Trump sagt bei Kundgebung in Arizona, Leaker von Militärplänen sollten erschossen werden
Bei einer Wahlkampfkundgebung in Bullhead City im US-Bundesstaat Arizona sagte Donald Trump am Mittwoch, dem 14. Oktober, Menschen, die Informationen an die Nachrichtenmedien weitergeben, sollten erschossen werden. Er verknüpfte die Äußerung mit dem US-Angriff auf Irans Nuklearanlagen im Juni 2025 und machte die Demokraten für einen durchgesickerten Geheimdienstbericht verantwortlich.

Äußerungen bei der Kundgebung in Arizona
Präsident Donald Trump sagte bei einer Wahlkampfkundgebung in Bullhead City im US-Bundesstaat Arizona am Mittwoch, dem 14. Oktober, Menschen, die Informationen an die Nachrichtenmedien weitergeben, sollten erschossen werden. Das Publikum applaudierte, wie die New York Times berichtet; die Veranstaltung fand im Vorfeld der Midterm-Wahlen am 3. November statt. Trump sagte, früher seien Leaker erschossen worden, und die New York Times beschrieb die Äußerung als außergewöhnliche Eskalation seiner Angriffe auf die Nachrichtenbeschaffung und auf Menschen, die mit der Presse sprechen. Trump formulierte seine Haltung unverblümt.
Meiner Meinung nach sollten Leaker erschossen werden.
Der Iran-Angriff und der Leak-Vorwurf
Al Jazeera brachte die Äußerung mit der Operation Midnight Hammer in Verbindung, dem überraschenden US-Angriff auf Iran im Juni 2025 während des Zwölftagekriegs mit Israel. Die Welt und das Handelsblatt beschreiben dieselbe Operation als Bombardierung der Urananreicherungsanlagen in Natanz und Fordo sowie einer Nuklearanlage in Isfahan. Bei der Kundgebung legte Trump nahe, dass der Zeitpunkt des Angriffs zu den weitergegebenen Informationen gehört habe, und er warf den Nachrichtenmedien vor, Militärangehörige in Gefahr zu bringen, wobei er die New York Times und CNN namentlich nannte. Er behauptete, die Bombenkampagne habe deshalb zwei Tage später neu angesetzt werden müssen, und sagte:
Sie haben durchsickern lassen, wann wir abflogen, wann wir ankamen.
- US-Angriff auf iranische Nuklearanlagen in der Operation Midnight Hammer
- Trump sagt bei Kundgebung in Bullhead City, Leaker sollten erschossen werden
- Midterm-Wahlen
Ein umstrittener Geheimdienstbericht
Mehrere Medien veröffentlichten Erkenntnisse aus einem vorläufigen Bericht der Defense Intelligence Agency, der nicht öffentlich freigegeben worden war. Demnach konnte Iran einen Teil seines angereicherten Urans von den bombardierten Anlagen wegbringen, und die Schäden an seinen Nuklearanlagen waren geringer als von Trump behauptet. Nachdem Teile des Berichts öffentlich geworden waren, machte Trump demokratische Abgeordnete für die Veröffentlichung verantwortlich und schrieb in den sozialen Medien:
Die Demokraten sind diejenigen, die die Informationen über den PERFEKTEN FLUG zu den Nuklearanlagen im Iran durchsickern ließen.
Er fügte hinzu, sie sollten strafrechtlich verfolgt werden.
Leak-Jagd und die Äußerung zur iranischen Führung
Unter Trump hat das Weiße Haus aggressive Schritte unternommen, um Leak-Quellen aufzuspüren; Mitarbeiter seiner Regierung und Militäroffiziere mussten sich laut Al Jazeera Lügendetektortests unterziehen. Die Welt berichtet, dass Trump bei derselben Kundgebung scherzte, es seien zu viele Mitglieder der iranischen Führung getötet worden, und das Publikum fragte, ob jemand die Führung der Islamischen Republik übernehmen wolle. Die Welt erinnert daran, dass Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei und große Teile der iranischen Führung zu Beginn des Krieges bei den gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriffen getötet wurden.
Reaktionen und wie es weitergeht
Bloomberg beschrieb die Äußerungen als Abweichung von Trumps wirtschaftlichem Werben und merkte an, dass seine Angriffe auf die Berichterstattung über den Iran-Krieg zielten. Al Jazeera wies darauf hin, dass Trump seit Langem ein konfliktreiches Verhältnis zu den Nachrichtenmedien hat und zuvor harte Strafen für Beamte gefordert hat, die vertrauliche Informationen an Medien weitergeben. Die Midterm-Wahlen finden am 3. November statt.

