
Trump-Regierung drängt auf neue 250-Dollar-Banknote mit Porträt des Präsidenten, die ein Gesetz von 1866 herausfordert
Das US-Finanzministerium hat einen Entwurf für eine 250-Dollar-Banknote mit dem Porträt von Donald Trump vorbereitet, doch der Plan erfordert, dass der Kongress ein 160 Jahre altes Verbot aufhebt, lebende Personen auf Banknoten abzubilden.
Der Vorschlag
Die Trump-Regierung bereitet aktiv eine neue 250-Dollar-Banknote mit dem Gesicht von Präsident Donald Trump vor, die an den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 2026 erinnern soll. Finanzminister Scott Bessent bestätigte am Donnerstag, dass ein Design-Mock-up in Erwartung gesetzlicher Änderungen erstellt wurde, betonte jedoch, dass das Finanzministerium „sich an das Gesetz halten“ werde und die Entscheidung beim Kongress liege.
Ich glaube nicht, dass es etwas Anstößiges daran hat, den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Person, die Präsident der Vereinigten Staaten ist, auf der 250-Jahr-Feier-Banknote zu haben.
Rechtliche Hürden
Ein Bundesgesetz aus dem Jahr 1866 verbietet ausdrücklich, dass lebende Personen auf US-Währung erscheinen. Die Einschränkung wurde eingeführt, nachdem Spencer Clark, damaliger Leiter des Bureau of Engraving and Printing, sein eigenes Porträt auf einen Fünf-Cent-Schein gesetzt hatte. Ein im letzten Jahr vom republikanischen Abgeordneten Joe Wilson aus South Carolina eingebrachtes Gesetz soll eine Ausnahme schaffen, die es aktuellen und ehemaligen Präsidenten erlaubt, abgebildet zu werden. Der Gesetzentwurf benötigt eine einfache Mehrheit im von den Republikanern kontrollierten Repräsentantenhaus, sieht sich aber im Senat einer 60-Stimmen-Hürde gegenüber, wo die Republikaner 53 Sitze halten.
Der bevorstehende Jahrestag am 4. Juli dreht sich nicht um einen Möchtegern-König. Es geht darum, die amerikanische Reise zu feiern.
Design und Druckkampagne
Das Design, das vom britischen Porträtmaler Iain Alexander – der sich selbst als Trumps „Lieblingskünstler“ bezeichnet – erstellt wurde, trägt die Aufschrift „America 250 anniversary“. Laut der Washington Post haben Schatzmeister Brandon Beach und sein leitender Berater Mike Brown, beide von Trump ernannt, wiederholt Druck auf das Bureau of Engraving and Printing ausgeübt, um Prototypen zu beschleunigen. Ein weiteres rechtliches Hindernis besteht: Das geltende Bundesrecht führt 250 Dollar nicht unter den zugelassenen Währungsstückelungen auf.
Interner Widerstand und Abgang
Die Initiative hat innerhalb des Bureau of Engraving and Printing für Kontroversen gesorgt. Die ehemalige Direktorin Patricia Solimene äußerte Bedenken hinsichtlich rechtlicher Hürden und des langen Zeitrahmens, der für eine solche Änderung erforderlich ist. Sie wurde Ende April abrupt versetzt. In einer Abschiedsnotiz an die Mitarbeiter schrieb sie: „Hier ist der Dollar stehen geblieben.“ Bereits im März hatte Solimene die Hinzufügung von Trumps Unterschrift auf künftigen 100-Dollar-Scheinen genehmigt – eine Premiere für einen amtierenden Präsidenten.
Ich habe niemals die Werte oder den Charakter von mir selbst oder der Organisation geopfert und stets das US-Währungsprogramm priorisiert.
Breiteres Muster der Selbstverehrung
Der 250-Dollar-Schein ist die jüngste in einer Reihe von Maßnahmen, die Trumps Abbild und Namen in nationale Symbole einbetten. Seine Unterschrift soll bereits im Rahmen der 250-Jahr-Feierlichkeiten auf Banknoten erscheinen. Im März genehmigte die US Commission of Fine Arts eine Gedenkgoldmünze mit seinem Bild. Banner mit Trumps Porträt wurden an Bundesgebäuden aufgehängt, und sein Name wurde dem Kennedy Center hinzugefügt. Kritiker, darunter 30 US-Mediziner, die kürzlich seine geistige Fitness in Frage stellten, bezeichnen das Muster als Beleg für wahnhafte Größenphantasien. Das deutschsprachige Blatt Blick berichtete, dass das Finanzministerium einen Workaround erwägt: Wenn der Bildausschnitt groß genug sei, gelte Trumps Abbild offiziell nicht als „Porträt“ im Sinne des Gesetzes – eine Taktik, die bereits bei Gedenkmünzen angewandt wurde.
- Bundesgesetz erlassen, das lebende Personen auf US-Währung verbietet, nachdem Spencer Clark sein eigenes Porträt auf einen Fünf-Cent-Schein gesetzt hatte.
- Abgeordneter Joe Wilson bringt Gesetzentwurf ein, um aktuellen und ehemaligen Präsidenten die Abbildung auf Banknoten zu erlauben; Finanzbeamte beginnen, Druck auf das BEP für Prototypen auszuüben.
- US Commission of Fine Arts genehmigt Gedenkgoldmünze mit Trumps Bild; BEP-Direktorin Solimene genehmigt Trumps Unterschrift auf künftigen 100-Dollar-Scheinen.
- BEP-Direktorin Patricia Solimene wird abrupt versetzt, nachdem sie rechtliche und zeitliche Bedenken zum 250-Dollar-Schein geäußert hatte.
- Finanzminister Bessent zeigt Mock-up des 250-Dollar-Trump-Scheins bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus und sagt, die Entscheidung liege beim Kongress.


