Trump spricht mit Putin und Zelensky vor NATO-Gipfel, Verbündete sagen 140 Mrd. € für Ukraine zu
Vor dem NATO-Gipfel in Ankara führte Donald Trump am 4. Juli separate Telefonate mit Wladimir Putin und Volodymyr Zelensky, in denen sie über den Krieg in der Ukraine und den Weg zu einer Einigung sprachen.
Diplomatisches Treiben am Unabhängigkeitstag
Am 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit führte Präsident Donald Trump ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, das 1 Stunde und 25 Minuten dauerte, wie der Kreml mitteilte. Die beiden Führer erörterten eine Einigung in der Ukraine, mit Blick auf Trumps bevorstehende Teilnahme am NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli. Der Kreml-Diplomatieberater Yuri Ushakov sagte, das Gespräch habe auch den Iran und den Nahen Osten umfasst.
Die Präsidenten erörterten natürlich die Frage einer Einigung in der Ukraine, insbesondere unter Berücksichtigung von Donald Trumps bevorstehender Teilnahme am NATO-Gipfel in der Türkei am 7. und 8. Juli.
Später am selben Tag sprach auch der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky mit Trump. Zelensky beschrieb das Gespräch als eine Erörterung der Lage an der Front und der diplomatischen Bemühungen und betonte die entscheidende Rolle Amerikas.
Präsident Trump und ich erörterten die aktuelle Lage an der Front sowie unsere diplomatischen Bemühungen. Es gibt eine reale Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die Entschlossenheit Amerikas ist entscheidend.
Sowohl Zelensky als auch der Kreml bestätigten, dass die Gespräche auf dem Gipfel in Ankara fortgesetzt würden.
Behauptungen und Gegenbehauptungen vom Schlachtfeld
Während des Gesprächs zeichnete Putin ein Bild von russischen Streitkräften, die zuversichtlich vorrücken, so Ushakov. Der Kreml behauptete am Freitag die Einnahme von Kostyantynivka, einer wichtigen Festung in der Region Donezk, die Moskau seit langem unter Kontrolle bringen will. Kiew dementierte die Behauptung umgehend und erklärte, seine Truppen hielten die Stadt noch und die Kämpfe gingen weiter.
Er zeichnete ein Bild der tatsächlichen Lage auf dem Schlachtfeld, wo die russischen Streitkräfte zuversichtlich vorrücken.
Die Frontlinien haben sich in den letzten Monaten kaum bewegt, teilweise aufgrund des weit verbreiteten Einsatzes von Drohnen, die Bewegungen schwerer Fahrzeuge behindern und auf beiden Seiten schwere Verluste verursachen. Diplomatisch bleiben die Verhandlungen festgefahren, wobei Moskau den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus der gesamten Region Donezk fordert, eine Bedingung, die Kiew ablehnt.
- Kreml behauptet Einnahme von Kostyantynivka; Kiew dementiert, sagt Kämpfe gehen weiter.
- Trump und Putin führen 1 Std. 25 Min. Telefonat, erörtern Ukraine, Iran und Nahen Osten.
- Trump und Zelensky telefonieren; Zelensky sagt, es gebe eine reale Aussicht, den Krieg zu beenden.
- NATO-Gipfel beginnt in Ankara; 32 Länder nehmen teil, 140 Mrd. € Militärhilfe erwartet.
NATO-Gipfel und Hilfszusage
Der Gipfel in Ankara, der für den 7. und 8. Juli angesetzt ist, wird Staats- und Regierungschefs sowie Delegationen aus 32 Ländern zusammenbringen, darunter Trump. Vor dem Treffen werden die europäischen NATO-Mitglieder und Kanada voraussichtlich 140 Milliarden Euro an Militärhilfe für die Ukraine über zwei Jahre zusagen, wie RFI berichtet. Die Zusage unterstreicht die anhaltende Unterstützung des Bündnisses für Kiew, auch wenn diplomatische Kanäle wieder geöffnet werden.
Was als Nächstes kommt
Die aufeinanderfolgenden Telefonate signalisieren eine Intensivierung der diplomatischen Aktivitäten rund um den Krieg, wobei Trump sich als Vermittler positioniert. Der Gipfel in Ankara wird die erste Gelegenheit für ein persönliches Follow-up sein, und Zelensky sagte, er und Trump hätten vereinbart, ihre Gespräche dort fortzusetzen. Ob der erneute Dialog die derzeitige Sackgasse durchbrechen kann, bleibt ungewiss, angesichts der großen Kluft zwischen Moskaus Forderungen und Kiews roten Linien.


