
Trump sagt, er prüfe die Abberufung der Griechenland-Botschafterin Kimberly Guilfoyle
Am Montag, dem 12. Oktober, sagte Trump, seine Regierung prüfe die Abberufung der US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, nach Berichten des Wall Street Journal über ihr Verhalten. Ihre Anwälte weisen jedes Fehlverhalten zurück, eine endgültige Entscheidung wurde bislang nicht bekannt gegeben.
Trumps Äußerungen im Weißen Haus
Am Montag, dem 12. Oktober, sagte Präsident Donald Trump, seine Regierung prüfe die Abberufung der US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, nach einer Reihe von Berichten des Wall Street Journal über ihr Verhalten. Auf die Frage eines Reporters, ob er ihre Entlassung erwäge, antwortete Trump:
Nun, wir prüfen es. Ja, wir sind nicht zufrieden.
Eine definitive Antwort darauf, ob sie auf dem Posten bleibt, gab er nicht, und in der jüngsten Berichterstattung war keine endgültige Entscheidung bekannt gegeben worden. CNN und AP berichteten unter Berufung auf mit den Beratungen der Regierung vertraute Quellen, Trump könne in den kommenden Tagen entscheiden. Trump sagte gegenüber CNN, er habe erst gerade von der Angelegenheit erfahren, es sei eine Schande, und er wisse nicht viel darüber, aber sie sei immer sehr nett gewesen.
Der Vorwurf über 100.000 Dollar
Guilfoyle, eine frühere Fox-News-Moderatorin und Staatsanwältin in Kalifornien, wurde von Trump im Dezember 2024 für den Posten in Athen ausgewählt, nachdem ihre Verlobung mit seinem ältesten Sohn, Donald Trump Jr., geendet hatte. Sie kam im November 2025 in Athen an. Eric Deters, ein Politiker und Unternehmer, sagt, Guilfoyle habe ihn per Textnachricht gebeten, eine Schuld von 100.000 Dollar auf ihrem American-Express-Konto zu begleichen, kurz bevor der Senat ihre Nominierung bestätigte, und ihm dafür Zugang zu Regierungsvertretern angeboten. Deters überwies das Geld nicht.
Guilfoyles Anwälte David M. Schwartz und Jesse Binnall erklärten in einer Stellungnahme, das Geld sei für Konferenzgebühren und strategische Kommunikationsberatung geschuldet, die sie 2024 und Anfang 2025 erbracht habe, lange vor ihrer Nominierung. Sie erklärten, Deters schulde ihr etwa 150.000 Dollar, und die Bitte um Begleichung aufgelaufener Honorare sei kein Quid pro quo und keine Korruption. Sie wiesen auch die Vorwürfe zu unzulässigen Reisen zurück und erklärten, alle ihre Flüge hätten den Regeln und Weisungen des Außenministeriums entsprochen; sie kündigten rechtliche Schritte zur Eintreibung der Schuld an.
Aktor Group und Lobbyarbeit
Am 25. September veröffentlichte das Wall Street Journal einen Artikel, der Guilfoyles Bemühungen beschreibt, US-Verbündete in Osteuropa davon zu überzeugen, amerikanisches Erdgas im Wert von Milliarden Dollar zu kaufen. Laut der Zeitung soll sie den Menschen, die sie zu überzeugen versuchte, geraten haben, mit der Aktor Group zusammenzuarbeiten, einem griechischen Bauunternehmen, das kürzlich in den Erdgassektor eingestiegen war und eine Partnerschaft mit einem staatlich gestützten griechischen Energieunternehmen für die Einfuhr von US-Flüssigerdgas unterhielt. Das Journal berichtete zudem, der Aktor-Lobbyist Christos Marafatsos habe sie häufig zu Treffen in der offiziellen Residenz der Botschafterin und mit Regierungsvertretern in der Region begleitet, und bezeichnete die Anwesenheit eines Privatbürgers bei solchen Treffen als äußerst ungewöhnlich. Weitere Berichte des Journal umfassten laut La Libre Aufnahmen, in denen Guilfoyle mit Luxusreisen prahlte, die wohlhabende griechische Geschäftsleute bezahlt hatten, sowie einen Wutausbruch im Januar, weil sie nicht auf der Gästeliste für ein Abendessen am Rande des Wirtschaftsforums in Davos stand.
Hintergrund und Stand der Dinge
Guilfoyle hat ihre Verbindungen zu griechischen Spitzenpolitikern hervorgehoben. Im Februar 2026 sagte sie gegenüber Breitbart, griechische Spitzenpolitiker, darunter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und mehrere Minister, hätten ihre Anrufe stets beantwortet, sogar an Wochenenden. 2015, während der Schuldenkrise, machte sie Äußerungen über Griechen, die in Griechenland für Kontroversen sorgten, so La Libre. Die Affäre brach während des Besuchs von Außenminister Marco Rubio in Athen aus, wo er wiederholt öffentlich mit ihr auftrat. AP berichtete, auch eine Inspektionsstelle des Außenministeriums prüfe die Angelegenheit, wobei unklar sei, ob ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.
- Trump nominiert Kimberly Guilfoyle als Botschafterin in Griechenland
- Guilfoyle trifft in Athen ein
- Das Wall Street Journal veröffentlicht einen Artikel über Guilfoyle und die Aktor Group
- Trump sagt, die Regierung prüfe die Angelegenheit und sei nicht zufrieden


