Donald Trump meldet über 1.000 Aktiengeschäfte im Juni im Wert von bis zu 263 Millionen US-Dollar
Eine Finanzoffenlegung zeigt, dass US-Präsident Donald Trump im Juni 2026 mehr als 1.000 Investmenttransaktionen im Wert von bis zu 263 Millionen US-Dollar bei Unternehmen wie Palantir, Coinbase und Meta durchgeführt hat.
Offenlegung zeigt umfangreiches Handelsvolumen
Eine am Samstag, den 22. August 2026, veröffentlichte Finanzoffenlegung zeigt, dass US-Präsident Donald Trump im Juni mehr als 1.000 Transaktionen mit Aktien und anderen Anlagen durchgeführt hat. Der kumulierte Wert dieser Geschäfte belief sich auf maximal 263 Millionen US-Dollar, was etwa 224 Millionen Euro entspricht. Die Einreichung dokumentiert weitreichende Käufe und Verkäufe in mehreren Sektoren während des Monats. Diese Handelsaktivität folgt einem breiteren Muster, das im Jahr 2025 verzeichnet wurde, als Trump nach Angaben von Bloomberg mehr als 21.000 Investmenttransaktionen im Wert von 600 Millionen bis 1,86 Milliarden US-Dollar (500 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro) durchführte. Darüber hinaus deuten Finanzberichte darauf hin, dass der Präsident im Jahr 2025 mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro) aus Kryptowährungsaktivitäten verdiente.
Geschäfte im Umfeld politischer Ereignisse und Regulierungsmaßnahmen
Der Zeitpunkt und die Zusammensetzung der Geschäfte haben aufgrund möglicher Interessenkonflikte Kritik auf sich gezogen, da die Politik des Präsidenten direkt Branchen betrifft, in die investiert wurde. Trump erwarb Anteile an der Kryptowährungsbörse Coinbase, während seine Regierung aktiv die Regulierungsvorschriften für den Kryptosektor lockerte – eine Branche, für die Trump wiederholt öffentliche Unterstützung bekundet hat. Die Offenlegung enthält auch Details zu Transaktionen im Zusammenhang mit der Außenpolitik und politischen Ereignissen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Softwareunternehmen Palantir Technologies, zu dessen Kunden das Militär und die Geheimdienste zählen. Transaktionen mit Palantir-Aktien wurden im Juni wiederholt durchgeführt, darunter Käufe kurz nach dem Abschluss internationaler diplomatischer Abkommen.
Konkrete Transaktionen bei Technologie- und Indexfonds
Detaillierte Aufzeichnungen der Einreichung zeigen mehrere spezifische Vermögensverkäufe und -käufe bei Technologieunternehmen, Holdinggesellschaften und börsengehandelten Fonds. Die größte Einzeltransaktion des Monats fand am 22. Juni statt und betraf den Verkauf von Aktien im Wert zwischen 5 und 25 Millionen US-Dollar eines börsengehandelten Fonds der Vanguard Group Inc. Die Palantir-Aktie war häufig in Bewegung: ein Kauf zwischen 1.001 und 15.000 US-Dollar am 3. Juni, gefolgt von Verkäufen zwischen 15.001 und 50.000 US-Dollar am 16. Juni und zwischen 500.000 und 1 Million US-Dollar am 18. Juni. Nach der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran am 14. Juni kaufte Trump am 23. und 24. Juni erneut Palantir-Aktien. Am 18. Juni umfassten die Transaktionen den Kauf von Berkshire-Hathaway-Aktien im Wert zwischen 1 und 5 Millionen US-Dollar, von denen ein Teil am 24. Juni verkauft wurde. Am selben Tag, dem 18. Juni, wurden Meta-Aktien im Wert zwischen 1 und 5 Millionen US-Dollar verkauft, später im Monat wurden kleinere Mengen gekauft. Zu den weiteren Unternehmen, die im Juni am Handelsgeschehen beteiligt waren, gehörten Visa und Home Depot.
- Käufe zwischen 1.001 und 15.000 US-Dollar in Palantir-Aktien
- USA und Iran schließen Friedensabkommen
- Verkäufe zwischen 15.001 und 50.000 US-Dollar in Palantir-Aktien
- Verkäufe von Palantir- und Meta-Aktien, Käufe zwischen 1 Mio. und 5 Mio. US-Dollar in Berkshire Hathaway
- Verkäufe zwischen 5 Mio. und 25 Mio. US-Dollar in Vanguard-ETF – größte Transaktion des Monats
- Käufe von Palantir-Aktien im Anschluss an das US-Iran-Friedensabkommen
- Käufe weiterer Palantir-Aktien und Verkauf eines Teils der Berkshire-Hathaway-Beteiligung
Reaktion des Weißen Hauses und Portfolio-Automatisierung
Das Weiße Haus hat Vorwürfe von Interessenkonflikten zurückgewiesen und betont, dass Trumps Finanzanlagen unabhängig verwaltet werden. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte, dass Portfoliomanager seit Anfang 2025 bewusst automatisierte Computermodelle für den Aktienhandel einsetzen, um potenzielle Konflikte zwischen der Exekutivpolitik und persönlichen finanziellen Erträgen zu verhindern. Eric Trump, Executive Vice President der Trump Organization, beaufsichtigt zudem die Geschäftseinheiten, die mit den breiteren Unternehmensbeteiligungen der Familie verbunden sind.


