
Spurs verkürzen Knicks-Finalserie auf 2:1 – Trump unter Buhrufen und mit massivem Sicherheitsaufgebot im Madison Square Garden
Victor Wembanyama erzielte 32 Punkte und führte die San Antonio Spurs zu einem 115:111-Sieg über die New York Knicks in Spiel 3 der NBA-Finals und beendete damit die 13 Spiele andauernde Playoff-Siegesserie der Knicks. Präsident Donald Trump, der erste amtierende US-Präsident, der ein NBA-Finalspiel besuchte, wurde während der Nationalhymne lautstark ausgebuht.
Spurs kämpfen sich hinter Wembanyama zurück
Die San Antonio Spurs haben die Führung der New York Knicks in der best-of-seven NBA-Finalserie mit einem 115:111-Sieg im Madison Square Garden am Montagabend auf 2:1 verkürzt. Victor Wembanyama führte die Spurs mit 32 Punkten, acht Rebounds, sechs Assists, drei Blocks und zwei Steals an. Stephon Castle steuerte 23 Punkte für San Antonio bei. Jalen Brunson erzielte 32 Punkte für die Knicks und OG Anunoby steuerte 28 bei, doch die Gastgeber konnten eine Sieben-Punkte-Führung zur Halbzeit nicht halten. Die Spurs holten den Rückstand schnell in der zweiten Halbzeit auf und konterten jeden Aufholversuch der Knicks.
Wir haben getan, was wir tun sollten, aber die Arbeit ist absolut noch nicht erledigt. Wir sind noch nicht einmal auf halbem Weg. Das Schwerste kommt noch.
Mit 22 Jahren und 158 Tagen wurde Wembanyama der drittjüngste Spieler in der Finals-Geschichte, der ein 30-Punkte-Spiel erzielte, hinter Alvan Adams (21 Jahre, 316 Tage) und Magic Johnson (20 Jahre, 276 Tage). Die Knicks erlebten das Ende ihrer 13 Spiele andauernden Playoff-Siegesserie. Spiel 4 ist für Mittwochabend angesetzt, erneut in New York.
Trump während der Hymne ausgebuht
Präsident Donald Trump besuchte das Spiel als Gast von Knicks-Besitzer James Dolan und war damit der erste amtierende US-Präsident, der bei einem NBA-Finalspiel zu Gast war. Als die Videowände der Arena Trump während der Nationalhymne zeigten, reagierte die Menge im Madison Square Garden mit lauten Buhrufen, die etwa zehn Sekunden andauerten, wie mehrere Berichte übereinstimmend melden. Eine Minderheit der Fans jubelte, aber die Buhrufe waren klar dominierend. Kameras zeigten später, wie Trump während eines Abschnitts im dritten Viertel offenbar einschlief.
Er ist willkommen. Was diesen Sport so besonders macht, ist, dass er uns zusammenbringt.
Trump verfolgte das Spiel aus Dolans Executive Suite, begleitet von seiner Enkelin Kai Trump, dem Berater Boris Epshteyn und mehreren Kabinettsmitgliedern, darunter Lee Zeldin, Sean Duffy und Doug Burgum. Während des zweiten Viertels sprach er mit NBA-Commissioner Adam Silver und dem republikanischen Gouverneurskandidaten Bruce Blakeman.
Sicherheitsoperation prägt das Fanerlebnis
Der Präsidentenbesuch löste eine umfangreiche Sicherheitsoperation rund um den Madison Square Garden aus. Die Behörden errichteten einen etwa drei Meter hohen Zaun um Teile der Arena und setzten tausende NYPD-Beamte sowie hunderte Secret-Service-Mitarbeiter ein, einige schwer bewaffnet. Der Secret Service plante auch den Einsatz von Anti-Drohnen-Technologie als Teil der Schutzmaßnahmen. Ticketinhabern wurde gesagt, sie sollten mindestens zwei Stunden vor dem Spielbeginn um 20:30 Uhr für eine Sicherheitskontrolle nach Flughafenart erscheinen; Taschen waren im Veranstaltungsort verboten.
Die Botschaft ist einfach: Feiern Sie die Knicks, aber meiden Sie den Bereich um das MSG heute Abend, wenn Sie keine Tickets für das Spiel haben.
Eine geplante Public-Viewing-Party vor dem Madison Square Garden wurde abgesagt, eine Abkehr von den ersten beiden Finalspielen, die große, feiernde Menschenmengen angezogen hatten. Ein alternativer Bereich mit Großbildschirmen wurde im Bryant Park für etwa 5.000 Knicks-Fans eingerichtet. Nach dem Spiel, gegen 23:00 Uhr, kam es zu Zusammenstößen zwischen Fans, die den Bryant Park verließen, und Polizeibeamten, als die Menge in die umliegenden Straßen strömte und den Verkehr blockierte.
Prominentes Publikum und Rekord-Ticketpreise
Das Spiel zog neben dem politischen Drama eine große Anzahl von Prominenten an. Jay-Z, Ben Stiller, Timothée Chalamet, Tracy Morgan, Tina Fey, Josh Safdie, Spike Lee, Fat Joe und DJ Khaled waren unter den Anwesenden. Cardi B trat in der Halbzeitpause auf. Heidi Klum feuerte die Knicks aus Los Angeles per Instagram-Story an. Das Spiel wurde zur teuersten Basketballkarte der Geschichte; einzelne Sitzplätze kosteten mehr als 9.000 US-Dollar und Plätze am Spielfeldrand wurden für bis zu 500.000 US-Dollar gelistet.
Wie es weitergeht
Die Spurs liegen nun in der best-of-seven-Serie mit 2:1 zurück. Spiel 4 ist für Mittwochabend im Madison Square Garden angesetzt, der Spielbeginn ist für 2:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit (Donnerstagmorgen) vorgesehen. Die Knicks gewannen zuletzt 1973 die NBA-Meisterschaft und standen zuletzt 1999 in den Finals, als sie ebenfalls auf die San Antonio Spurs trafen.
- Spielbeginn im Madison Square Garden; Trump während der Hymne auf der Leinwand gezeigt, lautstark ausgebuht
- Halbzeit: Knicks führen mit 7; Cardi B tritt auf
- Drittes Viertel: Spurs holen Rückstand auf; Kameras zeigen Trump, der offenbar einschläft
- Endstand: Spurs gewinnen 115:111, verkürzen Knicks-Serienführung auf 2:1
- Fans verlassen den Bryant-Park-Viewing-Bereich, geraten mit der Polizei aneinander und blockieren den Verkehr

