Trump weist russische NATO-Bedrohung zurück, während US-Friedensgesandte nach Moskau und Kiew reisen
Donald Trump wies Bedenken wegen russischer Sabotage am Flughafen Leipzig zurück und kündigte an, dass die Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff mit einem Friedensplan nach Moskau und Kiew reisen.
Zurückweisung der Sabotagegefahr
US-Präsident Donald Trump erklärte am Freitag, dass der russische Präsident Wladimir Putin nicht plane, NATO-Territorium anzugreifen, und wies Behauptungen zurück, dass ein Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne in Deutschland einen direkten Angriff auf das Bündnis darstelle. Die Erklärung folgte auf die Entdeckung einer mit Sprengstoff und einem Zünder ausgestatteten Drohne Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle, die sich zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen in einer Sicherheitszone befand. Der Flughafen dient als Transitknotenpunkt für westliche Militärlieferungen in die Ukraine, und US-Geheimdienste identifizierten starke Hinweise, die Moskau mit dem Gerät in Verbindung bringen. Eine zweite mit Sprengstoff beladene Drohne wurde an einem weiteren NATO-Logistikknotenpunkt entdeckt. Als er im Weißen Haus gefragt wurde, ob das Leipziger Gerät einen russischen Angriff auf ein Bündnismitglied darstelle, wies Trump Bedenken hinsichtlich einer umfassenderen russischen Aggression zurück.
Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin hat nicht vor, NATO-Territorium anzugreifen.
Reaktion der Verbündeten und Spannungen im Bündnis
Europäische Sicherheitsbeamte beschreiben die Drohnenvorfälle als Teil einer Kampagne russischer hybrider Kriegsführung gegen Nationen, die die Ukraine unterstützen. NATO-Generalsekretär Mark Rutte sprach Deutschland seine Unterstützung aus und begrüßte Vergeltungsmaßnahmen, die Berlin als Reaktion auf die Sabotageversuche ergriffen hatte. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius wird noch in diesem Monat nach Washington reisen, um den Vorfall mit dem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zu besprechen. Die öffentliche Meinungsverschiedenheit über die russischen Absichten tritt zu einem Zeitpunkt auf, an dem die europäischen Verbündeten ihre Abhängigkeit von den US-Verteidigungszusagen neu bewerten. Eine Politico-Umfrage verzeichnete einen starken Vertrauensverlust in Washington in vier wichtigen NATO-Mitgliedstaaten im vergangenen Jahr, nach wiederholten Aussagen Trumps, die einen Austritt aus dem 32-Mitglieder-Bündnis androhten und Verbündete kritisierten, weil sie nicht im Iran-Krieg halfen.
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- Gesandte Jared Kushner und Steve Witkoff sollen nach Gesprächen in Moskau in Kiew eintreffen
- Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius soll den US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in Washington treffen
Diplomatische Initiative nach Moskau und Kiew
Neben seinen Äußerungen zur NATO-Sicherheit kündigte Trump eine erneute diplomatische Initiative zur Beendigung des Krieges in der Ukraine an. Die Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff wurden auf eine gemeinsame Mission nach Moskau und Kiew entsandt, die einen Friedensvorschlag mit sich führten. Trump stellte fest, dass die Regierung die Gesandten geschickt habe, um zu erkunden, ob Fortschritte erzielt werden könnten, und erklärte, dass eine Gelegenheit für eine Lösung bestehe. Die Reise ist der erste Besuch von Kushner und Witkoff in der ukrainischen Hauptstadt seit dem Beginn der groß angelegten russischen Invasion im Jahr 2022. Die beiden Gesandten waren zuvor im Januar zu Verhandlungen mit Putin nach Moskau gereist.
Ukrainische Bedingungen und Sicherheitsprotokoll
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die diplomatische Reiseroute in einer abendlichen Videoansprache und wies darauf hin, dass Kushner und Witkoff in Moskau Gespräche führen werden, bevor sie am Sonntag nach Kiew reisen. Selenskyj erklärte, dass die Ukraine für die Dauer der Gespräche der amerikanischen Delegation alle Luftangriffe aussetzen werde, um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten. Er rief den Kreml auf, einen gegenseitigen Stopp der Luftangriffe zu verhängen. Die ukrainische Regierung kündigte an, sie werde für die US-Diplomaten eine normale Luftraumverwaltung sicherstellen, entsprechend den Protokollen, die bei früheren offiziellen Besuchen etabliert wurden. Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow bestätigte den Besuch nicht.


