Diplomatie · Washington, D.C., Jerusalem und Kiew

Trump empfängt Netanjahu und Selenskyj im Weißen Haus, während die Kriege im Iran und in der Ukraine in kritische Phasen treten

Der US-Präsident wird nacheinander mit dem israelischen und dem ukrainischen Führer zusammentreffen, die beide zur Beerdigung von Senator Lindsey Graham in Washington sind, während der fünfmonatige US-Iran-Konflikt in einer fragilen Pause verharrt und Kiew auf Patriot-Abfangraketen drängt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Digi24, adevarul.ro, G4Media.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington, D.C., Jerusalem, Kiew · Vereinigte Staaten, Israel, Ukraine
Wie es dazu kam
  1. Mitte Juli 2026Fast zwei Wochen gegenseitiger US-Iran-Angriffe
  2. Wochenende, Ende JuliUSA und Iran setzen Feindseligkeiten aus, suchen neuen Waffenstillstand
  3. 28. Juli 2026Trump empfängt Netanjahu und Selenskyj im Weißen Haus

Ein doppelter Gipfel inmitten zweier Kriege

Präsident Donald Trump wird am Dienstag den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu getrennten Gesprächen im Weißen Haus empfangen – das erste persönliche Treffen mit Netanjahu seit den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran im Februar. Beide Staatsführer sind in Washington, um an der Beerdigung des republikanischen Senators Lindsey Graham teilzunehmen, einem engen Trump-Verbündeten und entschiedenen Befürworter von Hilfen für die Ukraine und Israel. Die Treffen finden statt, während der US-Iran-Krieg in den fünften Monat geht und der Ukraine-Russland-Konflikt nach den Worten eines Beamten des Weißen Hauses einen entscheidenden Moment erreicht hat.

Die Netanjahu-Agenda: Iran, Libanon und die Abraham-Abkommen

Netanjahu erklärte vor seinem Abflug nach Washington gegenüber Reportern, die Gespräche würden „alle Themen auf der Tagesordnung abdecken, allen voran den Iran“. Ein Beamter des Weißen Hauses sagte, die Diskussionen würden sich auch mit den Spannungen zwischen Israel und dem Libanon, der Ausweitung der Abraham-Abkommen (der Normalisierungsabkommen mit den VAE, Bahrain, Marokko und dem Sudan) sowie Trumps erklärtem Wunsch befassen, Saudi-Arabien in diese Abkommen einzubeziehen. Riad knüpft diesen Schritt weiterhin an einen klaren Weg zu einem palästinensischen Staat. Es wird Netanjahus achtes Treffen mit Trump seit der Rückkehr des Präsidenten ins Weiße Haus sein und das erste seit den Angriffen im Februar.

„In diesen komplizierten Zeiten müssen wir mit großer Entschlossenheit und großer Weisheit handeln. Wir werden alle Themen auf der Tagesordnung besprechen, allen voran den Iran.“

Benjamin Netanjahu

Reibungen unter der Oberfläche des Bündnisses

Trump räumte am Montag ein, dass er und Netanjahu in der Iran-Frage nicht völlig einer Meinung seien. „Wir haben eine kleine Meinungsverschiedenheit, aber wir liegen ziemlich nah beieinander“, sagte er Reportern an Bord der Air Force One. Die Beziehung ist in den letzten Monaten angespannt: US-Medien berichteten, Trump habe Netanjahu während eines Telefonats im Juni als „völlig verrückt“ bezeichnet, eine Charakterisierung, die der Präsident später bestätigte. Das Weiße Haus ist frustriert über die mangelnden Fortschritte bei einer umfassenderen Lösung des Iran-Konflikts, und Trump hat Netanjahu öffentlich aufgefordert, die israelischen Angriffe gegen die Hisbollah im Libanon zu mäßigen.

'America First'-Verbündete warnen vor tieferer Verstrickung

Steve Bannon, Trumps ehemaliger Chefstratege im Weißen Haus, sagte gegenüber Politico, Netanjahus Besuche seien „eine Katastrophe“ für die America-First-Agenda gewesen. „Ich denke, alle glühendsten Anhänger von Präsident Trump, die nicht Teil der 'Israel First'-Bewegung sind, sind wütend“, sagte Bannon. Er merkte an, dass Netanjahu in den letzten 18 Monaten doppelt so viele Besuche im Weißen Haus gehabt habe wie Winston Churchill während des gesamten Zweiten Weltkriegs, und fügte hinzu, dass „jeder einzelne eine Katastrophe für die 'America First'-Bewegung war“. Viele anti-interventionistische Trump-Anhänger hatten gehofft, dass die Waffenruhe am Wochenende zwischen den USA und dem Iran zu einem dauerhaften Ende des Konflikts führen würde. Stattdessen befürchten sie, dass Netanjahu, der seit Trumps Rückkehr zum siebten Mal in Washington ist, den Präsidenten dazu überreden wird, den Krieg zu verlängern.

„Netanjahu hatte in den letzten 18 Monaten doppelt so viele Besuche im Weißen Haus wie Winston Churchill während des gesamten Zweiten Weltkriegs, und jeder einzelne war eine Katastrophe für die 'America First'-Bewegung.“

Steve Bannon, Ehemaliger Chefstratege des Weißen Hauses

Die fragile Iran-Pause

Nach fast zwei Wochen gegenseitiger Angriffe haben die USA und der Iran am Wochenende die Feindseligkeiten ausgesetzt, in der Hoffnung, einen neuen Waffenstillstand zu erreichen. Die beiden Seiten haben sich nun drei Nächte in Folge nicht mehr angegriffen – ein Zeichen dafür, dass beide versuchen, den Verhandlungen über die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öl- und Gasschifffahrtsrouten der Welt, eine weitere Chance zu geben. Trump droht dem Iran weiterhin mit „massiven Angriffen“, falls die Gespräche scheitern. Israel hat sich in den letzten zwei Wochen nicht an den US-Angriffen auf den Iran beteiligt, und Netanjahu hat unterschiedliche israelische und amerikanische Interessen in der Region eingeräumt.

Selenskyjs Einkaufsliste: Patriot-Abfangraketen und Drohnen

Selenskyjs privates Treffen mit Trump wird sich auf den laufenden Friedensprozess zwischen Russland und der Ukraine konzentrieren. Ein Beamter des Weißen Hauses sagte: „Jetzt ist die Zeit, den Krieg zu beenden.“ Der ukrainische Präsident wird um die Genehmigung zum Kauf von Abfangraketen für Patriot-Luftabwehrsysteme und den Abschluss eines Drohnenabkommens bitten. Die beiden werden auch über Trumps Ankündigung auf dem NATO-Gipfel sprechen, dass die USA der Ukraine eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Systemen gewähren würden. Trump spielte am Montag Selenskyjs Anschuldigung herunter, Russland versorge den Iran mit Geheimdienstinformationen über US-Militärstützpunkte, und sagte: „Ich glaube nicht, dass sie das getan haben, sicherlich nicht auf hohem Niveau.“ Der Besuch folgt auf das Eingeständnis der Ukraine, ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer angegriffen zu haben, das russische Waffen für Teheran an Bord hatte.

Innenpolitische Bedeutung für Netanjahu

Reuters berichtete, dass ein herzliches Treffen mit Trump Netanjahu einen Wahlschub verleihen könnte, der am 27. Oktober israelischen Wahlen gegenübersteht und in Meinungsumfragen schlecht abschneidet. Trump gab am Montag eine wohlwollende Vorschau und sagte zu Journalisten: „Bibi war außergewöhnlich. Er war ein Kriegspremier. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet.“

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