erklärte, sein Radarüberwachungssystem habe eine Gruppe von Luftzielen nordöstlich von Vâlcove erfasst, einem Ort im ukrainischen Luftraum. Nach der Erfassung habe das Nationale Militärische Kommandozentrum die Generalinspektion für Notsituationen informiert, die daraufhin Alarme für den nördlichen und östlichen Teil des Kreises Tulcea auslöste. Zur Frage des rumänischen Staatsgebiets fiel die Erklärung des Ministeriums knapp aus:
„Es wurden keine Einflüge in den nationalen Luftraum gemeldet.“
Adevărul berichtete, die Warnung habe keinen Hinweis darauf gegeben, dass während des Vorfalls ein Einritt in den rumänischen Luftraum bestätigt worden sei. Die Ziele seien demnach auf der ukrainischen Seite der Grenze verfolgt worden, während sich die Warnung an die Menschen auf der rumänischen Seite richtete.
Zeitlicher Ablauf des Alarms
Die RO-Alert-Nachricht wurde laut Ministerium und ISU um 03:34 Uhr versendet, der Alarm wurde um 04:02 Uhr aufgehoben. Damit waren die Bewohner weniger als eine halbe Stunde lang in Alarmbereitschaft. Der Ablauf ist in der folgenden Zeitleiste dargestellt.
Die von den Medien gemeldeten Zeitangaben stimmten mit diesem Ablauf überein; lediglich die frühe ungefähre Angabe von etwa 03:30 Uhr wich von der vom Ministerium genannten Zeit ab.
Drohnenzwischenfälle im Jahr 2026
Daten des Verteidigungsministeriums, die Adevărul zitiert, beziffern die Bilanz des Jahres 2026 an der Grenze Rumäniens auf 39 Angriffe in Grenznähe, 35 unbefugte Einflüge auf nationales Territorium und 6 abgeschossene Drohnen. Im selben Zeitraum fanden die Behörden 44 Drohnenteile und zwei Seeminen. Die Zahlen sind unten dargestellt.
- Angriffe nahe der Grenze
- 39
- Unbefugte Einflüge
- 35
- Abgeschossene Drohnen
- 6
- Gefundene Drohnenteile
- 44
- Gefundene Seeminen
- 2
Daten aus dem Artikeltext
Adevărul berichtete zudem, rumänische F-16-Kampfjets seien in den Tagen vor dem 21. Oktober an Einsätzen im Zusammenhang mit Drohnen nahe der Grenze beteiligt gewesen, und die Behörden hätten Zwischenfälle im Gebiet des Donaudeltas gemeldet.
Frühere Alarme in diesem Jahr
Der Kreis Tulcea war in den Monaten vor diesem Alarm wiederholt unter Luftwarnungen gestellt worden, vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und des Risikos, dass bei Angriffen nahe der Grenze eingesetzte Drohnen in den rumänischen Luftraum gelangen könnten. Libertatea berichtete, dass in den Tagen vor dem 21. Oktober ähnliche Alarme ausgelöst worden seien, nachdem Armeeradar Luftziele nahe der Grenze identifiziert habe. HotNews berichtete über frühere Fälle, in denen Drohnen auf rumänischem Territorium abgestürzt oder illegal eingedrungen und von Kampfflugzeugen abgeschossen worden seien.