Regierung · Athen, Brüssel und Thessaloniki

Alexis Tsipras erklärt sich bereit, wieder zu regieren, und stellt 25-Milliarden-Euro-Plan vor

Der frühere griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat in einem Interview mit der belgischen Zeitung Le Soir seine Bereitschaft erklärt, die Regierung erneut zu führen, und einen Vierjahresplan zur wirtschaftlichen Wiederbelebung im Umfang von 25 Milliarden Euro vorgestellt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Η Ναυτεμπορική, in.gr, NewsIT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen, Brüssel, Thessaloniki · Griechenland, Belgien

Bewerbung um Rückkehr an die Regierung

Der frühere griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras gab in einem Interview mit der belgischen Zeitung Le Soir bekannt, dass er bereit sei, wieder das Amt des Ministerpräsidenten zu übernehmen. Tsipras, der die griechische Regierung von 2015 bis 2019 führte, stellte das Programm der griechischen Linkskoalition vor, nachdem es auf der Internationalen Messe von Thessaloniki offiziell vorgestellt worden war. Sein politisches Programm dreht sich um den Slogan: Mehr produzieren, gerechter verteilen und besser leben. Auf die Frage, ob er bereit sei, Griechenland erneut zu führen, verwies Tsipras direkt auf seine frühere Amtszeit.

„Ja, ich bin bereit. Ich kenne die Aufgabe: Ich habe sie bereits erfüllt.“

Alexis Tsipras, Ehemaliger Ministerpräsident Griechenlands und Vorsitzender

Kritik an der Wirtschaft nach 2019

Tsipras übte detaillierte Kritik an Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und erklärte, die Regierung habe seit ihrem Amtsantritt 2019 wiederholt Chancen auf eine Erholung verpasst. Er argumentierte, dass trotz des Post-Bailout-Umfelds und der Verfügbarkeit von EU-Pandemie-Wiederaufbaufonds die Einkommensungleichheit im Inland zugenommen habe. Während die Regierung auf sinkende Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum verweise, so Tsipras, liege die Kaufkraft immer noch 23 % unter dem Niveau von 2010. Zudem verschlängen die Wohnkosten inzwischen 40 % des durchschnittlichen Haushaltseinkommens, während Marktkonzentration und Kartelle die Supermarktpreise auf ein Niveau wie in Belgien und Frankreich trieben. Tsipras stellte fest, dass Durchschnittsverdiener oft zwei Jobs oder zwölf Stunden am Tag arbeiten müssten, um die grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken.

„Unsere Löhne sind bulgarisch, unsere Preise sind belgisch und französisch, und unsere Arbeitsbedingungen sind chinesisch.“

Alexis Tsipras, Ehemaliger Ministerpräsident Griechenlands und Vorsitzender

Tsipras verwies auch auf die Angleichung der Löhne an das benachbarte Bulgarien als Beleg für den wirtschaftlichen Niedergang. Nach Angaben von Tsipras lag das durchschnittliche griechische Gehalt bei seinem Amtsaustritt 2019 noch 83 % über dem bulgarischen Durchschnitt, während es 2026 nur noch 17 % betrug. Er erklärte, Griechenland rangiere derzeit beim Pro-Kopf-BIP, gemessen an der Kaufkraftparität, nahe dem Ende der Europäischen Union.

Griechischer durchschnittlicher Lohnvorsprung gegenüber bulgarischem Durchschnittslohn%
2019
83 %
2026
17 %

Daten aus dem Artikeltext

Nationaler Wiederaufbauplan

Um diesen Bedingungen zu begegnen, skizzierte Tsipras einen Nationalen Wiederaufbauplan, der auf einem Nationalen Konvergenzfonds basiert. Das Programm sieht die Bereitstellung eines Investitionsfonds in Höhe von 25 Milliarden Euro über einen Zeitraum von vier Jahren vor. Neben öffentlichen Investitionen führt das Wirtschaftsprogramm eine Vermögenssteuer von 1 % ein, die die reichsten 1 % der griechischen Bevölkerung betrifft, im Rahmen eines sozialen und wirtschaftlichen Patriotismus. Tsipras berief sich auf Ideen der US-Politiker Ro Khanna und Bernie Sanders sowie der französischen Ökonomen Thomas Piketty und Gabriel Zucman und warnte davor, dass unkontrollierte Vermögensanhäufung bei einer kleinen Minderheit den sozialen Zusammenhalt untergraben werde.

Europäische Schulden und zunehmender Extremismus

Auf europäischer Ebene sprach sich Tsipras für gemeinsame europäische Kreditmechanismen aus, um groß angelegte Investitionen über Militär- und Verteidigungsausgaben hinaus zu finanzieren. Er stellte die gemeinsame fiskalische Reaktion während der Pandemie den Sparmaßnahmen gegenüber, die Griechenland während seiner Schuldenkrise auferlegt wurden. Tsipras äußerte sich auch zur politischen Landschaft auf dem gesamten Kontinent und warnte vor rechtsextremen Gruppierungen, die eine Anti-Establishment-Rhetorik annehmen, bevor sie an die Macht gelangen. Mit Bezug auf die Haftentlassung des früheren Abgeordneten Ilias Kasidiaris erklärte Tsipras, die demokratischen Kräfte müssten dem Rechtsextremismus durch substanzielle Wirtschafts- und Sozialpolitik entgegentreten.

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