Kurz gefasst

- März 2025Le Pen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder zu fünf Jahren Unwählbarkeit verurteilt
- 19.10.Trump verweist bei einer Veranstaltung in Kansas auf die Unruhen in Frankreich
- 20.10.Trump nennt Le Pen gegenüber einem AFP-Reporter die „konservative Stimme“ in Frankreich
Trumps Äußerungen zu Le Pen
Am Dienstag, 20. Oktober nannte US-Präsident Donald Trump Marine Le Pen die „konservative Stimme“ in Frankreich – vor dem Hintergrund von Unruhen und Plünderungen im Land. Dass er ihre Kandidatur bei der für 2027 angesetzten französischen Präsidentschaftswahl unterstützt, sagte er nicht offen. Auf die Frage eines AFP-Reporters, ob er sie unterstützen werde, sagte Trump, er kenne sie nicht und habe sie nie getroffen, halte aber dafür, dass man sie schlecht behandelt habe. Anschließend verknüpfte er ihre politische Position mit den Unruhen und sagte, nach allem, was geschehen sei, sei sie eindeutig die konservative Stimme in Frankreich.
Le Pens Verurteilung und das Rennen 2027
Im März 2025 wurde Le Pen wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder zu fünf Jahren Unwählbarkeit für öffentliche Ämter verurteilt. In der Berufung wurde die Strafe auf 45 Monate Unwählbarkeit für Wahlen festgesetzt, davon 30 Monate auf Bewährung, was ihr die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2027 ermöglichte. Laut in den Berichten zitierten Umfragen gilt sie als unangefochtene Favoritin für dieses Rennen.
Trumps weitere Botschaft an Europa
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kansas am Montag, 19. Oktober, sagte Trump, Frankreich werde angegriffen und von Migranten, Dschihadisten und Kommunisten geplündert und in Brand gesteckt. Zuvor hatte er auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, Europa müsse seine Grenzen schließen und Menschen ausweisen, die seine Länder hassen – und das schnell, bevor es zu spät sei. Ein Bericht stellt die Einwanderungs- und Sicherheitsdebatte in ganz Europa, von Frankreich bis Italien, ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung.
Kontext in den Vereinigten Staaten
Die Berichte bringen Trumps Bezug auf die französischen Unruhen mit seiner einwanderungsfeindlichen Rhetorik vor den US-Zwischenwahlen im November in Verbindung. Dort riskieren die Republikaner laut den Berichten, die Kontrolle über den Kongress zu verlieren. Die Artikel sagen nicht, ob Trump Le Pen förmlich unterstützen wird, und sie verzeichnen auch keine Reaktion von Le Pen selbst.